Psychische Alkoholabhängigkeit

Alkoholabhängigkeit

Die psychische Störung und Verhaltensänderung, die auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen ist, äußert sich nicht nur im abnormen Trinkverhalten, sondern auch in psychopathologischen Störungen. Man lernt: Alkohol lindert unangenehme Gefühle. Wir sind besser mit Alkohol. Das Alkoholproblem tritt häufig bei anderen psychischen Erkrankungen auf. Ein typisches Alkoholproblem ist, dass es oft zusammen mit anderen psychischen Störungen auftritt.

Psychologische Konsequenzen des Alkoholmissbrauchs

Die psychische Erkrankung und die Veränderung des Verhaltens, die auf exzessiven Alkoholgenuss zurückgeht, manifestiert sich nicht nur im abnormalen Konsumverhalten, sondern auch in psychopathischen Anomalien. Die Menschen gewöhnt man sich daran, durch Alkoholgenuss Schwierigkeiten erträglich zu machen, die Alkoholtoleranz steigt, das Bewusstsein dreht sich immer mehr um ihn. Psychologisch treten oft depressive Stimmungsstörungen, Stimmungsschwankungen und erhöhte Gereiztheit auf.

Schliesslich kann es durch den Zyklus von Schuld- und Minderwertigkeitskomplexen zu Selbstmorden kommen. Der Leistungsrückgang der Erkrankten ist in der Regel in Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwächen zu sehen. Weil Spiritus eine giftige Auswirkung auf das Hirn hat, kann er nach jahrelangem Mißbrauch ("Missbrauch") auch zu einer Veränderung des Charakters führen (organisches Psychosyndrom).

Bei Gedächtnisstörungen, bei einer allgemeinen Abschwächung, bei einer Änderung der emotionalen Erfahrung mit Desinhibition, Sentimentalität und wachsender Desinteresse. Letztendlich kann der Hintergrund nur durch eine eingehende Beschäftigung mit der realen Lebensumstände des Betreffenden verstanden werden. Es ist heute unumstritten, dass neben einer physiologischen Veranlagung auch soziale, psychologische und ideologisch interpretierbare Teilgründe für die Entwicklung der Alkoholerkrankung anzunehmen sind.

Alkoholbedingte psychische und verhaltensbedingte Änderungen haben oft viele schwerwiegende Konsequenzen. Das Verhältnis zum Ehepartner und den Familienangehörigen kann durch den geänderten Zustand des Alkoholikers erheblich beeinträchtigt werden. Das führt zu finanziellen Krisen und anderen Problemen in der Zusammenarbeit bis hin zur Abspaltung. Es hat der gesellschaftliche Niedergang begonnen und der Betreffende will die Problematik durch erhöhten Alkoholgenuss beheben und vergisst sie, was ihn noch abhängiger macht; ein echter Kreislauf.

Langfristiger chronischer Alkoholmißbrauch kann letztendlich zu Demenzerkrankungen und zum Abbau geistiger Leistungsfähigkeit beitragen. Manch einer versucht - bewußt oder unbewußt - psychische Alkoholprobleme selbst in den Griff mitzunehmen. Das betrifft insbesondere Depression, Angststörungen, soziale Verhaltensstörungen, unbehandeltes ADS, Traumatisierung, Todesgedanken, Selbstverletzung und Eßstörungen.

Auch psychische Krankheiten können die Folgen von Alkoholmissbrauch sein und ihn erhöhen.

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