Keuchhusten bei Erwachsenen wie lange Krankgeschrieben

Krampfhusten bei Erwachsenen, solange sie krank sind.

Lange Zeit galt Keuchhusten als klassische Kinderkrankheit. Doch seit einigen Jahren verlagert sie sich immer mehr in die Adoleszenz und das Erwachsenenalter. Schluckhusten ist bei Erwachsenen meist anders als bei Kindern und wird daher oft mit anderen Atemwegserkrankungen verwechselt. Krampfhusten: Häufiger bei Erwachsenen als man denkt. Muskulaturschmerzen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen sind die unschönen Nebenwirkungen, die ihn jede Minute daran erinnern, dass er krank ist.

Keuchhusten wächst heran.

Berlins - Im Monat September wurde die Berlinerin von einem quälenden Hust zu ihrem Doktor getrieben. In der Nacht konnte sie kaum einschlafen und spürte am Tag eine starke Beeinträchtigung durch ihren Husten an ihrem Arbeitsplatz. Die Ärztin hat ihr bis auf Weiteres geschrieben und ihr ein Mittel gegen Erkältungskrankheiten verschrieben. Die 55jährige Tochter zweier ausgewachsener Kleinkinder kehrte zwei Wochen später in die Arztpraxis von Herrn Dr. med. Dietrich Stern zurück.

In der Zwischenzeit wurde der Erkältungshusten von Krampfanfällen begleitend behandelt. Die Verdachtsmomente wurden am 22. September bestätigt. Der noch immer gehustete Patient leidet unter Keuchhusten. Trotzdem war der Patient sieben Wochen lang krankgeschrieben. Lange Zeit gilt Keuchhusten als klassisch. Doch seit einigen Jahren verschiebt sie sich mehr und mehr in die Adoleszenz und das Erwachen.

Laut Dokumenten des Robert-Koch-Instituts in Bonn betrug das durchschnittliche Alter der berichteten Hustenfälle 1995 15,1 Jahre, 2008 waren es 41,7 Jahre. Heutzutage tritt nur ein Prozentsatz der berichteten Patienten im ersten Jahr des Lebens auf, während 75 Prozentpunkte in der Altersklasse über 19 Jahre auftauchen. Jedes Jahr werden in der Bundesrepublik über 1.100 Menschen wegen Keuchhusten ins Spital eingeliefert.

Keuchhusten bei Erwachsenen ist eine gefaehrliche Seuchenquelle. Mütter, Väter und Schwestern, selbst Grosseltern können Säuglinge und Kleinkinder mit ihren Krankheitserregern infizieren und in die größte Gefahr für ihr Leben einführen. Daher genügt es nicht mehr, Säuglinge zu impfen: Auch Schüler, Heranwachsende und gar die Erwachsenen brauchen eine Impfung gegen Keuchhusten. Besonders betroffen sind Säuglinge.

Die Infektion mit Pertussis-Bakterien ist im ersten Jahr des Lebens besonders bösartig. Atembeschwerden durch Krankheit sind für diese Altersklasse sehr schädlich. Bei solchen Apnoe-Attacken herrscht ein Mangel an Sauerstoff im Hirn, der zu dauerhaften Schädigungen des Gehirns bis hin zum Tod führen kann. Daher müssen Säuglinge mit Hustenverdacht in einer Praxis gehalten werden, in der ihre Herzaktivität und ihr Atem laufend kontrolliert werden.

Bislang hat die Standing Commission on Vaccination (Stiko) die Schutzimpfung aller Säuglinge nur zu einem Zeitpunkt empfohlen, an dem der dritte, vierte und fünfte Lebensabschnitt beginnt. Im zwölften bis 15. Monat ist eine erste Auffrischungsimpfung geplant. In der Vergangenheit wurde davon ausgegangen, dass die frühkindliche Vakzination die Erkrankung in den Griff bekommen könnte.

Es ist heute bekannt, dass weder eine überlebende Infizierung noch eine Schutzimpfung eine dauerhafte Abwehrwirkung haben. Seit dem Jahr 2000 rät die Firma deshalb zu einer Auffrischungsimpfung für junge Menschen zwischen neun und 17 Jahren. Zusätzlich zur Verschiebung der Krankheiten ins hohe Alter ist seit 2001 ein Anstieg der Zahl der keuchenden Hustenerkrankungen zu beobachten, selbst bei voll-geimpften Kindern zu Jahresbeginn.

Diese Zunahme der Fälle hat dazu geführt, dass die Firma seit Jänner 2006 eine weitere Auffrischungsimpfung gegen Keuchhusten im Kindergartenalter empfiehlt. Ein weiterer Wandel gilt für Erwachsene. Noch bis vor wenigen Jahren verfolgten die beiden eine so genannte Cocoon-Strategie. Die Impfungen wurden vor allem für Menschen empfohlen, die in engem Zusammenhang mit Kleinkindern stehen. Mütter, die ein Kind wollen und nicht gegen Keuchhusten impfbar sind, sollten ebenfalls mitimpfen.

Gleiches gilt für das ärztliche Fachpersonal in der Pädiatrie und Frauenheilkunde sowie für das Pflegepersonal der kommunalen Einrichtungen für Vorschulkinder. Durch die veränderte epidemiologische Lage war die Stiftung nun gezwungen, ihre Impfstrategien erneut zu überarbeiten. Sie hat seit Juni 2009 eine einzige Schutzimpfung für alle Erwachsenen empfohlen, verbunden mit einem Auffrischungskurs gegen Tetanus und Diphterie.

Die Erwachsenen sind sich der Gefahren, die sie für Säuglinge und Kleinkinder bergen, in der Regel nicht bewußt. dass ihr hartnäckiger Husten Keuchhusten nicht einmal einen Keuchhusten auslösen kann. Erwachsenen fehlt oft die typische "Absorption" und der typische Stakkato-Hustenanfall. Das erklärt, warum Säuglinge in 46% aller Fällen von ihren eigenen Müttern infiziert werden.

Bei acht Prozentpunkten sind Grosseltern die Quelle der Infektion.

Mehr zum Thema