Lungenentzündung durch Pneumokokken

Pneumonie durch Pneumokokken

Verhindern Sie Lungenentzündungen durch Pneumokokken! Pneumokokken sind mitverantwortlich für die bakterielle Lungenentzündung beim Menschen. Pneumokokken (Bakterien) sind die mit Abstand häufigste und damit auch klassische Lungenentzündung.

Pneumokokken / Lungenentzündung

Verhindern Sie Lungenentzündungen durch Pneumokokken! Bis zu 12.000 Menschen werden in Deutschland jährlich an den Folgen einer Pneumokokkeninfektion erkrankt. Im Jahr 2008 starben in Deutschland fast drei Mal so viele Menschen bei einem Verkehrsunfall. Das sind Pneumokokken? Die Pneumokokken sind Keime, die oft den Nasopharynx siedeln. Die Abwehrkräfte des Körpers können dagegen bei Menschen über 60 Jahren so stark beeinträchtigt sein, dass es zu schweren Pneumokokkenerkrankungen kommt.

Die Pneumokokken werden leicht durch Tropfeninfektion übertragbar. Zum Beispiel können Sie sich durch Schnupfen, Husteln oder Sprechen in Bussen und Bahnen erkranken. Was ist das Risiko einer Pneumokokkenerkrankung? Die folgenden Erkrankungen können z.B. durch Pneumokokken verursacht werden: Lungenentzündung, Sinusitis oder Meningitis. Impfungen verhindern Pneumokokkenerkrankungen wie Entzündungen der Laugen. Pneumokokkenerkrankungen werden in der Regel mit einem Antibiotikum behandel.

Gerade in schwerwiegenden Fällen ist eine schnelle Wirkung erforderlich, da jeder zweite Tod durch eine Pneumokokkeninfektion innerhalb von 48h eintritt. Dann kann es für eine gelungene Antibiotikatherapie zu spät sein. Zudem sind viele Pneumokokkenbakterien bereits jetzt antibiotikaunempfindlich, insbesondere in südlichen Ferienländern (z.B. Frankreich oder Spanien).

Schutzimpfung bekämpft die gefährlichen Pneumokokken

Kaum ein anderes Stichwort hat sich so rasch und eindrucksvoll bewährt wie nach der allgemeinen Schutzimpfung gegen Pneumokokken. Dieser Impfvorgang ist erst seit Anfang 2006 integraler Teil der Empfehlungen der Standing Commission on Vaccination am Robert-Koch-Institut. Doch schon nach acht Jahren ist der Therapieerfolg messbar: Der Prozentsatz der mit einem der Bakterienstämme infizierten Kindern, gegen die jetzt ein Schutzimpfstoff zur Verfügung steht, ist von 65 auf unter fünf Prozentpunkte zurückgegangen, so die Einschätzung der Wissenschaftler aus Aachen in der "Deutschen medizinischen Wochenschrift".

Pneumococcus sind Keime, die auch den Begriff Streptococcus pneumoniae haben. Lungenentzündung heißt Lungenentzündung. Entgegen ihrem Spitznamen gefährden die Krankheitserreger nicht nur die Lunge und die Atmungsorgane. Diese sind die dritt häufigste Meningitisursache bei Kleinkindern, der Fachausdruck lautet Meningitis und kann weitere schwerwiegende Infektionskrankheiten wie Lungenentzündung, Mittelohrentzündung und Sinusitis verursachen.

Besonders gefürchtet ist die Vergiftung des Blutes, die dazu führt, dass die gesamte Blutbahn mit Keimen überflutet wird. Inzwischen gibt es rund 90 unterschiedliche Arten von Pneumokokken. Alljährlich stirbt eine Million Menschen an den Folgen einer Pneumokokken-Infektion. Nach Angaben der BAG leiden in Deutschland noch immer rund 970 Jugendliche unter fünf Jahren pro Jahr an Pneumokokkeninfektionen.

Bereits in den ersten beiden Jahren des Lebens kommen zwei Dritteln dieser Krankheiten vor. Erstaunlich ist, dass viele Menschen oft eine Pneumokokkeninfektion durchlaufen, ohne dabei zu viel zu bemerken oder zu erkranken. Bei bis zu zehn Prozentpunkten aller Erwachsener handelt es sich um unscheinbare, "gesunde" Pneumokokkenträger, und bis zu 60 Prozentpunkten aller Kleinkinder haben auch Pneumokokken im Leib.

Das Bakterium kann beim Reden, Husteln, Niesen bzw. Kuss von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Wenn die Krankheitserreger dann aus dem Nasopharynx in das Innere des Blutes oder der Wirbelsäule gelangen, spricht man von einer "invasiven" Erkrankung. Jährlich leiden bis zu 1.500 Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren an einer solchen Erkrankung.

Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass die aggressive Keimbelastung bei 200 bis 250 Patienten zu einer Meningitis führt, die in etwa sieben Prozentpunkten zum Tode führt. Aufgrund einer Lungenentzündung durch Pneumokokken werden bis zu ca. 1 5.000 Patienten ins Spital eingeliefert. Jährlich erkranken mehr als eine halbe Millionen Menschen an Mittelohrentzündungen durch Pneumokokken.

