Rauchen Aufhören Krebsrisiko

Das Rauchen aufhören Krebsrisiko

Ein vollständiger Rauchstopp ist jedoch erforderlich. Es hat wenig Sinn, die Zahl der täglich gerauchten Zigaretten zu reduzieren. Krebserreger im Tabak: Was macht das Rauchen so gefährlich, Nikotin oder Teer? Ist es für die Betroffenen überhaupt noch lohnenswert, mit dem Rauchen aufzuhören? Das Bronchialkarzinom wird durch Rauchen verursacht.

Rauchstop: Krebsvorsorge für den ganzen Organismus

Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören: Das Krebsrisiko nimmt im Gegensatz zu denen, die weiter rauchen, ständig ab. Je mehr Menschen rauchen, desto früher beginnen sie zu rauchen, desto mehr toxische und krebserregende Substanzen enthalten der Rauchen. Bei vielen dieser Tatsachen trifft das genaue Gegenteil zu: Sie können Ihr Krebsrisiko mindern.

Wenn ein Dauerraucher im 75. Lebensjahr ein Bronchialkrebsrisiko von etwa 16% hat, sind es nur etwa 10%, wenn er im 60. Mit einer Rauchunterbrechung bei 50 liegen die Risiken bei acht und bei 40 nur bei drei Prozentpunkten. Also, je eher Sie aufhören, desto besser.

Lebenslang krank wurden dagegen Menschen mit einer Frequenz von 0,4 Prozentpunkten (BMJ 2000; 321: 323). Selbst wenn Sie nur die Anzahl der jeden Tag rauchenden Kippen reduzieren, werden Sie etwas erreichen. Laut dänischen Forschern, die auf einer Populationsstudie mit knapp 20.000 Probanden basieren, verringert die Begrenzung der Anzahl der täglichen Rauchgase von 20 auf zehn das Risiko von Lungenkrebs um 27 Prozentpunkte.

Hört sich gut an, ist aber kaum erwähnenswert, wenn man bedenkt, dass Ex-Raucher 83% weniger gefährdet sind als diejenigen, die weiterhin stark rauchen (JAMA 2005, 294: 1505). Seit 2005 steht im Deutschen Krebsforschungszentrum die Telefonhotline "Rauchfrei am Arbeitsplatz" zur Verfügung. Über 90 Stoffe im Rauch sind nachweislich krebserregend oder krebsverdächtig.

Diese krebserregenden Stoffe schaden der Erbsubstanz. Dies begünstigt auch die Entstehung von Karzinomen. Neben Bronchialkrebs gibt es einen klaren Bezug zum Rauchen bei Krebserkrankungen von Mundhöhle, Nase und Rachen, Hals, Bauchspeicheldrüse und Leberkrebs, Nierenkrebs, Blasenkrebs und bei Brustkrebs und Gebärmutterkrebs bei der Frau. Es sei darauf hingewiesen, dass nach Aussage des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in der Lunge, in der Mundhöhle und im Kehlkopf bis zu 90 % der Krebserkrankungen durch Rauchen verursacht werden.

Die Brustkrebs-Rate von Patientinnen, die in ihrer Jugend mehr als zehn Jahre lang Passivrauchen mussten oder als Erwachsener 20 Jahre zu Hause oder zehn Jahre am Arbeitsplatz geraucht hatten, war um 32% höher als bei der Frau, die nie Passivrauchen musste (BMJ 2011; 342: d1016). Die Zeit zwischen dem Eintritt der Geschlechtsreife und der Trächtigkeit ist daher die Zeit, in der ein besonders großes Brustkrebsrisiko besteht.

Die Untersuchung ergab auch, dass das Rauchen von Teenagern das Risiko von Brustkrebs erhoeht. Weshalb müssen in ganz Europa früher Menschen getötet werden als sie? Die schottischen Forscher haben nach Informationen der Agentur für Nachrichtentechnik (dpa) festgestellt, dass auch das Rauchen wesentlich dazu beiträgt. In diesem Land ist die halbe Sterblichkeitsdifferenz zwischen Mann und Frau auf die Zigarette zurückzuführen, etwa ein Viertel auf die alkoholische Getränke.

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