Lungenödem nach op

Pulmonalödem nach der Operation

Reduziertes Risiko durch einmalige intraoperative Verabreichung von Solumedrol vor der Ligatur des A. Lungenödems nach der Operation. Herzerkrankungen, Hirnödem, Hirnblutung, Nachblutung. Die Patientin wurde zur Operation mit ASA III freigegeben. Ich wurde am Tag nach der Operation zur Nachbehandlung geschickt.

Raus aus dem Schockraum und rein in den Operationssaal.

Narkose und Intensive Pflege in der Herz-, Thorax- und Gefässchirurgie - Reinhard Larsen

Die Autorin lehrt in der einzig deutschen Arbeit zu diesem Themenbereich das Fachgebiet sthesiologisches und Intensivmedizinisches Arbeiten in der Herz-, Thorax- und Fachchirurgie. Die aktualisierte und erweiterte siebte Ausgabe enthält neue Kapitel über die trans-Sophageale Echokardiografie ( "TEE") und Interventionen bei Kinder. Das Buch beschreibt detailliert und übersichtlich die chirurgischen Eingriffe unter dem Gesichtspunkt der etwesiologie.

Zahlreiche tabellarische und bildliche Darstellungen sowie praktische Tipps.

Teil I: Basiswissen - Narkoseformen - Lokalanästhesie.... - Streifenkopf, Hans Walter

"Das inzwischen als Nachschlagewerk für die Narkose etablierte "The Striebel" bietet auch in seiner dritten Ausgabe die komplette Ausstattung von der Voroperation bis zum Aufwachsaal. Ausführlich, begründet und benutzerfreundlich stellt das Werk das gesamte Fachwissen der Narkose in zweibändern vor. Narkoseärzte, Intensiv- und Notärzte, aber auch Spezialisten anderer Fachrichtungen und Weiterbildungsärzte nutzen die langjährige Erfahrung eines spezialisierten Arztes und Lehrers.

OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 07.10.2004 - Rechtssache U 120/03

Gegen das am 12. Dezember 2003 ergangene Verfahren der achten Bürgerlichen Kammer des Landgerichtes Duisburg wird die Beschwerde der Beschwerdeführerin zurueckgewiesen. Das Beschwerdeverfahren geht zu Lasten des Antragstellers. Der Antragsteller kann die Zwangsvollstreckung des Antragsgegners wegen der durch die Sicherheitsleistung entstandenen Aufwendungen in Hoehe von 110% des nach dem Gerichtsurteil durchsetzbaren Betrags verhindern, es sei denn, der Antragsgegner stellt vorher eine Sicherheitsleistung in derselben Hoehe.

Der Kläger, geboren am 3. 11. 1958, wurde am 7. 3. 1998 in die Klinik des Ev. Hospitals M., deren Sponsor die Angeklagte ist, eingelassen. Anhand der Aufzeichnungen der Angeklagten hat der Kläger über folgende chirurgische Verfahren in der Geschichte informiert: - 1982 Bauchspiegelung bei vermuteter Andnexitis; - 1983 Bauchspiegelung und Bauchschnitt bei extrauteriner Schwerkraft auf der rechten Seite; Zyste von 9 cm Durchmesser.

Im Anschluss an die Erörterung der Untersuchungsergebnisse mit dem Kläger wurde die Entscheidung getroffen, eine Diagnoselaparoskopie durchzuführen und - je nach Ergebnis - das Verfahren um einen Abdominalschnitt mit Entfernung der Gebärmutter und/oder der Eierstöcke zu erweitern. Am gleichen Tag unterschrieb die Beschwerdeführerin eine Einverständniserklärung, in der der vorgedruckte Wortlaut zur Diagnoselaparoskopie unter anderem auf die seltenen "Verletzungen von Abdominalorganen (z.B. Eingeweide, Bauch, Niere), Gebärmutter, Blase, Harnröhre, Eileiter, Blutgefäße und Nerven" bei der Einführung der Untersuchungsgeräte verweist.

Die Operation wurde am 17. April 1998 von der Oberärztin Mrs. P. P. vorgenommen. Im chirurgischen Bericht vom 8. Februar 1998 (Anhang F 2 + 4) steht: "Längsschnitt der Haut in der Nabelschnur und Vorbereitung bis zur Faszie. Jedoch ist eine Füllung mit Kohlendioxid nicht möglich und bei einem sorgfältigen Einführen des chirurgischen Laparoskops sind starke Verklebungen sichtbar.

