Tabakkonsum

Rauchwarenkonsum

In diesem Artikel wird die Geschichte des Tabakkonsums in seinen verschiedenen Formen (d.h. alle Tabakerzeugnisse) zusammengefasst. Zigarettenkonsum, Raucherentwöhnung, Passivrauchen. Die Zahlen zum Tabakkonsum in der Schweiz finden Sie hier.

Kaum ein körperliches Leiden, das nicht durch den Tabakkonsum verursacht oder verschlimmert wird. Der Tabakkonsum (Rauchen), abhängiger und schädlicher: Screening, Diagnose und Behandlung.

Der Tabakkonsum in Deuschland

Laut der aktuellen Repräsentativbefragungen zum Tabakkonsum in der Bundesrepublik geraucht haben im Jahr 2009 rund 30 % der Bevölkerung im Alter v. Repräsentativbefragungen 18 Jahre. Obwohl noch klar mehr Männer (34 Prozent) als frauen (26 Prozent) in der Deutschen Erwachsenerbevölkerung rauchen, hat sich bei Jungen und jungen Leuten das Raucherverhältnis zwischen den Gender - durch die Erhöhung der Raucherinnen - jedoch zum größten Teil angepasst.

Laut der aktuellen Studie der Federal Center für health Aufklärung (BZgA) wurde 2008 von 15% der männlichen und 16% der jungen Frauen zwischen 12 und 17 Jahren geraucht. Die Publikationen des Deutsches Krebsforschungszentrum, veröffentlicht unter aufgeführten, stehen als PDF-Dateien zum Downloaden zur Verfügung.

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In diesem Beitrag wird die Historie des Tabaks in seinen unterschiedlichen Ausprägungen ("alle Tabakerzeugnisse") zusammengefasst. Am bekanntesten ist der Rauchtabak, zum Beispiel in Gestalt von Cigaretten oder Cigarren, und Tabakprodukte können auch zerkaut (Kautabak) oder schnupftabakiert (Schnupftabak) werden. Urspruenglich kommt die Tabaksorte aus den USA. Kultivierung und Verbrauch waren in Südamerika und Nordamerikas schon bekannt, lange bevor die Europäer den Festland eroberten.

Das Tabakblatt wurde in Zusammenhang mit Limette zerkaut (Nordküste Südamerikas), ein Pulver mit 50 % Tabakgehalt wurde schnupft (Karibikinseln) und die Tabake wurden zu einer flüssigen Masse gekocht (Guyana-Gebiet). Die ursprüngliche Form der Cigarre gab es auch schon. Geräuchert wurden kleine Tabake, die in große (Brasilien, Mittelamerika, Karibikinseln) oder in Röhrchen gerollt wurden (Mexiko).

Wahrscheinlich ist das Selberrauchen aus der Raucherzeremonie von Priestern und Medizinmännern entstanden (vgl. Raucheropfer). Zigarettensaft wurde für Initiations- und Heilzwecke wie z. B. zur Behandlung von Hautschäden verwendet. Bei ihren ersten Treffen mit der amerikanischen Bevölkerung lernen die Menschen den Umgang mit Tabakerzeugnissen in Europa besser kennen. in Europa. Bei der Landung von Christopher Kolumbus auf den Philippinen am 12. 10. 1492 brachte man ihm Geschenke, darunter auch Tabakblättchen.

Im Jahre 1499 lernen die Spanier an der venezolanischen Westküste das Tabakkauen, 1500 trifft der Portugiese und Seemann Pedro Älvares Kabral das Pfeifenrauchen. Der Begriff des Tabaks kommt vermutlich von den antiken Inseln, wo die Rauchpfeife "tobago" nannte. Als Berufspendler zwischen der alten und der neuen Welten erfreuten sie sich am Rauchen und transportierten es in die südlichen und westlichen europäischen Seehäfen, von wo aus die Kaufleute es über die ganze Erde ausbreiteten.

Schnell wurde er zu einem kostspieligen und wichtigen Gut, zu dem seine vermeintliche Heilwirkung beitrug. Schon damals gab es Opponenten des Tabakrauchs, die unter anderem dessen Mißbrauch als eine Droge des Vergnügens anprangerten. Im Jahre 1575 wurde den Gemeinden in Mexico ein erstes Rauchverbot auferlegt, da der "heidnische Brauch" des Tabakkonsums als Schändung der Gemeinden angesehen wurde.

