Schlafapnoe Hypertonie

Apnoe-Schlafapnoe Hypertonie

("ESH") entwickelte Empfehlungen für die Behandlung von Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe und Bluthochdruck. Bluthochdruck-Risiko. k -- Lavie P, Herer P, Hoffstein V. Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom als Risikofaktor für Bluthochdruck : Bevölkerungsstudie. Obstruktive Schlafapnoe war zu Recht eine Waise im.

linken Herzen) mit unklarer Ursache; schwer einzustellende Hypertonie (Bluthochdruck). Die obstruktive Schlafapnoe und die arterielle Hypertonie: therapeutische Ansätze.

Die Schlafapnoe war die Hauptursache für resistente Hypertonie.

Selbst bei einer vierfachen Kombination von Medikamenten ist der Bluthochdruck eines Übergewichtigen kaum gesunken. Die hinderliche Schlafapnoe wurde im Schlaf-Labor als Grund für den Bluthochdruck identifiziert. Stark erhöhte Blutdruckwerte können sich auch unter CPAP-Therapie verbessern. Selbst bei fünffacher Kombination kann der Druck nicht kontrolliert werden. Dabei sind alle Gründe für eine Sekundärhypertonie (scheinbar) nicht ersichtlich.

Es kann sich lohnen, einen Einblick in die Sauerstoff-Sättigung bei Nacht zu werfen. "Obstruktives Schlaf-Apnoe- Syndrom ist eine der vier häufigsten Gründe für Sekundärhypertonie ", unterstrich der ehemalige Universitätsprofessor Thomas Philipp auf der Jahreskonferenz der High Pressure League in Berlin. "Bei sekundärer Hypertonie bedeutet häufig", dass mehr als ein Prozentsatz aller Bluthochdruckpatienten ihren Blutdruck einem behindernden Schlaf-Apnoe- Syndrom haben.

Zu den drei anderen verbreiteten Arten der Sekundärhypertonie gehören die renoparenchymatische Hypertonie, die renale Hypertonie bei Nierenarterienstenose und der Mineralokortikoidüberschuss bei Nebennierenrindenkrebs. Bei einer von der Berliner Chemischen Gesellschaft unterstützten Aktion berichtet Philipp über einen Patient mit Stoffwechselsyndrom, der seit über zehn Jahren an arterieller Hypertonie leidet und trotz einer antihypertensiven Mehrfachkombination - also zehn Kapseln pro Tag - einen arteriellen Druck von 190/115 mmHg hat.

Unter anderem beschreibt der Kranke Ermüdung und Leistungsabfall. "Eine gewisse Wirkung konnten wir durch die optimierte medikamentöse Versorgung erzielen, aber das Resultat war nicht zufriedenstellend", so Philipp. Nur als man sich entschied, dem Kranken ein tragbares Überwachungsgerät zu schenken, das die Sauerstoff-Sättigung in der Nacht messen kann, kam der große Erfolg in der Nachbehandlung.

"Die Patientin hatte in der Nacht mehrere minutenlang eine Sauerstoff-Sättigung unter 75 Prozent", sagte Philipp. Danach ging der Kranke direkt ins Schlaf-Labor, wo die hinderliche Schlafapnoe sicher abgesichert werden konnte. Die CPAP-Therapie verbessert die Behandlung der chronischen Sauerstoffmangel und damit den Druck im Blut. Vor der generellen Annahme, dass eine CPAP-Therapie sowieso nicht möglich sei, hat Philipp gewarnt.

Die Schlafapnoe als Faktor für Bluthochdruck

Zwischen zwei und vier Mio. Menschen in Deutschland haben eine obstruktive Schlafapnoe (OSA), auch bekannt als Schlafapnoe-Syndrom (SAS). Durch den Zusammenbruch der Oberatmung kommt es zu wiederholten Atemstillständen im Laufe des Schlafs - mit weit reichenden Konsequenzen (siehe Kasten). Atemstillstände im Laufe des Schlafs führen zu einer Abnahme der Sauerstoff-Sättigung im Gehirn und einer sichtbaren Aufwachreaktion im EEG.