Die bisher vermuteten zystischen Befunde wurden nach der Öffnung der Bauchhöhle und der Trennung von Adhäsionen nicht bestätigt. Der Eingriff konnte nach Einführung einer intraabdominalen Entwässerung mit dem Schließen der Bauchwand abgeschlossen werden. Der Körpertemperaturanstieg auf 38,40 C am 21. Mai 1998 und die Laborbefunde zur Leukozytenbildung hatten sich am 21. Mai 1998 stabilisiert.

Während des Besuchs am 22. April 1998 wurde ein schwer aufgeblähter Bauch mit angespanntem Bauch und dezent fahler Hautverfärbung im Unterbauch beobachtet. Aufgrund des Verdachts auf Ileus wurden weitere Darmstärkungsmittel und ein Klistier gegeben, wonach der Kläger abrupt kotzte. Im Anschluss daran wurde ein Überblick über das Bauchfell und eine Präsentation zur chirurgischen Beratung durch den Kläger erstellt.

Der Kläger litt an mehreren Anfällen, Lungenödem und Lungenentzündung. Nachdem sie am Stichtag 31. Dezember 1998 aus der Station entlassen wurde, wurde sie vom 14. März bis 21. März 1998 in der Neurologie der Spezialklinik R. rehabilitiert. "Der Kläger hat die Expertenkommission für medizinische Fehler der Therapie beauftragt, ihre medizinische Versorgung im Spital der Angeklagten zu untersuchen (Anlage F 15).

Die Expertenkommission kam aufgrund des Berichts des Gutachters Prof. Dr. H. vom 15. 2. 2000 (Anlage F 19) aufgrund ihrer Entscheidung vom 3. 5. 2000 (Anlage F 18) zu dem Schluss, dass im Rahmen der aufgetretenen Darmschädigung keine medizinischen Irrtümer festgestellt werden konnten. In ihrem Vorgehen bestreitet die Beschwerdeführerin diese Beurteilung.

Ihre Behauptung, die Bauchspiegelung sei angesichts der dem Angeklagten bekannt gewordenen Operationen und der vorhandenen Verklebungen gegenstandslos. Der Kläger behauptete, es sei davon ausgegangen, dass der laparoskopische Eingriff zu der später festgestellten Darmschädigung geführt habe. Der Kläger machte auch Unterlassungen bei der betrieblichen Vorsorge geltend und macht vor, dass die Darmschädigung bei genauer Prüfung und Beachtung ihrer Symptome viel früher hätte entdeckt werden können.

Der Kläger berief sich schliesslich auf eine fehlende Klärung der Angelegenheit. Die Patientin behauptete, sie sei nicht über die mit der Bauchspiegelung in ihrem Falle einhergehenden Gefahren informiert worden. In Anbetracht des Ausmaßes der verbleibenden Wertminderungen verlangte die Klage eine angemessene Schmerzensgeldzahlung von mind. EUR 25.564,60 sowie eine Bestimmung der Entschädigungspflicht des Verursacher.

Der Antragsteller hat verlangt, daß dem Antragsgegner eine angemessene Entschädigung in Höhe von mindestens EUR 5.564,60 zuzüglich 5 % über dem Abzinsungssatz seit dem 18. bzw. 21. März 1998 gezahlt wird und daß der Antragsgegner für alle materiellen Verluste, die aus der Tätigkeit vom 18. bzw. vom 21. März 1998 resultieren, Ersatz zu leisten hat, sofern diese nicht an Sozialversicherungseinrichtungen oder sonstige Dritte übertragen werden.

Der Angeklagte hat die Abweisung der Klageschrift verlangt. Der Kläger wurde wegen ihrer früheren Operationen am Tag der Aufnahme zur sofortigen Durchführung einer Bauchschnittoperation aufgefordert. Der Kläger hatte jedoch ausdrücklich eine Diagnoselaparoskopie gefordert, gegen deren Anzeige in der ausgewählten gefahrlosen Variante der geöffneten Bauchspiegelung es auch angesichts der bisherigen Befunde keine Beanstandungen gegeben hatte.

Nachdem der Kläger vollständig informiert worden war, wurde der Einsatz selbst ebenso korrekt durchgeführt wie die Nachbehandlung. Zivile Kammer des Landgerichtes Duisburg hat durch schriftliche Stellungnahme des Gutachters Prof. Dr. L. und mündlicher Verhandlung den Nachweis erbracht. Das Verfahren vom 19. Mai 1998 wurde in der ausgewählten Fassung angegeben.

