Regeneration Körper nach Rauchstopp

Körperregeneration nach Rauchstopp

Der Körper ist ständig damit beschäftigt, sich zu regenerieren. Bestmögliches Beispiel: Die Neubildung unserer Haut nach einem schlimmen Sonnenbrand. Der Körper atmet in den sechs Wochen der Fastenzeit auf. Der giftige Zigarettenrauch beginnt sich zu regenerieren. Sie werden nach kurzer Zeit viele Veränderungen bemerken, andere dauern länger.

Feinststaub von der Zigarette als vom Lastwagen

Eine italienische Forschergruppe konnte in einem Versuch beweisen, dass zwei Rauchen mehr feinen Staub erzeugen als ein Lastwagen. Bei einer Umfrage unter den Beschäftigten wurde festgestellt, dass 43% von ihnen rauchen. Zum Schutz der Nichtrauchergesundheit und zur Förderung der Raucherentwöhnung bei Nichtrauchern wurde auf dem Firmengelände ein völliges Raucherverbot auferlegt.

Allerdings waren einige der Raucher der Ansicht, dass diese Massnahme unangebracht sei, da die Lkw bereits die Umgebungsluft verschmutzen. Eine Forschungsgruppe unter der Führung von Frau Dr. med. Cinzia D. Marcos führte dann ein spannendes Versuch durch, um den hohen Feinstaubgehalt von Tabakwaren zu veranschaulichen. Ein Behälter, zwei Lastwagen und vier Kippen waren an dem Versuch beteiligt. Mit dabei.

Zuerst wurde der Abzug des ersten Lastwagens über einen Luftschlauch mit dem Behälter verbundn. Das Fahrzeug, das sich bereits erwärmt hatte, blies dann im Stillstand acht Min. lang seine Gase in den Auffangbehälter. Vor und nach den Daten der Feinstaubbeladung werden Messinstrumente zur Verfügung gestellt. Der Behälter wurde dann gut belüftet, was durch weitere Messungen von Feinstaub bestätigt wurde. Danach betrat ein Mitarbeiter den Behälter und rauchte in acht Min. zwei Zigarren.

Dieser Vorgang wurde mit dem zweiten Lastwagen und zwei weiteren Kippen wiederaufgenommen. Das Ergebnis der Messung ist erstaunlich: Die Rauchgase der Rauchgase im Behälter sind wesentlich höher als die der Lastwagen. Bei zwei von drei Partikelklassen waren die Zigarettenwerte noch mehr als zweimal so hoch wie bei Lastkraftwagen.

So konnte das Forscherteam zeigen, dass die Zigarette eine nicht zu vernachlässigende Ursache für die Luftverunreinigung ist. Nichtraucher sollten daher nach Möglichkeit auch im Außenbereich berücksichtigt werden. Besser wäre es natürlich, mit dem Tabakkonsum ganz aufhören. Hinweise zur Raucherentwöhnung finden Sie hier.

Bis zu 20 Min. ohne Zigaretten

Nach 20 min. nach der letzen Zigarre normalisiert sich der Druck und der Pulsschlag. Diese werden beim Zigarettenrauchen verstärkt, weil das Nicotin in den Rauchgasen das Sympathikus aktivieren kann, was den Körper in einen Zustand der Entzugsbereitschaft bringt. Nach dem Rauchstopp fällt der Kohlenmonoxidspiegel im Körper auf ein Normalmaß ab und der Sauerstoffanteil im Körper nimmt zu.

Bereits zwei Tage nach der letzen Kippe beginnt sich der Geruchs- und Geschmacksinn zu erholen. Diese sind vom Tabakkonsum betroffen. Drei Tage später entspannt sich die Luftröhre und die Atmung wird erleichtert. Es ist kein Nicotin mehr im Körper. Wenige Wochen nach der letzen Zigarre hat sich die Blutzirkulation gebessert.

Die Reizung des Hustens nimmt ab, weil die Wimpern in der Lunge, die Fremdkörper beseitigen, nachwachsen. Ein Jahr ohne Zigarette reduziert sich das Herzkrankheitsrisiko um die Haelfte. Das Lungenkrebsrisiko ist nach zehn Jahren nur halbiert so hoch wie das eines Rauchers. Nach 15 Jahren ist das Herzinfarktrisiko so niedrig wie für jemanden, der noch nie zuvor rauchte.

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