Durch die Ausbreitung des Tabakkonsums auf der einen Seite und diese Versuche der Kontrolle auf der anderen Seite kam es zu einer europäischen und teilweise auch zu einer Asienkrise im 17. Beispielsweise war Londons Handelszentrum für Tabakwaren geworden, und das Pfeifenrauchen war in Grossbritannien sehr rasch zu einem weit verbreitetes Brauch geworden. Die Tabakwaren waren um die Jahrhundertwende vom 16. zum 17. Jh. ein teurer Rohstoff, der das Zehnfache des Pfefferpreises hatte.

James I., damals englischer Staatskönig, publizierte 1603 sein Buch "Der smokgegner oder ein königliches Jokstück über den Tabak", eine Polemik gegen ihn. Er drückte seine Abneigung gegen den Rauchenden und seine Missachtung der "zügellosen und zügellosen" Raucher aus und zweifelte an seiner medizinischen Wirksamkeit. In der Folge wurde der erste Anlauf zum Tabakverbot in Gestalt einer Erhöhung der Einfuhrzölle um 4000% unternommen.

Im Jahre 1608 wurden die Zollgebühren wieder reduziert und die Tabaksteuer wurde zu einer bedeutenden Einkommensquelle des Königs. Die neue Angewohnheit des Tabakkonsums wurde in der Bundesrepublik zunächst mit Erstaunen betrachtet, breitete sich aber bald aus. Der Dreißigjährige Krieg machte sie der ganzen Welt bekannt, ob groß oder klein, Mann oder Weib.

Jh. wurde der Tabakverkauf in Kursen, im bayerischen Raum, in den Habsburger Erbländern in Oesterreich und in vielen kleinen Fürstentümern verboten. In der Apotheke darf er nur als Arzneimittel vertrieben werden. Jeder Verstoß gegen diese Überwachungsversuche wurde mit einer Geldbuße (in Koeln zum Beispiel 50 Goldgulden), Verhaftung und Strafarbeit ahndet.

Auch in Rußland, aber auch in den Ländern Chinas, Japans und der Tuerkei wurden schaerfere Massnahmen gegen die Ausbreitung des Tabaks ergriffen. In diesen Gebieten wurde das Rauchen mit dem Einfluß europäischer Kolonialherren in Zusammenhang gebracht, der zurückgedrängt werden mußte. Seine Nachfolgerin, Herr Dr. IV., ergriff drastischere Massnahmen, liess 1633 alle Tabakhütten abreißen und drohte den Rauchern mit der Vollstreckung der Todesstrafe, was keinesfalls auf religiösen Motiven beruhte, zumal es schwierig war, ein Tabakverbot aus dem Qur'an abzuleiten.

Der Tabakkonsum wurde in Rußland in der ersten Hälfte des 17. Jh. vom Geistlichen als Todessünde betrachtet und durch Zerreißen der Schnauze und Auftrennen der Lippen sanktioniert. Regierungen und Kaufleute haben erkannt, dass der Tabakwarenhandel riesige Summen für den Staatsbudget und die Profite generieren könnte. Infolgedessen stiegen die Preise für Tabak enorm an.

Wegen ihrer Rücksichtslosigkeit waren die Tabakmieter und ihre Informanten bei den Menschen nicht populär. So wurden in Deutschland etwa 2500 Mann, 2000 Frau und 6000 Kind von den Mietern verhaftet und ihre Mieter bezahlten die Justiz. Aber kein grausames Vorgehen konnte den unerlaubten Handel mit Tabak stoppen.

Die Herrscher wurden für die enormen Tabakpreise und das skrupellose Benehmen der Mieter verantwortlich gemacht, was einer der Gründe für die revolutionären Aufstände war. Während der Französichen Revolte 1794 wurden die letzen Tabakpächter auf der Schneidemaschine umgebracht. Als Luxusdroge und Steuerquelle war im 18. und 19. Jh. vor allem der Konsum von Tabakerzeugnissen in den USA und anderen europäischen Ländern wichtig.

Tabakfelder und Tabakpflanzen wurden als Stempelmotive gefunden, und 1818 schmückten die Hauptstädte der Pfeiler des Capitol als Schmuckpflanze in Washingtons. Zu dieser Zeit war die häufigste Art des Tabakrauchens die Tabakpfeife. Es wurden Holzpfeifen und Erdpfeifen produziert, in Peru und Indien die Wasserpfeife, in Mitteleuropa und im ottomanischen Kaiserreich die Tonpfeife, die Meerschaumpfeife und die Bernsteinpfeife, die Porzellanschale und die Heidekrautpfeife.

Die Tabakschule des preußischen Königs Wilhelm I., die von seinem Vater wieder aufgehoben wurde, weil er das Tabakrauchen haßte, wurde bekannt. Wie viel Kohle in die Luft ging, bedauerte auch der Komponist und schreibt: "Rauchen macht die Menschen blöd. "Trotz der weit verbreiteten Verwendung von Pfeifenrauch waren Tabak und Zigarren damals sehr beliebt.