Nach den vom Experten bewerteten Unterlagen war eine voroperative Risikoklärung des Klägers als in hinreichendem Maße vorzusehen. Die Beschwerdeführerin legt gegen diese Verfügung ein. Er hält die erste Instanz bewertung für nicht ausreichend und beklagt, dass das Landesgericht nicht auf den Rat eines Arztes zurückgegriffen hat, der seiner Meinung nach in der streitigen Angelegenheit kompetenter war.

Die Beschwerdeführerin widerspricht darüber hinaus der Aussage des Gutachters, dass die Bauchspiegelung auch unter Einbeziehung der bisherigen Eingriffe deutlich angegeben wurde, und beschuldigt ihn, das operative Verfahren zu diesem Zeitpunkt nicht hinreichend sorgsam behandelt zu haben. Der Beschwerdeführer bekräftigt auch seine Behauptung einer unzulänglichen Nachsorge, wonach die Darmschädigung viel früher hätte entdeckt werden müssen.

Der Kläger beklagt auch, dass das Landesgericht es versäumt hat, Beweise für die verschiedenen Darstellungsformen von voroperativen Risikoinformationen zu sammeln. Durch Änderung des Beschlusses des Landgerichts Duisburg in der Rechtssache vom 11. Juli 2003 macht die Beschwerdeführerin geltend, dass der Angeklagte zur Zahlung einer angemessenen Schmerzensgeldleistung, die mindestens 25-564,60 betragen sollte, zuzüglich 5 % Verzugszinsen über dem Abzinsungssatz vom 19. Mai 1998 und vom 22. Oktober 2003 verpflichtet wird.

Außerdem ist darauf hinzuweisen, daß der Antragsgegner für alle materiellen Verluste, die sich aus der Tätigkeit vom 19. und 22. März 1998 ergeben, aufzukommen hat, sofern sie nicht auf Einrichtungen der sozialen Sicherheit oder sonstige Dritte übertragen werden. Der Angeklagte verlangt die Abweisung der Einsprache. Im Rahmen der öffentlichen Sitzung am Mittwoch, den 27. Juli 2004, hat der Bundesrat zusätzlich durch Befragung der Zeugen Dr. A. B. und A. P. sowie durch Befragung des Gutachters Prof. Dr. S..

Eine Beschwerde ist zwar möglich, aber die Beschwerde der Beschwerdeführerin ist in der Sache erfolglos. Der Kläger hat keinen Schadensersatzanspruch; er ist auch nicht befugt, Schmerzensgeld gemäß 847 BGB (alte Fassung) zu fordern.

Gemäß den allgemeinen Verfahrensgrundsätzen muss ein Pflegebedürftiger im Zuge eines Rechtsstreits über vermutete Therapiefehler nachweisen, dass dem beanspruchten medizinischen Fachpersonal oder Krankenhausbetreiber mindestens grobfahrlässiges Fehlverhalten vorgeworfen wird, das eine gewisse Gesundheitsbeeinträchtigung verursacht hat. Der Kläger konnte diesen Nachweis weder auf der Grundlage der Sachverständigenprüfung durch Prof. Dr. L. in erster Linie noch auf der Grundlage der zusätzlichen Beweisaufnahme vor dem Bundesrat erbringen.

Mit der für eine Überzeugung notwendigen Gewissheit kann nicht festgestellt werden, dass die im Rahmen des chirurgischen Eingriffs am 8. Mai 1998 aufgetretene Darmverletzung auf einen Therapiefehler zurückgeht. Aus ärztlicher Hinsicht gab es zum Zeitpunkt der Einweisung der Bewerberin in das Krankenhaus am 17. 3. 1998 keine Vorbehalte, da sie zunächst (offen) das durch die Beurteilung aller Sachverständigen anhand der Symptome der Beschwerde angegebene Verfahren ausprobieren und nicht sofort einen laparoskopischen Abdominalschnitt vornehmen wollte.

Die an den Gutachten zunächst beteiligte Expertin Prof. Dr. L. erklärte, dass die Bauchspiegelung grundsätzlich auch für den Kläger zur Klärung des Krankheitsbildes in Frage komme und im Wesentlichen darauf abziele, die Vorzüge minimal-invasiven Zugriffs mit einem geringeren Verletzungsrisiko für intraabdominale Organen in der ausgewählten geöffneten Bauchspiegelung zu verbinden.

