Nach dem Insektenstich

Nachdem der Insektenstich

Ein Insektenstich kann so gefährlich sein. Insektenstiche können eine Entzündung der Bissstelle verursachen. Sie finden hier Tipps zur Vermeidung von Entzündungen nach Insektenstichen. Etwas Honig auf den frischen Insektenstich auftragen. Der nasse Teebeutel ist ein beruhigender Umschlag nach Insektenstichen oder -bissen.

Amputationen nach einer Infektion: Wie hoch ist die Gefahr eines Insektenstichs?

Für Sonja Kujas war es ein ganz gewöhnlicher Tag. Sie wurde von einem Insekten getötet. Der Einstichort wuchs, ihr wurde schwindlig und sie hatte starke Beschwerden. Der Arzt hat sie wieder nach Haus geschickt. Kujas wurde an das Universitätsklinikum Köln überwiesen. Sie mussten jedoch beide Arme und Füße von Mrs. Kujas abtrennen.

Wieso kann ein einzelner Insektenstich solche Probleme verursachen? André Trampuz ist Spezialist für Fäulnischirurgie. In der Charité in Berlin betreut er schwere Infektionskrankheiten. Die Expertin macht etwa einmal im Monat Erfahrungen wie Kujas - aber sehr oft ist der Kurs so schwierig. André Trampuz: Das ist sehr rar.

Jedoch kommen jeden Tag Patientinnen, die sich nach einem Stechmückenstich entzünden, in die Unfallstation. Wir müssen nur dann eine Amputation vornehmen, wenn wir uns mit einem Krankheitserreger infizieren. Trampuz: Eine bestimmte Sorte Streptococcus. Trampuz: Exakt. Jedoch hat der Streptokokkenstamm, der diese schwerwiegenden Folgen verursacht, spezielle Vorzüge.

Das Bakterium produziert eine gewisse Substanz, ein Ferment, das dann zu einer so genannten abgestorbenen Bindehaut. So wie Sonja Kujas aus Köln. Trampuz: Die Keime dringen über die Blutbahnen in den Organismus ein und migrieren von dort in die Muskel. Aus diesem Grund werden diese besonderen Stenotypen auch als "fleischfressende Bakterien" bezeichnet. Trampuz: Die Traptokokken formen gewisse Gifte.

Sie kommen in den Blutkreislauf. Wieviele Menschen überstehen die Nekrose? Trampuz: Etwa die Haelfte der Patientinnen ueberlebt die Nekrose, die so weit entwickelt ist wie bei ihr. In unserer Ambulanz sieht man so einen ernsten Vorfall. Bei rechtzeitiger Behandlung ist es jedoch möglich, eine Vergiftung des Blutes nach einer Streptokokkeninfektion zu vermeiden.

Trampuz: Jede einzelne Sekunde ist wichtig bei einer Ansteckung mit diesen Stenotypen. Trampuz: Wir machen den Leichnam an der angesteckten Körperstelle bis auf den Kieferknochen auf. Weil sich dort das Streptobakterium vermehrt. Trampuz: Bei Mrs. Kujas hat sich die Ansteckung anscheinend schon sehr weit vorangeschritten. Über die Blutbahnen erreichen die Gifte andere Körperregionen.

Dort können sich die Striptokokken ansiedeln und wieder vervielfältigen. So muss es wohl gewesen sein. Trampuz: Im Hochsommer und in den Tropen gibt es eigentlich mehr Nekrosen. Kratzer bilden Bereiche, durch die die Keime in die Haut eindringen können. Trampuz: Nein. Sie dienen nur dazu, eine Eintrittspforte für die Keime zu errichten.

Trampuz: Überhaupt nicht. Stretchkokken sind Keime, die unsere Epidermis auf natürliche Weise kolonisieren. Aber auch die Stammzellen, die die Nekrose auslösen, leben auf der Epidermis. Es wird erst in den Blutkreislauf gelangend zu einer Gefahr. Es kommt also zu einer Entzündung. Trampuz: Tatsächlich kann es jedem passieren.

Trampuz: Es gibt drei wesentliche Anzeichen, auf die man achten muss. Die Ärzte schickten sie nach Haus, als sie in die Unfallstation kam. Trampuz: Einige Kolleginnen und Kollegen wissen nichts von der nekrotisierenden Bindehaut.

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