Röteln

Rubeola

Helle rote Flecken: typisch für Röteln. Die Röteln sind eine typische Kinderkrankheit, die durch das Röteln-Virus verursacht wird. Die Röteln sind eine Kinderkrankheit, betreffen aber auch Erwachsene. Vor allem schwangere Frauen müssen sich vor einer Rötelninfektion hüten. Finde etwas über die Krankheit Röteln heraus:

Rubeola (Röteln)

Und die Röteln? Die Röteln gelten als typisch für die Kindheit, da die Infektion in der Regel im Kindesalter zwischen fünf und neun Jahren auftritt. Menschen, die bereits Röteln gehabt haben, sind (normalerweise) ein Leben lang gegen den Krankheitserreger gefeit. Es gibt auch eine Impfung gegen das Röteln-Virus. Die Krankheitserreger der Röteln sind die Röteln-Viren, die auf der ganzen Welt vorkommen. Menschen sind das einzigste Vorkommen von Röteln.

Bei einer Infektion verstreichen zwei bis drei Monate (sog. Inkubationszeit), bevor die ersten Anzeichen auftauchen. Zu Beginn der Erkrankung treten gelegentlich untypische Beschwerden wie erhöhte Temperatur, Kopfschmerzen, Gliedmaßen und Halsentzündungen sowie Bindehautentzündungen auf. Doch nicht jeder, der mit Röteln infiziert ist, erkrankt: 25 bis 50 Prozent aller Röteln-Infektionen sterben still, d.h. ohne Vorzeichen.

Doch egal wie die Erkrankung ausfällt: Wir haben keine Chance: In der Regel führen die Infektionen zu einer dauerhaften Abwehr. Röteln-Infektionen während der Trächtigkeit stellen eine große Bedrohung für das Kind dar. Das liegt daran, dass die Rötelkreideviren auch über die Blutbahn das Kind erreicht und seine Zellen infiziert. Falls die Mutter durch eine ältere Rötelnkrankheit oder eine ältere Schutzimpfung geschont wird, gibt es keine Gefährdung für das kind.

Die Symptome einer Rubellainfektion, vor allem in den Fingern, sind bei älteren Menschen stärker ausgeprägt als bei anderen. Sie verschwinden von selbst, nachdem die Erkrankung abgeklungen ist. Die Röteln entwickeln sich kaum zu einer Enzephalitis, aber auch dann heilen sie in der Regel ohne dauerhafte Einbußen ab.

Eine sehr seltene Erkrankung ist die starke fortschreitende Röteln-Pancephalitis. Wird eine Rötelninfektion vermutet, sollte der behandelnde Arzt aufsucht werden. Wenn Sie mit einer nicht geimpften und Röteln aufweisenden Frau in Berührung gekommen sind, können Sie sich von Ihrem behandelnden Arzt entweder aktivieren oder deaktivieren lassen. In diesem Falle kann auch ein Praxisbesuch hilfreich sein, um sich über die Impfung zu informieren.

Nach 14 bis 21 Tagen nach der Infektion kommt es zu einem typischen Rötelnhautausschlag, der dem behandelnden Arzt die Diagnostik erleichtert. Selbst wenn die Hautsymptome dem behandelnden Arzt die Erkrankung deutlich anzeigen, kann es Sinn machen, Röteln-spezifische Blutantikörper oder ggf. sogar die Erbmasse (RNA) der Erreger zu erkennen. Ein solcher Bluttest ist besonders für die Schwangeren von Bedeutung, damit klar ist, ob eine Röteln-Infektion vorkommt.

Vor allem der Umgang mit ungenügend geschützten Müttern sollte unter allen Umständen unterbleiben. Das Hauptziel der Therapie ist es, die Krankheitssymptome zu mildern. In welcher Weise und wann antipyretische Massnahmen Sinn machen, wird am besten mit dem behandelnden Arzt erörtert. Informieren Sie sich bei Ihrem Hausarzt oder Pharmazeuten! Für die Frau ist die Rötelnimpfung besonders bedeutsam, denn wenn eine nicht geimpften Mütter mit Röteln infiziert wird, droht eine schwerwiegende Schädigung des Muttertieres.

Gemäß den Ratschlägen der Standing Vaccination Commission (STIKO) sollte die Röteln-Impfung einmal im Lebensalter von 11 bis 14 Monaten und ein zweites Mal mindestens vierwöchentlich, vorzugsweise aber vor dem 24. Häufig wird eine Injektionsspritze zur gleichzeitigen Schutzimpfung gegen Milben, Röteln, Masern und evtl. auch Pocken (MMRV-Impfung) eingesetzt.

Röteln-Impfungen können auch für einige Erwachsene ohne geeigneten Impfschutz nützlich sein: zum Beispiel für Kinderwunschfrauen, Kindergärtnerinnen oder Krankenhausmitarbeiterinnen auf der Kinderabteilung. Impfungen werden ungeachtet des Alters gut toleriert. Zur Vorsorgeuntersuchung während der Trächtigkeit zählt auch die Ermittlung des Röteln-Titers. Bereits ab einem Titrationswert von 1:32 wird der Krankheitsschutz als garantiert angesehen.

Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob Sie einen genügenden Krankheitsschutz haben, sollten Sie sich vor der Geburt an Ihren Frauenarzt oder Familienarzt wenden. Eine Titerbestimmung und/oder eine Rötelnimpfung kann bei Bedarf ausreichen. Wenn Menschen ohne Krankheitsschutz mit einem Röteln-Infizierten in Berührung gekommen sind, kann eine schnelle Schutzimpfung die Seuche möglicherweise noch vorbeugen.

Gegen das Röteln Virus werden Antikoerper eingesetzt, die vor einer Krankheit schuetzen koennen. Dies ist besonders geeignet für die Schwangeren, die mit einer an Röteln leidenden Frau in Berührung gekommen sind und nicht über genügend Röteln-Antikörpertiter verfügten. Deshalb sollten die Betroffenen so schnell wie möglich ihren Gynäkologen konsultieren und er wird die notwendigen Massnahmen ergreifen.

Menschen sind der alleinige Träger des Röteln-Virus. Das ist deshalb von Interesse, weil, wenn die Population ausreichend geimpft wäre, dieses Erreger - und damit auch die Seuche - ausgelöscht werden könnte. Noch immer werden nach Schätzung der World Health Organization WHORO jedes Jahr 100.000 weitere Babys mit den schwerwiegenden Konsequenzen einer Rubellainfektion zur Welt gebracht.

Als erstes deutsches Bundesland war es frei von Rötungen. Von dieser Zielvorgabe ist man noch weit weg, denn nicht alle Familienmitglieder ließen ihre Sprösslinge doppelt gegen die Infektion durchimpfen.

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