Herzschlag und erhöhter Puls, vaskuläre Veränderungen treten auf und das Herz-Kreislaufrisiko steigt. Die Schlafapnoe ist neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vorzeitiger Mortalität auch mit einer niedrigen Lebens- Qualität (insbesondere durch Tagesschläfrigkeit), neu kognitiven Ausfällen und Stoffwechselstörungen verbunden. Die Methode der Auswahl ist die Überdruckbelüftung mit einer Beatmungsmaske (Continuous Positiv Airway Pressure, CPAP), wodurch der Patient ständig mit Raumluft versorgt wird und die Frequenz der Atempausen verringert wird.

In randomisierten kontrollierten Versuchen konnte nachgewiesen werden, dass eine CPAP-Behandlung die Tagesmüdigkeit bei Patientinnen mit mittelschwerer bis schwerwiegender Schlafapnoe reduzieren und damit die Lebensbedingungen verbessern kann. Zudem gibt es kaum noch einen Kausalzusammenhang zwischen der obstruktiven Schlafapnoe und dem hohen Blutdruck (siehe Kasten). Die CPAP-Therapie reduziert das Herz-Kreislaufrisiko der Erkrankten.

Medizinische Richtlinien zur Behandlung der Hypertonie beziehen sich daher auch auf die "Suche" und Behandlung der Schlafapnoe, vor allem bei therapierefraktärer Hypertonie. Verringert CPAP die Häufigkeit von Bluthochdruck? Ob ein frühzeitiger Behandlungsbeginn bei Schlafapnoepatienten eine Hypertonie verhindern kann, ist noch nicht ausreichend erforscht. An der randomisierten kontrollierten klinischen Prüfung des Spanish Sleep and Breathing Network nahmen 723 Patientinnen und Patienten teil, die an Schlafapnoe leiden und nicht an Tagesmüdigkeit leiden.

Allen Teilnehmern wurden Ernährungstipps und Informationen zur Schlaf-hygiene gegeben. Davon wurden 357 Stück mittels einer Atemschutzmaske mit Überdruckbelüftung nachbehandelt. Der primäre Endpunkt der Studie war entweder die Häufigkeit von Bluthochdruck (definiert als Hypertonie über 140/90mmHg oder der Bedarf an blutdrucksenkenden Medikamenten) oder kardiovaskulären Ereignissen wie nicht-tödlichem Herzinfarkt oder Hirnschlag, Krankenhausaufenthalt wegen einer instabilen Angina pektoris oder Herzrhythmusstörung, kardiovaskulärer Tod).

Nach drei, sechs und zwölf Monate und fortan im Jahr. In der CPAP-Gruppe wurden nach einer durchschnittlichen Beobachtungsdauer von vier Jahren 357 und in der Vergleichsgruppe 366 Patientinnen und Patienten miteinbezogen. Bei 147 Patientinnen und Patienten wurde im Verlauf der Studie eine neue Hypertonie diagnostiziert und 59 Herz-Kreislauf-Erkrankungen beobachtet.

In der CPAP-Gruppe trat bei 68 Patientinnen und Patienten hoher Blutdruck auf, bei 28 in der Vergleichsgruppe 79 bzw. 31 Fällen. Die Studie zeigte, dass sich nicht alle Patientinnen und Patienten einer konsequenten CPAP-Therapie unterzogen haben, die die Resultate hätte verfälschen können.

In einer Untergruppenanalyse teilten die Autorinnen und Autoren daher die Patientinnen und Patienten der CPAP-Gruppe in diejenigen, die sich weniger als vier Std. pro Tag einer Behandlung unterzogen haben (n = 127, 36%) und diejenigen, die sie für wenigstens vier Std. angewendet haben (n = 230). CPAP-Belüftung von vier oder mehr Std. hat zu einer deutlichen Reduzierung von Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen geführt, d.h. die Häufigkeitsrate wurde um 28% reduziert (Inzidenzdichteverhältnis 0,72, 95% CI 0,52 bis 0,98, p = 0,04).

Auch wenn die Bedeutung der Untergruppenanalyse beschränkt ist, deutet sie doch darauf hin, dass die Behandlung von arteriellem Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach Ansicht der Studienautoren und Kommentierer verhindert werden könnte, wenn sie für einen Zeitraum von wenigstens vier Wochenstunden pro Abend eingenommen wird. Eine weitere Untersuchung untersuchte, ob mit Hilfe von KPAP das Wiederauftreten von Bluthochdruck bei Patientinnen mit einer obstruktiven Schlafapnoe verhindert werden kann.

