Wo Fängt Alkoholismus an

Woher kommt der Alkoholismus?

Nach der allgemeinen Auslegung des Begriffs liegt Alkoholmissbrauch vor, wenn der Betroffene sich selbst oder seiner Umwelt durch übermäßigen Alkoholkonsum Schaden zufügt. Woher kommt der Alkoholismus? Doch wo endet das Vergnügen? Dies ist oft auf mangelndes Wissen zurückzuführen. Jeder, der es in Stresssituationen, in Wut oder Trauer mit deutlichen Auswirkungen auf Körper oder Seele (möglicherweise bis hin zum Rausch) konsumiert, missbraucht es.

Abhaengigkeit: Das Misstrauen gegen den Alkoholismus bleibt bestehen.

Ein neuer Bericht zeigt: Viele Menschen vermuten, dass sie zu viel getrunken haben - aber um wirklich vom Konsum von Alkoholika abhängen zu können, muss man sich regelmässig einen vollen Rausch einnehmen. Der Alkoholismus wird laut einer Studie weit unterbewertet. Gleichzeitig gibt aber etwa jeder Achte zu, dass er wegen seines Alkoholgenusses bereits ein schuldiges Bewusstsein hat.

Bei der Befragung 1977 wurden von der Marktforschung Nürnberger Personen ab 14 Jahren befragt. Mit den 14- bis 19-Jährigen sagte selbst jeder Zweite, dass man, um wirklich vom Alkoholeinfluss abhängen zu können, "sicherlich über einen langen Zeitabschnitt hinweg beinahe bis zur Trunkenheit betrunken sein mu? Regelmäßig steigender regelmässiger Verbrauch ebnet den Weg in die Selbstständigkeit.

Ungefähr jeder zehnte Befragte gab an, dass er am späten Nachmittag regelmässig etwas getrunken hat, um sich auszuschalten. 15,7 Prozente finden es schwierig, auf ihr gewohntes Glas am Abend oder in der Firma zu verzichten. 15,7 Promille. Statt einer Frau behaupteten sie, zu viel zu saufen oder sich darüber Sorgen zu machen. Ein risikofreier Alkoholkonsum sei nicht möglich, meint das Gesundheits-Portal.

Schließlich gaben drei Viertel aller Befragten an, dass es immer größere Zeiträume gibt, zum Beispiel einige wenige Stunden, in denen es ihnen nichts ausmacht, überhaupt keinen Genuss von Alkoholika zu haben. Steigender Alkoholgenuss erhöht das Risiko für eine Vielzahl von akuten und chronischen Gesundheitsproblemen, psychosozialen Erkrankungen, sozialem Verfall und Verarmung. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Suchtprobleme (DHS) in Berlins sterben alle sieben Minuten Menschen in der Bundesrepublik durch Alkoholgenuss oder durch den gemeinsamen Rauchen.

Nach der Studie gehört die Bundesrepublik damit zu den Top 5 der 34 Mitgliedstaaten der Wirtschaftskooperation und Entwicklungsorganisation (OECD) beim Alkoholverbrauch. Der Grenzwert für einen vergleichsweise risikolosen Alkoholgenuss bei gesunden Erwachsenen beträgt laut Gesetz nur 12 g für die Frau und 24 g bei den Mann.

In einem 0,3-Liter-Glas sind etwa 13 g reiner Spiritus, in einem 0,2-Liter-Glas etwa 16 g schwer. Der Diagnostik-Katalog der Weltgesundheitsorganisation (WHO) legt sechs Merkmale fest, die auf eine Alkoholsucht hindeuten. Hierzu zählen der Zwang zum Alkoholkonsum, wenig Einfluss auf die Höhe, der Anfang oder das Ende des Verzehrs, physische Entzugssymptome bei Nichttrinken und eine Entwicklung der Toleranz - immer mehr müssen konsumiert werden, um die selbe Wirksamkeit zu erreichen.

Charakteristisch für die Abhängigkeiten ist auch die Missachtung anderer Belange zugunsten des Alkohol- und Stoffkonsums trotz der gesundheitlichen und sozialen Folgen für den Verbraucher. Der Studie zufolge sind 34% der 18- bis 64-jährigen und 26,2% der 18- bis 64-jährigen Raucherinnen noch immer Raucherinnen. Bei 42% aller männlichen und 26% aller weiblichen Personen wird Passivrauchen zumindest einmal pro Tag praktiziert.

Im Rahmen einer Strategie zur Vorbeugung gegen den Verzehr von legalen Suchtmitteln erwähnte die Deutsche Gesundheitsbehörde unter anderem Preiserhöhungen durch Steuererhöhung und eine Zeitbegrenzung. Das Ministerium warnte davor, dass es keinen risikolosen Verzehr von Alkoholika oder Zigaretten gibt.

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