Besonders das 18. Jh. wird als die Zeit des Schnupfens angesehen. Die ständigen Niesereien in den Massen führten dazu, dass die Gemeinde ein Rauchverbot verhängte. Dies gelang jedoch nicht, so dass die Gemeinde 1725 wieder das Schnüffeln und Tabakrauchen erlaubte. Zuerst wurde der Tabake als konische Preßform eingekauft und dann auf einer Raspel gerieben.

Louis XIV. hatte eine Aversion gegen das Zigarettenrauchen, weshalb sich Erkältungen am Königshof häuften. In einem wahren Adligen der Rokokozeit durfte das dazu gehörende Zubehör, die möglichst kostbare, aus Keramik oder gar Vergoldung gefertigte und mit Schmucksteinen besetzte Tabakschachtel, nicht fehlen. 2. Als diplomatisches Geschenk wurden auch Dosen mitgebracht.

Auch die zeitgenössischen Kritikern hoben die Benachteiligungen von Tabakschnupftabak hervor: Man bekommt "tropfende und riechende Nasen" und Mundgeruch. Nichtsdestotrotz wurden die französischen Tabakschnüffler vom Rest Europas, vom Adeligen und vom Volke eingenommen, und nicht nur von Männern, sondern auch von der Frau. Am Ende des achtzehnten Jahrhundert waren 90% des in deutschen und französischen Ländern abgesetzten Tabakkonsums Snus.

Die Konkurrenz war groß und so wurde die erste Tabakwerbung geschaffen. Jahrhundert hörte das Schnüffeln von Tabak auf, weil das "ancien régime" beendet wurde, ebenso wie die aristokratische Schnupftabakkultur.

In den Zigarren fanden die aufstrebenden Bourgeoisie eine gute Abwechslung. Sie begannen in der spanischen Hauptstadt, und bis 1720 waren mehr als 1000 Arbeiterinnen in der Cigarrenindustrie in der Stadt beschäftigt (vgl. Carmen). Ab 1814 brachten die französischen und britischen Militärs, die sich während der Zeit Napoleons auf spanischen Grund bewegten, die Cigarre in ihre Heimat.

Zigarrenrauchen auf der Strasse war in Berlins Hauptstadt untersagt. Jahrhundert wurde die Cigarre zum Sinnbild des bürgerlichen Reichtums, die Oberschicht stattete ihre Häuser mit Raucherzimmern aus. Kautabak gilt als Mann, und auch der entsprechende Speifontäne ist nicht zu übersehen.

Nur die Matrosen und Bergleute in ganz Amerika machten das gleiche mit den Amis. Zur Verwertung der Produktionsabfälle von Zigarren verpackten die Arbeiter der Tabakfabriken Reste des Tabaks in Zigarrenpapier. Sie wurden ab dem 18. Jh. in Mexiko-Stadt zum Kauf angeboten und sind dann über die spanische Grenze Anfang des 19. Jh. nach England gekommen.

Dort bekam die Cigarette ihren heutigen Beinamen - die französiche Miniaturform der Cigarre. Es war auch im türkischen Imperium und in Rußland beliebt, wo ein weicherer als europäischer oder amerikanischer Zigarettentabak angebaut wurde, was den Geschmack der Tabakwaren verbesserte. In dem Ersten Krim-Krieg (1853-1856) räucherten die englischen und französichen Militärs zusammen mit den Ottomanen in Zeitungen.

Das " Kosjanoschka ", wie eine Tabakpfeife gefaltet und mit Zigaretten gefüllt, und auch das " Zirkaha ", eine Zigarrenrolle, waren sowohl günstiger als die Cigarre als auch für die Kriegsführung besser geeignet als eine empfindliche Tabakpfeife. Das erste deutsche Zigarettenunternehmen wurde 1862 in der Dresdner Niederlassung der Petersburg Company mit zunächst nur sieben Beschäftigten gegründet.

Von 60 Mio. in den 1960er Jahren auf 11,5 Mrd. im Jahr 1912 gestiegen Auch der Tabakkonsum und die Zigarettenproduktion wurden eingeführt, hauptsächlich aus Russland, der Türkei und Ägypten. Anders als die Cigarre, die für den trägen Kenner steht, wurde die Cigarre dem schnellen Tempo, dem Zeitempfinden der Zeit zugeordnet und passt damit besser als die bisher populäre Cigarre.