Diese Einschätzung korrespondiert mit der Einschätzung des privaten Gutachters Prof. Dr. Dr. S., der als Chef einer gynäkologischen Klinik über die notwendigen wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungen zur Bewertung der streitigen Sachverhalte verfügte, die Ergebnisse des bei seiner Vernehmung vor dem Bundesrat vorgelegten Gutachtens in der Sache bestätigte und erklärte, dass trotz der bekannt gewordenen Adhäsionen ein laparoskopischer Eingriff trotz der niedrigen Erfolgsaussichten bei der Anwendbarkeit dieser Operationsmethode am Ende medizinisch unbedenklich sei.

Prof. Dr. S. machte jedoch klar, dass auch eine offene laparoskopische Operation erst nach entsprechender Information des Patienten wegen des damit einhergehenden Verletzungsrisikos gerechtfertigt ist. Seiner Ansicht nach wäre es hingegen ungerechtfertigt - und damit falsch - gewesen, das Verfahren auszuführen, wenn dem Antragsteller der Anschein vermittelt worden wäre, die Auswahl der Methode der offenen Bauchspiegelung habe von Anfang an ein mit dem Abdominalschnitt ähnliches Gefährdungsprofil gehabt, denn bei jedem Laparoskopieverfahren, das bereits mehrmals durchgeführt worden sei, sei das Gefährdungspotenzial höher als bei einer von Anfang an vorgenommenen Bauchspiegelung.

Die Zeugenaussagen von Herrn Dr. B. und Herrn P. sehen den Senat als Beweis dafür an, dass der Kläger über die speziellen Gefahren des Verfahrens in dem von Herrn Prof. Dr. S. vor dem Verfahren als notwendig beschriebenen Ausmaß aufklären konnte. Dementsprechend ist es klar, dass der Oberarzt P., der für die Erstuntersuchung und die anschließende OP verantwortlich war, dem Kläger von Anfang an eine Bauchspiegelung vorgeschlagen hatte und darauf hinwies, dass die Erfolgsaussichten einer Bauchspiegelung - die der Kläger explizit gefordert hatte - und die damit zusammenhängenden Gefahren aufgrund der bisherigen Operationen begrenzt waren.

Die beiden Zeugen waren sich einig, dass aufgrund des anhaltenden Bestrebens der Klage, eine Bauchspiegelung durchzuführen - laut Zeuge P. hatte die Klage behauptet, sie sei gerade wegen ihrer Laparoskopieerfahrung im Haus der Angeklagten ins Spital eingeliefert worden und hätte auch eine Bauchschnittoperation in dem Spital, in dem sie sich bereits einer Operation unterzogen hatte, vornehmen können - eine umstrittene Auseinandersetzung zwischen den behandelnden Ärzte und der Klage entstand, die letztendlich zur Beteiligung des Oberarztes geführt hat.

Im Anschluss an das Interview wurde eine Bauchspiegelung durchgeführt und - falls erforderlich - eine Bauchschnittuntersuchung geplant. Zweifelsohne hat der Bundesrat dem Kläger im Zuge des geplanten offen gelegten Laparoskops auch die erhöhte Gefahr einer Organschädigung durch die vorhandenen Verklebungen aufgedeckt.

Der Zeuge Dr. B. erklärte beispielsweise, dass dem Kläger von Anfang an gesagt worden sei, dass eine Bauchspiegelung mit einem höheren Sicherheitsrisiko behaftet sei. Auch wenn die Zeuge P. zu diesem Zeitpunkt keine konkreten Erinnerungen an den Text ihrer jeweiligen Äußerungen hatte, war sie überzeugt, dass sie den Kläger auch in einer öffentlichen Bauchspiegelung über ein korrespondierendes Wagnis unterrichtete.

In ihrer Begründung wies sie darauf hin, dass sie die Klage gerade wegen der zu erwarteten Schwierigkeiten von einer Bauchspiegelung abgewiesen habe und machte klar, dass der Verdacht auf eventuelle Organschäden in einer solchen Lage ihrer gewohnten Behandlung entspreche. Der Zeuge zeigte überzeugend, dass die Klage den Anschein erweckt hatte, sie habe die Anzeichen eines erhöhten Gefährdungspotenzials auch bei einer Bauchspiegelung nachvollzogen.

