Sojaallergie

Soja-Allergie

Allergiker finden hier Tipps und Informationen zu Sojaallergien und bekannten Kreuzallergien. Jetzt stellt sich die Frage, ist Sojaallergie eine Kontraindikation für die Verwendung von Propofol? Soja-Allergie, Hautallergie, Allergie, Allergie, Haut, allergische Reaktionen, Hautallergien, Hautallergien, Sojaallergie. Bessere Beurteilung der Erdnuss- und Sojaallergie. Menschen, bei denen eine Sojaallergie diagnostiziert wurde, sollten lernen, Lebensmittel, die Soja und Sojaprodukte enthalten, zu meiden.

Ausbreitung

Auch wer nicht bewußt Soja-Produkte verzehrt, verbraucht die Komponenten der Bohnen oft in "versteckten" Formen: zum Beispiel als Soja-öl in der Marine und in Speiseölen oder als Sojaöl-Produkt in Süsswaren. Soja-Protein wird auch vielen Fertiggerichten wie Wurstwaren beigemischt. Insbesondere Sojaprotein - ob nun als isoliertes oder in einem Soja-Produkt - kann ebenfalls Allergieauslöser sein.

Etwa 0,3 % der Menschen in Deutschland sind von einer Sojaallergie befallen. Möglicherweise ist die am häufigsten auftretende Art der Sojaallergie die Pollen-assoziierte Lebensmittelallergie. Diese so genannte sekundäre Lebensmittelallergie verursacht zunächst allergische Reaktionen auf Birken-, Haselnuss- oder Erlenpollen. Einige Proteine im Blütenstaub, wie das Pollenallergen Beta v 1, sind in ihrer Struktur einem Sojaprotein ähnlich (Gly m 4).

So können die für die Abwehr verantwortlichen und gegen Pollenallergie überempfindlichen Körperzellen auch an das so genannte Eiweiß koppeln und Allergiesymptome haben. Eine Sojaallergie kann übrigens nicht nur durch Lebensmittel, sondern auch durch das Einatmen von Sojastaub ausgelöst werden. In der Nahrungsmittelindustrie können Arbeiter, die Soja beladen oder weiterverarbeiten, große Staubmengen inhalieren und Allergien auf die Atemwege haben.

Sojaallergie kann in unterschiedlichen Organen milde, aber auch schwere Allergien auslösen: vom so genannten Mundallergie-Syndrom, bei dem die Schleimhäute im Mund und Rachen kribbeln oder anschwellen, bis hin zum anaphylaktischen Schlaganfall mit Kurzatmigkeit und Herz-Kreislauf-Stillstand. Die Gefahr eines Schocksyndroms steigt, wenn die Betroffenen rasch große Anteile eines proteinreichen, wenig prozessierten Sojaproduktes konsumieren - zum Beispiel über sojahaltige Getränke oder über z. B. Eiweißpulver in Stücken.

Der Verdauungstrakt kann ebenfalls beeinträchtigt werden - Magenschmerzen, Brechreiz oder Diarrhö. Allergische Reaktion ist auch die betroffene Stelle - neben Jucken, Rötungen oder Bienenstöcken können durch eine Sojaallergie auch Neurodermitisattacken verstärkt oder ausgelöst werden. Bei einer Immunreaktion nicht über Blütenstaub, sondern unmittelbar auf eine bestimmte Nahrung (an der Darmschleimhaut) wird von einer Hauptnahrungsmittelallergie gesprochen.

Die Sojaallergie ist bei kleinen Kindern stärker verbreitet als bei großen, da die Schutzwirkung der Darmschleimhäute noch begrenzt sein kann. Für viele Menschen schwindet diese Art der Sojaallergie bis zum Alter von 10 Jahren von selbst, weshalb ein Doktor in regelmässigen Intervallen überprüfen sollte, ob die Allergien noch vorhanden sind. Ist eine Sojaallergie vorhanden, verdeutlicht der Mediziner oder die Medizinerin zunächst in einem GesprÃ?ch Ã?ber die Leiden und ErnÃ?hrungsgewohnheiten.

Sie erhalten dann unter medizinischer Aufsicht kleine Portionen Sojaeiweiß. Soja-Allergien können noch nicht wirksam behandelt werden. Deshalb müssen die Beteiligten vermeiden, dass Soja-Allergene entstehen. Das Allergieerreger (Gly m 4), auf das der Erkrankte mit einer Pollen-assoziierten Sojaallergie reagiert, ist in der höchsten Dosierung in Soja-Proteinen enthalten.

Soja-Getränke, Tofus und Soja-Flocken beinhalten auch mehr. Proteinarme oder fettfreie Öle und deren Präparate, wie z.B. Lecithine, werden von Pollenallergikern mit einer Pollen-assoziierten Sojaallergie oft gut toleriert. Aber auch Menschen mit einer Primärsojaallergie sprechen auf proteinarme und hoch entwickelte sojahaltige Erzeugnisse an. Allerdings schützt dies nicht vor einer Kontamination durch Sojaprotein im Produktionsprozess .

Daher sollten Patientinnen und Patienten mit nachgewiesener Sojaallergie ihre Hausärzte über die Erkrankung unterrichten. Der Arbeitskreis für Allergene der österreichischen Fachgesellschaft für Haut- und Venerologie kommt jedoch zu dem Schluss, dass der Eiweißgehalt in Arzneimitteln mit Sojaöl-Komponenten nicht ausreicht, um Allergien hervorzurufen. Personen mit einer starken Sojaallergie, bei denen schon geringe Anteile an Sojaprotein einen aphytischen Schock hervorrufen können, müssen ein Notfall-Set mit sich führen, das aus einem Adrenalin-Autoinjektor, einem Corticosteroid (flüssig oder in Tablettenform) und einem Antihistamin ("flüssig oder in Tablettenform") besteht.

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