Der Zigarettenkonsum war geringer als bei den anderen Tabakarten, eine Überdosierung war weniger häufig. Zigaretten rauchen zu lernen war einfacher als mit Pfeifen und Zigarren. Mit Zigaretten wurden neue Kunden gewonnen, da Pfeifen oder Zigarren als zu maskulin galten. Das dünne Rauchen entsprach dem Schönheits-Ideal der Zeit, und das Rauchen wurde von gleichberechtigten Damen beliebt gemacht.

Hier wurde eine neue Tabaksorte entwickelt, die "American Blend", eine Kombination aus Virgina, Borley und Türken. Die Trocknung dieses Tabaks erfolgte mit einer neuen Technik, bei der die Wärme durch Metallrohre geleitet wurde. Ungefähr zeitgleich mit dem Alkoholverbot wurden von 1895 bis 1921 in 14 Staaten der Vereinigten Staaten Tabakgesetze verabschiedet, die jedoch nicht sehr erfolgreich waren.

Mit 100.000 Tonnen pro Jahr (aus Frankreich, Italien, Griechenland, Tschechien, der Schweiz und Bulgarien) war die Bundesrepublik in den 30er Jahren der weltweit grösste Einführer. 80% aller männlichen und 20% aller weiblichen Raucher (12,5 Stück pro Tag). Sie haben eine umfangreiche Aktion gegen das Thema Raucher in den Bereichen öffentliche Gebäude, öffentliche Verkehrsmittel und am Arbeitplatz durchgeführt.

Tabakwerbung und Tabakanbau waren ebenfalls strengen Bedingungen zu unterwerfen. 1 ] Hitlers beschrieb ihn als " Rachefeldzug des Rote Manns " (Indianer) an der "weißen Rasse" für Alkoholika. Aber auch die Nationalsozialisten selbst finanzierten SA (Zigarettennamen "Sturm" und "Trommler"), und mit dem Kriege wurden die Tabakverbote wieder deutlich nachgelassen.

Weltkrieges wurde der Zigarettenkonsum rationalisiert; jetzt gab es Raucherkarten: für ausgewachsene Herren, die Anspruch auf 40 Rauchen pro Tag hatten, und für die 25- bis 55-Jährigen, die 20 rauchen. In der Nachkriegszeit wurden sie zu einer zweiten Währung, die durch den vollständigen Zusammenbruch der Konjunktur und des Zahlungsverkehrs florierte.

Das Rauchverbot wurde vorübergehend aufgehoben. Zahlreiche der heute noch geltenden Untersuchungen (z.B. des Wissenschaftsinstituts zur Untersuchung von Tabakrisiken aus der Zeit des Nationalsozialismus) sind untergegangen, das Tabakrauchen wurde erotisch. Französische Spielfilme der ausgehenden 60er und beginnenden 70er Jahre zum Beispiel zeigen anschaulich den nahezu dauerhaften Tabakkonsum auf der Leinwand: So verzichtet er in Sauterts Spielfilm Die Dinge des Leben nur in den Einstellungen, in dem er als sterbendes Wesen inszeniert wird.

Nur mit dem Tode (verursacht durch Rauchen) vieler bekannter Rauchender wie z. B. von Humphrey Beogart (Speiseröhrenkrebs), Garry Cooper, Steven M. Queen oder Jul Brown sowie dem Cowboy aus der Filmwerbung hat sich das Foto verändert. In der abendländischen Kultur ist das Tabakkonsum am weitesten verbreitet. Bekannt ist jedoch, dass nur ein kleiner Teil der aus Zigarettenrauch gewonnenen krebserregenden Stoffe bereits in frischen oder ungebrannten trockenen / fermentierten Tabaken nachgewiesen werden kann.

Auch die Interessengruppen der Tabakbranche bemühen sich, die wissenschaftliche Realität mit eigenen Kommentaren in ein anderes Licht zu stellen. Hühner Hess: Raucher. Tabakerzeugnisse, Kaffe, Tee u. Kakao in ganz Deutschland ('16.-19. Jahrhundert). Steiners, Stuttgarter 2008 und der ISBN-Nr. 978-3-515-09179-4. hat sich auf die Geschichte des Tabakkonsums spezialisiert. Zu: Manfreds Sänger et al. (Hrsg.): Alkoholika und Rauch.

Theme, 2010 bei Thieme, Deutschland und den USA zu sehen sein wird, und zwar unter der Nummer 1.978-3-13-13-146671-6 S. 13-64 und unter der Bezeichnung A. Steiner: Vom Raucher auf Reisen. "Wir lieferten Tabak...." Tabakerzeugung in der Ur-Mark 1993/94 des Instituts für Wissenschaftsfilm (IWF) 1997, bereitgestellt von der Deutschen Zentralbibliothek für Wissenschaft und Technik (TIB), doi:10.3203/IWF/C-1977th Video:

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