Tuberkulose Prophylaxe bei Kindern

TB-Prophylaxe bei Kindern

Eine Chemoprophylaxe wird bei Menschen durchgeführt, die kürzlich mit einem Tuberkulosepatienten in Kontakt gekommen sind. Die Chemoprophylaxe ist nach Kontakt mit der TB-Indexperson unerlässlich. Insbesondere bei Kindern mit TB und besonders gefährdeten Kindern sollte eine umfassende Prophylaxe angestrebt werden. Beide Tests können für ältere Kinder verwendet werden.

Tuberkulose: Der Unterschied bei Kindern

Bei Kindern mit Tuberkulose sind drei Viertel der Lungen erkrankt. Die Lokalisierung unterscheide sich also nicht von der älterer Patientinnen, erklärt Dr. Carlos Severien-Labayru aus Böblingen. Doch während bei Erwachsenen häufig eine geöffnete, hochinfektiöse Lungentuberkulose auftritt, ist die Geschlossenheit bei Kindern eindeutig vorherrschend (Abb. 1).

Immundiagnostika, Tuberkulin-Hauttest (THT) oder IGRA-Test (Interferon-Gamma-Test), Röntgenaufnahmen und der Gesundheitszustand des kleinen Pflegebedürftigen belegen die Krankheit, aber ein Krankheitserregernachweis in Magensaftsaft oder Auswurf ist nur in Ausnahmefällen möglich. Vom Robert-Koch-Institut zugelassen ist nur PPD-RT 23, bei dem zwei Tuberkulineinheiten (= 0,1 ml) in die obere Schicht der Haut gespritzt werden.

Nach 48-72 Std. wird eine Verhärtung > 5 Millimeter als positive Angabe gewertet und zeigt den Umgang mit der Index-Person innerhalb der letzten zwei bis zehn Monate an. Bei dem alternativen IGRA-Test wird davon ausgegangen, dass T-Zellen von Patientinnen und Patienten bei erneutem Inkontakt mit dem TB-Antigen Interferongamma ausbilden. Eine Röntgenaufnahme sollte angeordnet und die THT und/oder IGRA vorgenommen werden.

"In dieser Situation wird eine Chemprophylaxe so lange empfohlen, bis feststeht, ob das betroffene Baby angesteckt ist oder nicht", erklärt der Kinderarzt. Täglich sollte das Neugeborene drei Monaten lang regelmäßig lsoniazid (INH) einnehmen. Ist die Prophylaxe positiv, kann sie abgebrochen werden.

Wenn THT oder IGRA zwar gut, aber das Bild des Röntgenbildes unscheinbar ist, wird die INH-Dosis bei entsprechender Kontrolle um weitere sechs Monate erhöht. Präventive Chemo-Therapie heißt: Das betroffene Baby ist erkrankt. Die Verabreichung von Isnoniazid sollte entweder eine halbe oder eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten erfolgen, da die Aufnahme von Fetten während der Mahlzeiten stark eingeschränkt ist.

Der Wechsel von latenter zu aktiver Tuberkulose ist gekennzeichnet durch eine zuverlässige Tuberkulosebelichtung, eine gute Immundiagnose und ein im Bild erkennbares Körnchen. Jetzt brauchen die Kleinen eine verlängerte Behandlung. Dieser besteht in der Regel aus INH, Rifampicin und PZA (INH/RMP/PZA) über zwei Monaten, danach folgt die Kombination von INH/RMP über vier Jahre.

Diese sechs Monaten reichen für einen unkomplizierten Ablauf. Erwachsene Tuberkulose benötigt eine zweimonatige Verlängerung der Behandlung mit Ethambutol (INH/RMP/PZA/EMB), danach eine Doppeltherapie (INH/RMP) für siebenmonatige.

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