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Wohin geht es zur Tuberkulose-Ambulanz? Die Tuberkulose ist eine durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit. In Deutschland ist die Zahl der Tuberkulosefälle weiter zurückgegangen. Der KKH weist auf die anhaltenden Gefahren von Tuberkulose-Infektionen in Deutschland hin. Auf unserer Seite erfahren Sie mehr über die aktuelle Tuberkulose-Situation in Deutschland und weltweit.

Häufig auftretende Infektionskrankheiten bei Flüchtlingen: Gefaehrliche Tuberkulose in Deutschland auf dem Vormarsch nach oben

Forscher des Forschungszentrums Schleswig-Holstein erkennen auch multi-resistente Krankheitserreger. Nordrhein-Westfalen | Die Anzahl der Tuberkuloseerkrankungen in Deutschland nimmt zu. In der Borsteler Forschungsanstalt in Sülfeld (Kreis Segeberg) in Schleswig-Holstein haben Forscherinnen und Forscher gar einen mehrfach resistenten Tuberkulosestamm gefunden, der auf vier der gebräuchlichen Medikamente nicht reagiert hat. Diese Sorte wurde unter 29 ?Flüchtlingen gefunden, die über das Hoorn von Afrika nach Deutschland gelangte.

"Die Anhäufung von Fällen mit Zuwanderungsgeschichte hat uns zu weiteren Nachforschungen veranlasst ", erklärt Prof. Stefan Niemann vom Borstel Research Centre. Innerhalb eines Jahrs ist die Anzahl der Tuberkuloseerkrankungen um rund 30 Prozentpunkte gestiegen: Schleswig-Holstein steigerte die Patientenzahl von 122 auf 148. Da viele Asylbewerber aus Staaten mit hoher Tuberkuloserate kommen, haben sie ein erhöhtes Risiko, an der Krankheit zu erkranken.

Auch die Atemwege werden durchleuchtet, so dass Tuberkulose diagnostiziert werden kann. In Borstel haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mittlerweile erfahren, dass sich Menschen in einem lybischen Flüchtlingslager bei Bani Valid mit dem Multiresistenzvirus Tuberkulose erkranken. Laut RKI wurden im Jahr 2016 in Deutschland 5915 Fälle von Tuberkulose gemeldet, das sind 7,2 Prozent pro 100.000 Menschen.

Bei der Betrachtung nach Nationalitäten zeigten sich deutliche Diskrepanzen im Krankheitsrisiko: Die Anzahl der Ausländer lag bei 42,6 pro 100.000 Einwohnern und damit 19-mal so hoch wie in der Deutschland. Zwischen 2002 und 2012 lag die Anzahl der neuen Tuberkulosepatienten, die nicht in Deutschland zur Welt gekommen sind, bei etwa 40 bis 50 % und ist seither auf 72 % gestiegen, so das Robert-Koch-Institut.

Völkerwanderung: Die Furcht vor eingeführter Tuberkulose

In Deutschland gibt es seit der Fluechtlingskrise mehr Tuberkulosefaelle. Die Bundesregierung konzentriert sich auf eine Gegenstrategie. Das deutsche Gesundheitsministerium wusste sehr gut, warum sie Asylbewerber auf Tuberkulose (TB) testen ließen: Die ansteckende Krankheit ist in Osteuropa, den Staaten der früheren Sowjetunion ohne die baltischen Staaten (Gus) und in Afrika sehr verbreit.

Dreiviertel der 2016 in Deutschland gemeldeten TB-Patienten stammten aus dem Ausland vor allem aus Somalia, Eritrea, Afghanistan, Syrien und Rumänien. Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin berichtet, dass die Anzahl der gemeldeten TB-Fälle in Deutschland durch die Fluechtlingskrise zunaechst von 5426 im Jahr 2014 auf 5837 (2015) und 5959 (2016) gestiegen sei.

Deshalb soll der Kampf gegen Tuberkulose in den Ursprungsländern intensiviert werden. Deshalb unterstützt Deutschland den Ausbau von Tuberkuloselabors und Labornetzen im Zuge der EZ. Deshalb, so sagt sie in der Beantwortung der linken Anfrage, unterstützt die Bundesregierung Krankenhäuser bei der Anschaffung der erforderlichen Spezialgeräte zur Behandlung und Heilung von TB-Patienten nach internationalem Standard.

Darüber hinaus berät Deutschland in vielen Staaten das medizinische Fachpersonal bei der Diagnostik der resistenten Tuberkulose und bietet regelmäßige Schulungen an. Da TB-Medikamente kaum mit Gewinnperspektiven für Pharmaunternehmen in Verbindung gebracht werden, bestehe in vielen Staaten eine "große Versorgungslücke", kritisiert Schreiber. Der Kampf gegen Tuberkulose und andere vernachlässigte und armutsbedingte Erkrankungen muss unverzüglich verstärkt werden.

Wenn die Tuberkulose jedoch in Deutschland festgestellt wird, wie kürzlich in München, wo sechs Kinder und ein Lehrer an einer einzigen Einrichtung erkrankt sind, werden auch die Kontaktpersonen der Betroffenen so rasch wie möglich identifiziert, überprüft und ggf. nachbehandelt. In der Bundestagsfraktion der AfD wurde die Regierung im Maerz gefragt, wie die Bevoelkerung vor Infektionen und Seuchen geschuetzt werden soll.

Damit wird auf eine verschärfte Infektionsschutzgesetzgebung im vergangenen Jahr hingewiesen. Dementsprechend kann das Bundesministerium für Gesundheit unter bestimmten Voraussetzungen die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses vor oder nach der Einfuhr nach Deutschland einfordern. Dies muss bestätigen, dass es keine Hinweise auf eine solche Erkrankung gibt.

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