Tuberkulose Erkennen

Erkennung von Tuberkulose

Röntgenbilder sind besonders gut geeignet, um Tuberkuloseherde in der Lunge zu erkennen und das Stadium der Erkrankung zu bestimmen. Daher ist es oft schwierig, sie zu erkennen. Eine Tuberkulose-Infektion bleibt meist unbemerkt oder wird von unspezifischen Symptomen begleitet.

Welttag der Tuberkulose: Tuberkulose besser erkennen - Wissen

Tuberkulose? Das ist für viele in Deutschland eine beinahe schriftstellerische Erkrankung: eine alte Krankheit: Der " verbrauchende ", hüstelnde Mensch in Puccinis Opern "La Bohème" steht für die Patientinnen und Patienten, die sich auf Thomas Mann's Davos "Zauberberg" zu heilen suchen, aber auch für die vielen Tuberkulose-Patienten in den Turbulenzen nach dem Zweiten Weltkrieg. 2. Damit ist das ambitionierte Bestreben der WHO, die Tuberkulose vollständig zu beseitigen, jedenfalls in wenigen neuen Fällen "weiter entfernt".

Erweitert man die Sicht auf die Erdbevölkerung, ist das Thema sowieso hoch präsent: Rund 1,5 Mio. Menschen starben 2014 an der Erkrankung, 9,6 Mio. erkrankten. Wissenschaftlich relevant ist sie aber noch aus einem anderen Grund: Zahllose Menschen infizieren sich mit Mykobakterium-Tuberkulose, aber nur etwa jeder zehnte Erkrankte wird krank.

Jetzt zeigt die Untersuchung, wie der Krankheitsausbruch vorhergesagt werden kann. Wissenschaftler der Südafrikanische Tuberkulose-Impfinitiative von Dr. Hanekom an der University of Cape Town konnten in Kooperation mit Daniel Zak und seinem Team vom Center for Infectious Disease Research (CIDR) in Seattle und mit Hilfe der Bill & Melinda Gate Foundation die Eignung eines Bluttests testen.

In der Tat hatte die Minorität der Teilnehmer, die später eine wirksame Tuberkulose entwickelt hatten, bereits vermutete Genen in den Abwehrzellen. "Mit einem solchen Versuch könnte der Ausbruch der Erkrankung mehr als ein Jahr vorhergesagt werden", so Hanekom. Damit würden die Studien zur "Armutskrankheit" Tuberkulose wesentlich kosteneffizienter.

"fragte Stefan Kaufmann vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin, der an der Arbeit mitwirkte. Eine zweite Biomarkerstudie, deren Resultate noch in diesem Jahr erwartet werden, wird von ihm geleitet. Die in mehreren Staaten Afrikas - darunter Gambia, Uganda, Äthiopien und Malaysia - durchgeführte Arbeit ist ein "panafrikanischer" Biomarker-Test, der verschiedene Stämme von Krankheitserregern umfasst.

"Zur Bestätigung ihres Bluttests untersuchten die Verfasser der heute publizierten Lancet-Studie zwischen 2005 und 2010 auch eine Personengruppe aller Altersklassen aus Südafrika und Gambia, die vor kurzem mit Tuberkulose diagnostiziert wurde und daher besonders infektionsgefährdet war. Auch die entsprechende Genexpression war mit zunehmender Diagnostik weiter gestiegen.

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