Vogelgrippe in mv

Geflügelpest in mv

Der Film zeigt drastisch, welche Auswirkungen die Vogelgrippe auf die Tierwelt hat. Jetzt gibt das Umweltministerium Entwarnung. Die kranke Tierart wurde in Mecklenburg-Vorpommern beim Einbruch der Vogelgrippe in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt. In seinem Amt als Vorsitzender der AfD in MV wird Leif-Erik Holm bestätigt.

Die Vogelgrippe in MV: Endlich frei für alle Geflügelarten

Alle Geflügelarten in Mecklenburg-Vorpommern sind wieder im Freien erlaubt. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) hat am Dienstag die Vogelschutzpflicht wegen der Vogelgrippe nach fünfmonatiger Pause komplett abgeschafft. "Die letzten Spuren des Virus wurden vor mehr als vier Wochen im Land Mecklenburg-Vorpommern gefunden", so Backhaus. Das hoch ansteckende Grippevirus des Typs C5N8 wurde vor 22 Tagen zum ersten Mal in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen.

Das benachbarte Land Schleswig-Holstein hat bereits am vergangenen Freitag, den 17. Mai, die flächendeckende Verpflichtung, sich gegen die Vogelgrippe im Haus aufzuhalten, aufgehoben. Der Stalldienst in Mecklenburg-Vorpommern ist seit dem 1. Januar in Kraft. In den letzten Monaten war sie in einigen Bezirken aufgelockert worden und war nur noch in wenigen Risikobereichen gültig. Nach Angaben des Ministeriums koennen auch wieder Austellungen und Maerkte mit Gefluegel veranstaltet werden.

Doch Backhaus warnte, dass die Geflügelzüchter alle Sicherheitsvorkehrungen treffen müssen, die das Infektionsrisiko durch Vogelgrippe-Erreger in Geflügelbeständen mindern. Damit auch bei Wildvögeln der Nachweis des Vorkommens von Vogelgrippeviren gewährleistet ist, soll das Vogelmonitoring im Lande beibehalten werden. Geflügelzüchter sollten auch in Zukunft auf die Vogelgrippe vorbereitet sein.

Die Geflügelzüchter im Lande forderte Backhaus auf, dafür zu sorgen, daß ihre Haustiere bei zukünftigen Epidemien rasch und flächendeckend geschützt werden können. Die Vogelgrippe wurde nach Auskunft des Bundesministeriums seit Anfang des Jahres in 15 Faellen bei Hausgefluegel und in 102 Faellen bei Wildvoegeln bestaetigt.

Geflügelpest MV: Zirkel gegen den obligatorischen Stallstreit

Als die ersten Bezirke in der vergangenen Woche die Verpflichtung zur Haltung von Geflügel in ganzen Gebieten abschafften, war die Begeisterung der Geflügelhalter groß. Gleichwohl sind drei Bezirke fest geblieben. In der Auseinandersetzung um ein Ende der Geflügelhaltungspflicht bleibt das Landwirtschaftsministerium Schwerin bei seiner Nachfrage nach Einzelfallstudien. Allerdings stösst sie auf Widerstände aus den Reihen der Kreise.

Drei der sechs Bezirke halten damit an ihrer Vorschrift fest, nach einer Untersuchung der Bundespresseagentur vom vergangenen Monat in der Regel wieder freilaufende Haltung für harmlose Gebiete zuzulassen. Lediglich eingeschränkte Risikobereiche wie z. B. Raststätten für Zugvögel oder Gemeinschaften mit nachgewiesener Vogelgrippe-Infektion unterliegen weiterhin der strengen Stallverpflichtung in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg und Rostock-Land.

Damit verstossen diese Zirkel gegen die Richtlinien des Bundesministeriums, das am Dienstag alle Bezirksärzte nach Schwerin berufen haben soll. "Eine Gefährdungsbeurteilung muss nicht auf den Einzelstall abgestimmt sein, sondern kann auch für grössere Gebiete durchgeführt werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Gemeindeverbandes, Matthias Köpp, am Montagabend in Schwerin unter Bezugnahme auf das anwendbare Seuchenschutzrecht.

Köpp bemängelte außerdem, dass die verschiedenen Vorschriften in den Zirkeln für große Unruhe bei den Tierbesitzern gesorgt hätten. Das Gleiche trifft auch auf Vorpommern-Greifswald, Worpommern-Rügen und die Hansestadt Rostock zu. Vorpommern müssen Hennen, Ente, Gans und Pute seit vier Monate im Stall gehalten werden. In Vorpommern wurde am 10. Oktober 2016 eine toten Reiher-Ente entdeckt, wo in Mecklenburg-Vorpommern während der laufenden Epidemiesaison zum ersten Mal das Infektionsrisiko H5N8 nachweisbar war.

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