Vogelgrippe Ansteckend für menschen

Geflügelpest Infektiös für Menschen

Dürfen Haustiere die Vogelgrippe bekommen? Es ist noch keine Infektion von Mensch zu Mensch aufgetreten, auch andere Tierarten oder in seltenen Fällen Menschen können sich infizieren. Seit wann ist die Vogelgrippe ansteckend? Ein intensiver Kontakt mit kranken Tieren kann jedoch zu einer Infektion führen.

Geflügelpest in China: WHO vermuten Infektion von Mensch zu Mensch

Die chinesischen Gesundheitsfachleute nahmen bisher an, dass sich das neue H7N9-Virus nur von infizierten Geflügelarten auf den Menschen ausbreitet - und nicht von Mensch zu Mensch. Vor wenigen Tagen sorgte die Nachricht jedoch zum ersten Mal dafür, dass 40 % der Betroffenen nicht einmal mit Hühnerfleisch in Berührung kamen. Auch ein Knabe hatte den Erreger, ohne Symptome zu haben.

Bis jetzt ist beinahe ein Viertel der gemeldeten Infektionskrankheiten erloschen. Drei Personengruppen, in denen sich das Erregervirus wahrscheinlich unter nahen Familienmitgliedern ausgebreitet hat, sind bisher bekannt, sagte der WHO-Vertreter Michael O'Leary in Peking. "Bisher ist es jedoch ein tierisches Erreger, das sich in einigen wenigen Faellen auf den Menschen ausbreitet." "Die WHO glaubt nicht, dass es eine höhere Inzidenz von Übermittlungen zwischen Menschen gibt."

"Dass es in einigen wenigen Faellen auch eine Uebertragung von Mensch zu Mensch gibt, ist nicht atypisch. "Bisher wurden mehr als 1.700 nahe stehende Personen der angesteckten Patientinnen und Patienten in China untersuchte. Abgesehen von den drei Kategorien wurde das Virenproblem bei niemandem entdeckt.

Die chinesischen Behoerden hatten vor etwa drei Wochen zum ersten Mal eine Infektion mit dem neuen Vogelgrippenstamm gemeldet. Das Ministerium für Gesundheit schätzte am vergangenen Wochenende, dass 87 Menschen mit dem Erreger infiziert waren. Gegenwärtig ist ein international besetztes WHO-Sachverständigenteam in China. Von der chinesischen Seite wurde eine Route für das Projekt ausgearbeitet. Sie soll eine ganze Weile in China verbleiben, einschließlich Besuche in Labors, Krankenhäusern und betroffenen Gebieten.

Zu den Kernaufgaben der Delegation gehört es, die Infektionspfade des Viren näher zu ergründen. Bisher wurde der direkte Geflügelkontakt nur bei etwas mehr als der Haelfte der Betroffenen festgestellt. Die WHO hatte bereits vor der Einreise die Behandlung des neuen Geflügelpestvogels durch China gewürdigt. Nach Angaben des WHO-Vertreters Henk Bekedam sind die chinesischen Behoerden nach zehn Jahren Erfahrung mit der Atemwegserkrankung SARS viel besser geruestet.

"In erster Linie gibt es ein Verfahren, das die Patientinnen und Patienten bei den ersten Anzeichen auf den Krankheitserreger untersucht. "Sars hat auch zum Abschluss eines internationalen Gesundheitsabkommens mit China und anderen Nachbarstaaten im Jahr 2005 beigetragen, fügte Bekedam hinzu. Inzwischen hat die Volksrepublik China kräftig in den Aufbau eines Systems zur Überwachung des Ausbruchs von Infektionen gesteckt, berichtete der WHO-Vertreter.

"Die Antwort auf H7N9 ist sehr ermutigend", sagte Bekedam. Die chinesischen Behoerden hatten den SARS-Ausbruch vor zehn Jahren erst oeffentlich bestaetigt, als bereits mehrere Dutzend Menschen an dem Krankheitserreger starben und allein in der Bundeshauptstadt Peking mehrere hundert erkrankt waren. China geht jetzt anders mit der neuen Vogelgrippe um. Die chinesischen Behoerden melden die Infektionskrankheiten fast taeglich.

In der 23 Millionen Metropole Shanghai und Umgebung ist das Herzstück des Auftretens der Vogelgrippe in China. Bereits seit Ende MÃ??rz wurde das H7N9-Virus zuerst in Shanghai und dann in den benachbarten Provinzen Shejiang, Anhui i Jiangsu aufgefunden. Aber im Angesicht des Sturmes in Shanghai sind die Menschen überraschend entspannt.

In den belebten U-Bahnen geht kaum jemand mit einer Maske herum, obwohl sie in China oft zum Schutze vor Influenza-Infektionen verwendet wird.

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