Teppich bei Hausstauballergie

Stauballergie Teppichboden

Sonnenlicht ist Ihr Verbündeter im Kampf gegen Hausstaubmilben, weil sie sehr empfindlich darauf reagieren: Licht löst in ihnen eine Fluchtreaktion aus. Es lohnt sich daher, an sonnigen Tagen Bettwäsche, Decken, Teppiche und ggf. Matratzen im Freien zu lüften. Ja, Teppich ist für Allergiker besser als ein glatter Boden! Haushaltsstaubmilben finden sich bevorzugt im Bett, auf Polstermöbeln und Teppichen.

Dieser allergieauslösende Staub wird durch Bewegungen von Textilien wie Bettdecken oder Matratzen, Polstermöbeln und Teppichen sowie durch Zugluft aufgewirbelt und mit der Atemluft eingeatmet.

Tips zum Hausstaubschutz

Etwa 10.000 Haushaltsstaubmilben toben in unseren Beeten herum und verursachen oft eine Allergier. Viele Allergiker haben es schwer: Die Exkremente von kleinen Staubmilben - nach Blütenstaub - gehören zu den häufigsten allergischen Reaktionen. Die Exkremente der kriechenden Tiere trocknen aus, zerfallen und vermischen sich mit dem Staub des Hauses.

Wenn die Decke dann im Raum geschüttelt und der Feinstaub aufgerührt wird, reagiert immer mehr Menschen mit Niesanfällen, verstopftem Nasenrücken, Erkältungskrankheiten, Schnupfen und/oder Niesen. Besonders wohl fühlt sich die Milbe an heißen Orten mit einer Luftfeuchte von 65 bis 85 Grad. Das heißt, sie ziehen es vor, das Doppelbett mit uns zu verbringen.

Hausstauballergie tritt demnach vor allem in der Nacht oder unmittelbar nach dem Stehen auf. Durch einige vom Bundesverband für Allergologie und Asthma empfohlene Massnahmen kann jedoch die Ausbreitung von Milben eingedämmt und die Allergiesymptome gelindert werden: Die Sonne ist Ihr Partner im Umgang mit Staubmilben, denn sie sind sehr empfindlich: In ihnen wird durch das Tageslicht eine Flucht-Reaktion ausgelöst.

Bei Sonnenschein ist es daher sinnvoll, Bettbezüge, Decken, Teppichböden und ggf. eine Matratze im Außenbereich zu belüften. Durch Nachschütteln und Klopfen werden alte Stäube und Milbenausscheidungen beseitigt. Übrigens wirkt auch Kälte: Im Außenbereich belüften und dann Teppich e und Blätter im Winter ausschlagen - solche Frostangriffe mögen sie nicht. Entferne alle Staubfallen aus dem Schlafzimmer: Regale, Teppichböden, Pflanzen, Vorhänge.

Es werden Schuppen ausgebreitet, die der Haushaltsstaubmilbe als Begrüßungsnahrung dienten. Lieber sind Holz- und Ledergarnituren, die zum einen mit einem feuchten Tuch abgewischt werden können und zum anderen keinen Platz für Milben haben. Vergesst nicht, dass Haushaltsstaubmilben auch Plüschtiere für die Kleinen sind. Eine regelmäßige Belüftung der Schlafzimmer ist daher unerlässlich. Haushaltsstaubmilben ziehen es vor, im Tiefland zu wohnen, da die Höhenluft immer trockner wird.

Die Milbe kann nicht leicht mit einem Sauger vom Teppich entfernt werden. In der Regel leben sie sehr weit im Körper und können sich dort mit ihren Klauen und Stacheln gut aushalten. Dennoch sollte der Feinstaub zumindest einmal pro Woche  - am besten mit einem Feinstaubsauger mit Filter - abgesaugt werden.

Glatter Boden ist für Allergien nur dann von Nutzen, wenn er nahezu jeden Tag gesäubert wird, da der Bodenstaub auf dem Glattboden besser verwirbelt und sich im Zimmer ausbreiten kann. Die Milbe lebt lieber in einer Matratze, da sie hier ein optimales, warmes und feuchtes "Wohnklima" vorfindet. Die Matratze kann auch mit Milbenschutz und allergikerfreundlichen Bezügen ("Umhüllungen") versehen werden.

Als Faustformel gilt: Je leichter es ist, desto unangenehmer ist es für die Milbe. Ebenso wichtig: Die Einstreu sollte am geöffneten Schaufenster geschüttelt oder zur Belüftung und Austrocknung an die Frischluft transportiert werden, da dies das von den Hausstaubmilben favorisierte Raumklima verwirrt.

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