Vogelgrippe bei Singvögel

Geflügelpest bei Singvögeln

Meist kommen Singvögel, Spechte und Tauben ins Vogelhaus. Wie bereits erwähnt, sind sie nicht von der Vogelgrippe betroffen. Vogelgrippe ist nur für Wasservögel (Schwäne, Gänse, Enten, Möwen usw.) und Geflügel gefährlich. Bei der Vogelgrippe sind Wasservögel am stärksten betroffen.

Derzeit kehren die Singvögel aus ihrem Überwinterungsgebiet in den Flachgau zurück.

Die Vogelgrippe hat auch unsere Singvögel erbeutet?

Der LBV hat in den letzten Monaten zunehmend Berichte erhalten, dass die zu dieser Zeit des Jahres gebräuchlichen Tiere im Futterhaus oder im Park fehlen. Der Grund dafür wird oft als eine Verbindung zur Vogelgrippe angenommen, die gegenwärtig in den Massenmedien sehr verbreitet ist. BAVARIA Hier gibt der LBV jedoch Entwarnung: "Singvogelarten sind von der derzeitigen Vogelgrippe nicht betroffen", sagt Martina Gehret, die LBV-Vertretung für BürgerInnen-Wissenschaft.

Deutschlands grösste Volkszählung hingegen kann Auskunft über die möglichen Zusammenhänge erteilen. In Bayern wird die " Wintervogelstunde " vom 8. bis einschließlich 2010 zum 12. Mal abgehalten. Der LBV fordert gemeinsam mit seinem überregionalen Kooperationspartner NABU erneut alle Naturliebhaber auf, die Tiere im Tierfutterhaus für eine weitere Stunde auszuzählen und dem LBV zu berichten.

Wenn im eigenen Haus nichts passiert, ist ein allgemeiner Vogeltod zu befürchten. Besonders, wenn in diesem Jahr viel über Vogelerkrankungen gesprochen wurde neben der Vogelgrippe auch der Tod der Amsel durch das Usutu-Virus und das Absterben von Grünfinken. Allerdings deuten die vorliegenden Erkenntnisse darauf hin, dass zurzeit weniger Tiere in Gartenanlagen zu beobachten sind.

"Dafür gibt es aber bisher keine allumfassende Erklärung", erläutert Martina Gehret. "Es ist davon auszugehen, dass viele Vogelarten aufgrund eines günstigen Baumsaatjahres und hartnäckig milden Witterungsbedingungen in den Wald kommen und daher weniger Futterflächen in Gartenanlagen ausnutzen werden. Die Umweltschützer warten deshalb gespannt auf die Resultate der bevorstehenden "Stunde der Wintervögel" vom 6. bis 8. Jänner.

Sie ist die grösste deutsche Beteiligungsaktion, bei der so viele Menschen wie möglich große Mengen an Daten erfassen und damit wesentliche Informationen über die Populationsentwicklung von Hausvögeln liefern. "Je mehr Teilnehmer, umso besser die Ergebnisse", sagt Gehret. Im Jänner 2016 beispielsweise nahmen allein in Bayern fast 27.000 Menschen teil und berichteten von mehr als 700.000 Vögeln in über 18.000 Pflanzen.

Der Kohlmeisenvogel war der häufigste winterliche Vogel in Bayern, der Eurasische Baumsperling kam auf den zweiten Platz. Es ist neugierig, ob wir einen weiteren Eintrag von Erlenzeisig erfahren werden oder ob in Bayern wie im Herbst 2013 mehr Seidenschwänzchen zu uns kommen werden", sagt Martina Gehret. Der Wintervogelzähler ist sehr einfach: Von einem stillen Beobachtungsplatz aus wird die größte Zahl aller Arten erfasst, die im Verlauf einer vollen Stunde simultan beobachtet werden können.

Über die Feststellungen kann bis zum Ablauf des Jahres 2006 im Netz unter www.stunde-der-wintervoegel.de berichtet werden, wo die Auswertung der Resultate erfolgt. Der Bericht kann auch per Briefpost (Einsendeschluss ist der sechste Jahrestag 2017) und per Telephon (gebührenfreie Nummer am siebten und achten Jahrestag von 10.00 bis 18.00 Uhr: 0800/ 115-7-115) geschickt werden.

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