Jedes siebente Neugeborene erleidet nach einer Invasion der Pneumokokken bleibende Schäden. Für die Kinderimpfung gibt es in Deutschland zwei so genannte Impfstoffe. Synflorix " umfasst zehn der für die Gesundheit von Kleinkindern schädlichen Stämme, während der Prevenar13 "-Impfstoff gegen 13 Arten des Erregers schützt. Mithilfe dieser Impfstoffe können etwa 90 % der Meningitis durch Pneumokokken-Infektionen und 80 bis 90 % aller schwerwiegenden Pneumokokken-Infektionen bei Kleinkindern unter zwei Jahren verhindert werden.

Schwere, invasive Pneumokokken-Erkrankungen müssen in Deutschland nicht gemeldet werden. Bereits seit 1997 werden auch Kinderinfektionen registriert. Bis 2006 waren 65 % aller in den ersten beiden Jahren an Pneumokokken erkrankten Säuglinge mit einem der Bakterienstämme infiziert, gegen die jetzt Impfungen zur Verfügung stehen.

Die Anzahl der durch diese Belastungen verursachten Infektionskrankheiten ist seit dem Start des Impfaktionsprogramms stetig zurückgegangen. "In den Jahren 2012/2013 lagen sie zum ersten Mal unter fünf Prozentpunkten, was den erfolgreichen Verlauf des Impfaktionsprogramms belegt", schreibt die Wissenschaftlerin. Nicht nur die Infektion gefährdet die Kleinen, sondern auch die Familien. Werden also weniger infizierte Kleinkinder, werden auch weniger Menschen erkranken.

Bei vielen Kindern ist dies nicht nur der Schutz der eigenen Impfkinder, sondern auch der ungeimpften selbst. Wenn sich viele infizierte Tiere durch Impfungen zu " Nicht-Sendern " entwickeln, kann sich ein Krankheitserreger nicht weiter in der Population verbreiten. Die Stämme, gegen die jetzt oft Impfungen durchgeführt werden, infizieren weitaus weniger Menschen.

Bis 2006 hatten bis zu 45 % der befallenen Menschen diese Krankheitserreger noch im eigenen Körper, heute nur noch bis zu acht Prozentpunkte. Die CDC hat in den USA, wo seit 14 Jahren Impfungen durchgeführt werden, die Wirkung der Pneumokokken-Impfung gezielt geprüft. Mit Hilfe eines Berichtssystems wurde die Frequenz der Pneumokokkenmeningitis vor und nach der Impfung ermittelt.

Das Ergebnis ist beeindruckend: - Die Gesamtinzidenz der Pneumokokkenmeningitis ist von 1,13 auf 0,79 pro hunderttausend Menschen pro Jahr gesunken. Bei den Kindern unter zwei Jahren ist die Inzidenz der Meningitis um 64% gesunken, bei den über 65-Jährigen um 54%. Betrachten wir die vom Schutzimpfstoff abgedeckten Krankheitserregertypen, so war der Abfall besonders ausgeprägt - von 0,66 auf 0,18 Fälle pro hunderttausend Einwohnern pro Jahr.

Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Abbau von 73,3 Prozentpunkten. Auch die Anzahl der Mittelohrinfektionen ist seit der Markteinführung des Pneumokokken-Impfstoffs signifikant zurückgegangen. In den USA und Finnland haben Untersuchungen eine Reduzierung der Behandlungshäufigkeit um 20 bis 50 Prozentpunkte ergeben. Geimpfte Kinder mussten sich einen Tympanostomie-Schlauch 44% weniger oft in die Ohren einführen lassen als ungeimpfte Kinder.

Antibiotikaverschreibungen sanken um 42 Prozentpunkte. Die Pneumokokken sind bakteriell und können daher mit einem Antibiotikum behandelt werden. Aber immer mehr Keime werden unempfindlicher gegen sie. Die Impfung gegen Pneumokokken hilft daher auch, Antibiotikaresistenzen zu verhindern. In den seltensten Fällen treten bei einem Kind unerwünschte Wirkungen wie Intoleranz, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und leichtes Fieber auf. An der LMU München hat Dieter Adam von der Klinik für Kinderheilkunde die Begleiterscheinungen bei knapp 6.000 geimpften Patienten untersucht, die zeitgleich mit dem Pneumokokken-Impfstoff und einem der gängigen Fünf- oder Sechs-Phasen-Impfstoffe impfen.

85 Prozente der betroffenen Personen hatten überhaupt kein eigenes Problem. Allerdings ist die Schutzimpfung für die Kassen teuer: Die Kritik an der Vakzination warnt jedoch davor, dass die Vakzination gegen einige Stämme von Krankheitserregern zu einem erhöhten Vorkommen anderer Arten von Pneumokokken oder anderen Keimen führt. Dies ist in der Tat in einigen Staaten seit der EinfÃ??hrung der Schutzimpfung zu beobachten.

Allerdings wird betont, dass die Gesamtzahl der Infektionskrankheiten weiter zurückgeht, was bedeutet, dass die Impfungen eine positive Nettowirkung haben. Es war jedoch nicht eindeutig, ob andere Pneumokokken-Stämme in die durch die Vakzination entstandene "ökologische Nische" eintreten konnten. Aus den USA ist bisher nur ein moderater Infektionsanstieg bei anderen Pneumokokkentypen zu verzeichnen.

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