Schlafapnoe Impotenz

Impotenz der Schlafapnoe

Hat die obstruktive Schlafapnoe (OSA) eine Erektionsstörung zur Folge? Das Schnarchen ist nicht sexy: Führt Schlafapnoe zu Impotenz? Ohnmachtsanfälle, Gewichtszunahme, Nachtschweiß und Alkoholunverträglichkeit sind typische Symptome von Bogenschützen mit Schlafapnoe. Beim obstruktiven Schlafapnoe schließt sich die Kehle beim Einatmen.

Die Schlafapnoe verursacht eine Erektionsstörung.

Die Sauerstoffmangelerscheinung beim Schlaf-Apnoe- Syndrom ist mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko verbunden. Forscher haben den Bezug zwischen Schlafapnoe und Erektionsstörung erforscht. Zu diesem Zweck wurden mehr als 400 Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf Schlafapnoe einer ausführlichen Schlafdiagnostik (Polysomnographie) unterworfen. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass das Schlaf-Apnoe- Syndrom, besonders der Sauerstoff-Mangel in der Nacht, viel mehr zur Entwicklung der Erektionsstörung beizutragen hat.

Die Ärzte wollen diese These nun in weiteren Arbeiten erproben. In einem Verbundprojekt wurden die Arbeiten von PD Dr. Stephan Budweiser, Klinikum für Lungenheilkunde und Schlaflosigkeit Donautauf (Ärztlicher Leiter Prof. Dr. Michael Pfeifer), Dr. Michael Arzt, Abteilung für Interne Chirurgie II am Uniklinikum Regensburg (Prof. Wolf Wieland) und Wissenschaftler an der LMU München durchführt.

Eine offenkundige Erektionsstörung wurde bei 69% der Patientinnen mit bestätigtem Schlaf-Apnoe- Syndrom gefunden. In der statistischen Bewertung wurde die frühere Auffassung bestätigt, dass sowohl das Lebensalter als auch viele Begleitkrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck und Zuckerkrankheit mit einer Erektionsstörung verbunden sind. Zudem wurde zum ersten Mal nachgewiesen, dass der Mangel an Nachtsauerstoff auch eine starke, unabhängige Beziehung zu erektiler Funktionsstörung und anderen sexuellen Funktionen hat.

Zusätzlich zum Lebensalter gab es auch den stärksten Einfluss auf den nachts auftretenden Atemsauerstoffmangel. Die Erektionsstörung (erektile Dysfunktion) bei Menschen ist nach wie vor ein Tabuthema. Jüngste Untersuchungen zeigen jedoch, dass bis zu zwanzig Prozent der über 20-jährigen Menschen an solchen Krankheiten erkranken. Zudem ist bei Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Zuckerkrankheiten (Diabetes mellitus) jeder zweite Mann davon befallen, bei Älteren bis zu 70%.

Erektile Funktionsstörung (erektile Dysfunktion) kann durch unterschiedliche Faktoren verursacht werden, aber in früheren Untersuchungen wurde bereits ein Bezug zwischen Schlafapnoe und erektiler Funktionsstörung festgestellt. Die Schlafapnoe, die durch laute Schnarchgeräusche und nächtliche Atembelastung charakterisiert ist, ist eine Volkskrankheit. Es ist vor allem mit einer ausgeprägten Tagesmüdigkeit und verminderter Leistungsfähigkeit verbunden, ist aber auch ein Gefahrenfaktor für die Entwicklung von Gefäßverkalkungen und damit verbundenen Krankheiten wie z. B. Herzanfall und Hirnschlag.

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