Vogelgrippe Gefahr für den menschen

Die Vogelgrippe - Gefahr für den Menschen

Übertragung des Vogelgrippevirus von Mensch zu Mensch. Ist Vogelgrippe auf den Menschen übertragbar? Singvögel stellen keine Gefahr für uns Menschen dar. Tödliche Gefahr für Menschen. Geflügelpest: Gefahr für den Menschen?

Es besteht die Gefahr einer neuen Vogelgrippeepidemie.

Eine Übertragung der Vogelgrippe von Mensch zu Mensch kann nicht ausgeschlossen werden (Archiv)

Und wir sind jetzt mit Brunhilde Schweiger vernetzt, die das Influenza-Referenzzentrum am Robert-Koch-Institut in Berlin führt. Hallo, Fräulein Schweiger. Brünnhilde Schweiger: Hallo. Heuer: Wie hoch ist die Chance, dass sich Menschen mit der Vogelgrippe infizieren? Schweiger: Es gibt eine natürliche Eintrittswahrscheinlichkeit, und das wissen wir schon lange, nicht erst seit heute.

Es ist nicht völlig ausgeschlossen, dass sich ein einmal auf den Menschen übertragenes Geflügelvirus so ändert, dass es auf den Menschen übergeht. Dieses Jahr: Können Sie die Umstände erläutern, unter denen ein solches Krankheitsbild auftritt? Schweiger: Das Virusinfektionsvirus vervielfältigt sich im menschlichen Organismus, aber die ausgeschiedenen Erreger haben keine gute Voraussetzung, um sich wieder an die Zellen eines neuen Menschen zu binden.

Dabei muss sicher zuerst eine Serie von falschen Computerviren geschaffen werden und eines dieser beiden wird sich dann durchsetzen, hat gute Voraussetzungen, aber dann wieder zu einer Ansteckung beim Menschen führt. Dieses Jahr: Bedeutet das, dass es nicht so eilig ist? Schweißer: Wenigstens erhoffen wir es uns. Dieses Jahr: Können Sie uns eine Periode geben?

Schweiiger: Man kann hier wirklich keine Zeitspanne voraussehen. Durch frühere Ermittlungen ist bekannt, dass es sehr schwierig ist, sich mit dem Vogelvirus zu befallen und diese befallenen Menschen, hier hat man sich bemüht, die Erreger auf andere Menschen zu übermitteln und das ist nicht möglich gewesen. Dieses Jahr: Aber wenn die Virusinfektionen mutiert sind, und eine Infektion von Mensch zu Mensch möglich wird, bedroht uns in diesem besonderen Falle eine Seuche, die für viele Menschen gefährlich ist?

Leise: Die Gefahr ist natürlich vorhanden. In Ihrem Gutachten haben Sie bereits klargestellt, dass hier in Thailand bereits mehrere tausend Tiere umgebracht werden. Dieses Jahr: Glauben Sie, dass die lokalen Gebietskörperschaften in Asien so beständig agieren, wie Sie es jetzt einfordern?

Schweißer: Natürlich können wir das nicht unbedingt aus unserer Sicht einschätzen, aus dem Wissen, das wir hier haben, weil wir nicht da sind. Doch aus dem Rapport, dass nahezu 30 Mio. oder 26 Mio. Exemplare getoetet wurden oder werden, geht hervor, dass recht schnell Fortschritte erzielt werden.

In diesem Jahr: Das würde bedeuten, dass die asiatischen Autoritäten von SARS erfuhren? Schweiiger: Das wollen wir alle erhoffen. In diesem Jahr möchte ich auf die Gefahr dieser Seuche zurückkommen. Inwiefern ist diese Gefahr groß, mit der man vergleichbar ist? Auf jeden Fall gibt es, wenn wir in das letzte Jahrtausend zurückblicken, drei große Grippepandemien, und wir wissen natürlich, dass diese Grippepandemien durch die Auslösung eines völlig neuen Viren, Experten nennen es einen völlig neuen Untertyp, induziert wurden.

Da sie keine Antibiotika gegen solche Erreger hatten, da sie nie mit ihnen in Kontakt kamen, waren es genau diese Weltepidemien, die wir Pandemie nennen, und hier war die Spaniengrippe von 1918 sicherlich diejenige, die die meisten Todesfälle verursachte. Dieses Jahr: Das tropische Institut empfiehlt jetzt, nicht nach Südostasien zu fahren oder Menschen, die noch verreisen wollen, eine Impfung gegen die Influenza zu beantragen.

Schweiiger: Der Grippeimpfstoff schützt nicht vor diesen H5N1-Infektionen. Es besteht jedoch die Gefahr, dass es zu einer doppelten Infektion kommt, d.h. dass die Menschen dort mit einem gewöhnlichen Influenzavirus - d.h. einem humanen Influenzavirus - und gleichzeitig eventuell auch mit diesem Vogelgrippevirus infiziert werden.

Diese doppelte Infektion ist die Gefahr, dass sich dann ein Erreger entwickelt, der die Vermehrung beim Menschen wesentlich erleichtert, da er einen Teil des humanen Influenzavirus für diesen Zweck ausnutzt. Dieses Jahr: Haben Sie noch andere Tipps für die Reisenden, wie sie sich vorort zu benehmen haben?

Schweiiger: Also, wer die Reisewarnung nicht annehmen will oder beruflich bedingt in diese Staaten reisen möchte. Dieses Jahr: Es gibt noch keine Arzneimittel, keinen Impfschutz gegen die Vogelgrippe, wie rasch kann so etwas für den Menschen entstehen, Fräulein Schwein? Schweiiger: Nun, es gibt bereits Arzneimittel, und das sind solche, die auch gegen menschliche Grippeviren wirken, weil sie einen sehr wichtigen Angriffspunkt des Erregers darstellen, so dass sie, soweit wir bisher wissen, auch gegen diese Vogelgrippe eingesetzt werden würden oder können.

In diesem Jahr war Brunhilde Schweiger Direktorin des Referenzzentrums für Grippe am Robert-Koch-Institut in Berlin. Vielen Dank für das Interview, sehr geehrte Kollegin. Ich möchte Ihnen einen angenehmen Tag wünschen. Schweiiger: Ja, auf Wiedersehen.

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