Masern

Masernfäden

Masern (lateinisch morbilli, diminutive der Krankheit "Krankheit") ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch das Masernvirus verursacht wird und hauptsächlich Kinder betrifft. Die Masern sind eine schwere Krankheit mit hohem Fieber und einem typischen Ausschlag. Masern ist eine hoch ansteckende akute Erkrankung mit Masernvirus. Die Masern waren eine typische Kinderkrankheit, betreffen aber zunehmend Jugendliche und Erwachsene. Sie wurde nie gegen Masern geimpft.

Und was sind Masern?

Masern verursachen in den westlich geprägten Industrienationen bei 10-20% der Menschen eine Komplikation, die mit dem Lebensalter zunimmt und mit 0,1% lebensbedrohlich wird. Auch Jahre nach einer Masern-Krankheit kann eine Gehirnentzündung (sklerosierende Panencephalitis SSPE) auftreten, die immer fatal ist. Waren es Anfang der 90er Jahre noch rund 50.000 Fälle in der Bundesrepublik selbst, so sind es seit 2003 mit einer Ausnahme von 2.308 im Jahr 2006 und 2.465 im Jahr 2015 weniger als 2.000 Fälle.

Es sind nicht nur Babys davon betroffen, sondern auch Jugendliche und junge Erwachsene. In den Jahren 2014 und 2015 wurde bei 92,8% der Schüler die zweite Masern-Impfung in der ersten Schulprüfung diagnostiziert. Diese Kontingente sind jedoch noch nicht ausreichend für die komplette Tilgung von Masern in der Bundesrepublik. Diese kann mit einer Impfquote von mindestens 95% erreicht werden.

Zur Eliminierung von Masern werden nicht mehr als 82 Krankheiten pro Jahr erwartet. Masern sind seit Jänner 2001 eine anzeigepflichtige Krankheit nach dem Infektionssicherheitsgesetz, d.h. der betreuende Mediziner muss jeden Tatverdacht, jeden festgestellten Krankheitsfall, jeden Todesfall und jeden unmittelbaren und mittelbaren Nachweis des Virus der verantwortlichen Gesundheitsbehörde mit Namen mitteilen. Die Anzahl der Masernfälle in der Europäischen Union ist nach wie vor hoch.

Pflichten

Masern, Schimmelpilze und Rubellen sind Viruserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen, können aber auch bei ungeschützten Erwachsenen auftreten. Impfungen beugen auch den gefürchteten Komplikationen wie z. B. Enzephalitis, Taubheitsgefühl nach dem Auftreten von Brustschmerzen oder schweren Fehlbildungen von Säuglingen während der Trächtigkeit vor. Wegen der Wichtigkeit dieser Krankheiten hat die Weltgesundheitsorganisation beschlossen, Masern und Röteln bis 2015 in ganz Deutschland zu beseitigen und konnatale Rötungen bei Säuglingen zu verhindern.

Mit dem Interventionsprogramm "Masern, Pickel, Röteln" hat sich auch die Bundesrepublik diesem Anspruch angeschlossen. Statt der für die Eliminierung erforderlichen maximal 80 Fälle, die nahezu alle ungeimpft waren, gab es im Jahr 2013 in der Bundesrepublik 1.771 Masern. Derzeit im Umlauf befindliche Masern, Morbus Bechterew und Rubella-Viren werden gentechnisch gekennzeichnet, um Übertragungswege aufzuklären oder zur Untersuchung von Krankheitsausbrüchen beitragen zu können.

Zusätzlich zur labordiagnostischen Abklärung von Verdachtsmomenten bieten wir Ihnen besondere diagnostische Maßnahmen wie die Diagnose von Röteln-Infektionen in der Frühschwangerschaft, die Unterscheidung von Impfstoffen und wilden Erregern sowie die Genotypisierung von Erregern an. In Praxen, Kliniken und Labors sowie der Österreichischen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (ÖGD) betreuen wir Mediziner in allen Fragestellungen rund um die Diagnose von Masern, Morbus Bechterew und Röteln.

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