Der chirurgische Eingriff selbst, bei dem sich die Bauchspiegelung als undurchführbar erwiesen hat und eine Umstellung auf die Bauchschnittoperation notwendig war, ist nicht zu verachten. Neben dem von ihr erstellten Operationsbericht beschrieb Zeuge P., dass sie nach Vorbereitung der Faszie und Öffnung des Bauchfells für die Bauchspiegelung den so genannten Trokar einsetzen und anbringen wollte, was nicht gelungen war.

Deshalb setzte sie den laparoskopischen Eingriff nicht fort. Der Zeuge P. durfte nach Ansicht von Prof. Dr. S. in der von ihr geschilderten Art und Weise vorsichtig sein. In diesem Zusammenhang wies der Experte darauf hin, dass die Präsentation des Zeugen P. verständlich ist und aus ärztlicher Perspektive nicht widerlegt werden kann, auch wenn der - nicht nachweisliche - Ansatz einer vertieften Einführung der chirurgischen Optik mit dem damit einhergehenden Risiko von Organschäden aus seiner Perspektive ganz offensichtlich gewesen wäre.

Die Bauchdecke wurde nach einer Untersuchung auf Blutstrockenheit und der Einführung einer intraabdominalen Entwässerung verschlossen. Prof. Dr. S. wies jedoch darauf hin, dass die Schädigung wahrscheinlich anerkannt worden wäre, wenn die Darmschleifen vollständig gelockert und untersucht worden wären. Prof. Dr. S. machte klar, dass die Behandlung des Chirurgen in dieser Hinsicht anders ist und dass das Lockern von Adhäsionen, auch mit Risiko verbunden, mit anschließender sorgfältiger Untersuchung der Darmschleifen nur dann als Standard notwendig ist, wenn der Chirurg die Wahrscheinlichkeit einer Darmschädigung in Kauf nehmen muss, was hier beispielsweise der Fall gewesen wäre, wenn die Instrumente, mit denen die Bauchspiegelung durchgeführt wurde, entgegen der Vorführung von Zeuge P in die zugewachsene Bauchhöhle eindrungen waren.

Die Instrumente wurden nach den unbestreitbaren Aussagen des Zeugen P. nur kurz und in einer Art und Weise in den Bauch eingeführt, die keinen Grund zu der Annahme gab, dass der Magen geschädigt sein könnte. Prof. Dr. S. bestätigte auch die einstimmige Einschätzung der Gutachter Prof. Dr. L. und Prof. Dr. H., nach der die Nachbehandlung des Klägers mit Ausnahme der am 22. Mai 1998 erlassenen Verordnung über Darmtonikum und Darmklysma nicht zu verneinen sei.

Aus den von der Beschwerdeführerin eingereichten Beanstandungen geht nicht klar hervor, dass es sich um eine Schwierigkeit handelt. Sowohl diese Leiden als auch die am vergangenen Freitag, dem 18. Mai, dokumentierte Spasmenschmerzen, die zur Verabreichung geeigneter Arzneimittel geführt haben, konnten aus heutiger Sicht mit der Haftungssituation verträglich sein, ohne an eine Darmschädigung erinnern zu müssen.

"Es ist jedoch zu kritisieren, dass der Klage am 22. Mai trotz ihrer beträchtlichen Symptome Darmstimulanzien gegeben wurden. Die drei Experten machten jedoch klar, dass dies im Hinblick auf die weitere diagnostische Klärung am gleichen Tag und die anschließende operative Überprüfung keinen Einfluß auf den weiteren Ablauf hat und daher nicht zur Begründung des Antrags auf Ersatz ausreicht.

Der Angeklagte ist nicht der Unterlassung im Rahmen der Klärung der operationellen Gefahren zu bezichtigen, die zu einer unzureichenden Zustimmung des Klägers führt. Der Kläger hat, wie bereits oben zur Fragestellung der Laparoskopie erläutert, nachgewiesen, dass der Kläger über die mit dem angestrebten Verfahren der Bauchspiegelung einhergehenden Gefahren vollständig informiert ist.

Es ist nicht wichtig, dass bei der Unterschrift der klagenden Partei am Vorabend der OP das Problem noch einmal ausführlich mit dem Zeugen Dr. B. besprochen wurde. Der Zeuge Dr. B. hat glaubwürdig erklärt, dass das entscheidende Klärungsgespräch mit der klagenden Partei im Zuge der Aufnahmeprüfung stattgefunden hat und geht aufgrund der ständigen Praxis davon aus, dass sie die diesbezüglichen Gefahren bei der Unterschrift der Einverständniserklärung noch einmal aufführt.

Der Antragsteller reklamiert mehr als EUR 20000.

Mehr zum Thema