Darunter waren 1889 Teilnehmende, die von Jänner 1994 bis Dez. 2000 in ein Schlafmedizinzentrum aufgenommen wurden und deren körperliche Funktionen während der ganzen Nacht durch eine nächtliche Polysomnographie ständig überwacht wurden. In Anbetracht der verschiedenen Einflussfaktoren (z.B. Body-Mass-Index) wurde das Bluthochdruckrisiko bei Patientinnen mit einer obstruktiven Schlafapnoe mit dem der Vergleichsgruppe (keine Obstruktion der Schlafapnoe, n = 310) mit einer Beatmungsmaske abgeglichen.

Bei den Schlafapnoe Patientinnen und Patienten wurden vier Evaluierungsgruppen gebildet: 462 Personen, die sich als untauglich für eine CPAP-Behandlung erwies ( (1), 195 Personen, die die Behandlung im Verlauf der Studie abgebrochen hatten (2), 98 nicht-adhäsive Personen (3), 824 Personen, die mit CPAP fortlaufend therapiert werden konnten (4). Im Vergleich zur Vergleichsgruppe war das Bluthochdruckrisiko in den Klassen 1 bis 3 erhöht (bereinigtes Hazard Ratio, HR; Klasse 1: 1,33, Klasse 2: 1,96, Klasse 3: 1,78).

Bei den fortlaufend behandelten Patientinnen und Patienten ging sie jedoch um 29% zurück (HR 0,71, 95% CI 0,53 bis 0,94). Die 705 Patientinnen und Patienten, die während des Untersuchungszeitraums eine Hypertonie hatten, wurden prozentual wie folgt aufgeteilt (in der Klammer p-Wert für die Differenz zur nicht an einer obstruktiven Schlafapnoe leidenden Vergleichsgruppe mit 25% Inzidenz):

Aus den Resultaten schließen die Autorinnen, dass die nicht behandelte Schlafapnoe ein unabhängiger Faktor für die Entstehung von Bluthochdruck ist und dass die CPAP-Behandlung das Risiko von Bluthochdruck mindert. Das bedeutet zum Beispiel, dass Patientinnen und Patienten, die mit einer Atemschutzmaske einer Überdruckbelüftung zustimmen, in der Regel gesünder und damit besser vor Bluthochdruck schützen können; im Fall einer stichprobenartigen Untersuchung gibt es diese "Option" nicht.

Laut den Autorinnen ist das Phänomen der randomisierten Studie, dass die Überdruckbelüftung mit einer Atemschutzmaske (CPAP) zum Standard in der hinderlichen Schlafapnoe geworden ist. Es ist daher fraglich, einigen Patientinnen und Patienten diese Möglichkeit der Behandlung über einen langen Zeitabschnitt zu verwehren. Ein begleitendes Leitartikel besagt, dass diese beiden Untersuchungen viel zum besseren Verstehen des Zusammenhangs zwischen Schlafapnoe und Bluthochdruck und den Vorteilen der CPAP-Therapie beizutragen haben.

Mittlerweile ist deutlich geworden, dass die Obstruktion der Schlafapnoe ein erhöhtes Bluthochdruckrisiko ist. Es gibt starke, aber nicht evidenzbasierte Hinweise, dass eine CPAP-Behandlung dieses Problem mindern kann. Nichtsdestotrotz werden in den nächsten Jahren weitere Untersuchungen nötig sein, um die vielen noch ungeklärten Fragestellungen zu beantworten - z.B. die optimale Behandlungszeit für die Überdruckbelüftung mit einer Beatmungsmaske.

Zweifellos ist es laut den Beobachtern notwendig, eine Schlafapnoe zu erkennen und zu therapieren, um Symptome, Lebensbedingungen und Herz-KreislaufEndpunkte zu bessern. JM, Marine, et al: Zusammenhang zwischen behandelter und unbehandelter obstruktiver Schlafapnoe und Bluthochdruckrisiko. 307 (20):2169-2176. doi:10.1001/jama.2012.3418. Barbara, F, et al : Einfluss des kontinuierlichen positiven Atemwegsdrucks auf die Inzidenz von Bluthochdruck und kardiovaskulären Ereignissen bei nicht schlafenden Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe : eine randomisierte kontrollierte Studie.

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