Sauerstoffgabe bei Copd

Zugabe von Sauerstoff bei Copd

Beim arteriellen Blut - dem Blut, das vom Herzen wegfließt - ist zu wenig Sauerstoff an die roten Blutkörperchen gebunden. Dadurch können die Organe und Zellen des Körpers nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Zu den Ursachen der chronischen Hypoxämie gehören schwere Lungenerkrankungen wie COPD. Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) bilden eine Ausnahme. Beispielsweise warnen internationale Richtlinien vor hohen Dosen von Sauerstoff.

Vorgeschichte: Die

Welchen Einfluss hat die Titration von COPD bei einer Verschlimmerung kurz vor dem Krankenhausaufenthalt auf die Sterblichkeit im Gegensatz zur konventionellen Sauerstoffverabreichung bei hohem Durchfluss (high flow oxygen)? Background: Bei COPD und akuter Verschlimmerung wird in der Regel eine Sauerstoffzufuhr durchgeführt. Derzeit wird die Fragestellung erörtert, ob die Titration von Stickstoff gegenüber der Verabreichung von Stickstoff bei hohem Durchfluss (High-Flow-Sauerstoff) vorteilhaft sein könnte, da unterschiedliche Studienresultate in diese Richtungen deuten.

Die Verabreichung von Oxygen mit hoher Durchflussrate ist trotz zunehmender Hinweise in mehreren Staaten üblich. Notfall-Transport ins Krankenhaus wegen Kurzatmigkeit und bestehender oder drohender COPD. EMTs diagnostizierten eine COPD aufgrund von akuten respiratorischen Symptomen, einem bekanntem COPD (oder Emphysem) oder einem Rauchzustand von mind. 10 Packjahren (py) (retrospektiv wurde diese Diagnostik gemäß den Leitlinien und einer definierten Untergruppe verifiziert).

Im Krankenwagen wurden alle Patientinnen und Patienten in das Studienkrankenhaus mitgenommen. Zusätzlich zur Sauerstoffzufuhr wurde der Patient mit einem Bronchodilator und anderen Medikamenten nach den Leitlinien des Tasmanianischen Rettungsdienstes behandelt. Der Zufallsgenerator waren die Sanitäter (Cluster), nicht die Erkrankten. Intervention 1: Titrierung durch Sanitäter mit dem Zweck einer Arteriensättigung von 88 bis 92%.

In der 13monatigen Studie wurden 405 passende Patientinnen und Patienten ins Krankenhaus gebracht: 226 wurden von Kontrollgruppen-Sanitätern und 179 von Interventionsgruppen-Sanitätern versorgt. Bei der Untergruppe der 214 Patientinnen und Patienten mit COPD wurden 117 (pro Protokoll: 92) von Kontrollgruppen-Sanitätern und 97 (pro Protokoll: 43) von Interventionsgruppen-Sanitätern betreut.

Im Rahmen der Intention-to-treat-Analyse für alle Patientinnen und Patienten wurde eine signifikante Differenz in der Sterblichkeit zwischen den beiden Patientengruppen festgestellt: Sterblichkeit lag bei 9% (21 Todesfälle) in der Vergleichsgruppe gegenüber 4% (sieben Todesfälle) in der Eingreifgruppe. Das bedeutet ein um 58% geringeres Restrisiko in der Eingriffsgruppe im Vergleich zur Vergleichsgruppe (relatives Risiko[RR] 0,42, 95%CI 0,20-0,89, statistische signifikante Differenz).

Ebenfalls eine Mortalitätsrate von 9% (11 Todesfälle) in der Vergleichsgruppe gegenüber 2% (2 Todesfälle) in der interventionellen Gruppe (RR 0,22, 95% KI 0,05-0,91, statistische signifikante Differenz). Sämtliche Sterbefälle traten nach dem Eintreffen im Krankenhaus auf, 70% davon innerhalb der ersten 5 Tage nach dem Krankenhausaufenthalt. Es gab keine wesentlichen Abweichungen in den Ergebnissen zwischen den einzelnen Bevölkerungsgruppen, weder in der Gesamtbevölkerung noch in der COPD-Untergruppe.

Die protokollarische Auswertung zeigte deutliche Differenzen in der Blutgasanalyse in der COPD-Gruppe (signifikant weniger Atemwegsazidosen durch Hyper-Kapnie in der Interventionsgruppe). Anmerkung: Die Autorinnen schließen aus den Resultaten, dass bei Patientinnen mit Atemnotsituation und einer bestehenden COPD oder einem Risikofaktor für einen Menschen, dessen Sauerstoff-Sättigung auf 88 bis 92% gesenkt wurde, das Sterblichkeitsrisiko durch Atemstillstand im Vergleich zu den mit konventioneller Sauerstoff-Therapie behandelten Patientinnen gesenkt werden konnte.

In der Gesamtbevölkerung lag dieser Rückgang bei 58%, verglichen mit 78% bei COPD-Patienten. Weniger häufig hatten Patientinnen mit COPD, die nach dem Verfahren titrierten Sauerstoff erhalten hatten, auch Atemwegsazidose und Hyper-Kapnie. Zu den Einschränkungen der Untersuchung gehörte eine geringe Anzahl korrekter Protokollkonformität in Bezug auf die Sauerstofftherapie vor dem Krankenhausaufenthalt (in der COPD-Gruppe wurden 37% nicht behandelt) und die Bestimmung der Blutgaswerte (nur 11% der Arterienproben wurden innerhalb der ersten 30 min nach dem Krankenhausaufenthalt entnommen).

Es war auch nicht möglich, die Form der Fortsetzung der Oxygenierung nach dem Krankenhausaufenthalt zu überprüfen.

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