Interstitielle Lungenerkrankung

Die interstitielle Lungenerkrankung

Die interstitiellen Lungenerkrankungen werden auch parenchymale Lungenerkrankungen genannt. Eine interstitielle Lungenerkrankung kann nicht ausgeschlossen werden! Unter dem Sammelbegriff "interstitielle Lungenerkrankungen" werden nicht-infektiöse Entzündungen der Lunge zusammengefasst. Die interstitiellen Lungenerkrankungen sind eine heterogene Gruppe von Erkrankungen, bei denen der Verdacht auf eine Erkrankung des unterstützenden Lungengewebes besteht.

Die interstitiellen Lungenkrankheiten

Die interstitielle Lungenerkrankung wird auch als parenchymales Lungenleiden angesehen. Diese werden durch Schädigungen in den die Alveolen umgebenden Körperzellen (Alveolen) hervorgerufen, die zu ausgedehnten Entzündungsreaktionen und fibrotischen Vernarbungen in der Lungengegend führen. Unter dem Begriff "interstitielle Lungenerkrankung" werden mehr als 300 verschiedene Krankheiten zusammengefasst. Die häufigsten Lungenkrankheiten sind unter anderem:

Einige interstitielle Lungenkrankheiten, besonders Sarkoidosen, wirken sich auch auf andere Organe des Körpers aus. Forschungsarbeiten zur Bestimmung der Häufigkeit von Lungenkrankheiten sind schwer, da eine spezifische Diagnostik nicht immer möglich ist. Nach einigen Untersuchungen sind idiopathische Lungenfibrosen und Sarkoidosen mitverantwortlich für 50% aller Zwischenzelllungen. Fachleute unterteilen interstitielle Lungenkrankheiten in zwei Gruppen:

Krankheiten, für die die Ursache bekannt ist, und Krankheiten, für die dies nicht der Fall ist. Die interstitielle Lungenerkrankung beginnt in der Regel sukzessive. Die meisten Menschen, die an einer Lungenerkrankung erkrankt sind, haben Kurzatmigkeit. Weitere Beschwerden sind anhaltender, ausgetrockneter Brusthusten (d.h. ohne Sputum); im fortgeschrittenem Alter können auch blaue oder lila Verfärbungen der Lefzen, Arme und Füsse (durch sehr niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut) und Schwellungen der Fingern auftauchen.

Lediglich in einem von drei FÃ?llen ist die interstitielle Lungenerkrankung auf eine bekannte Ursache zurÃ?ckzufÃ?hren. Nach Expertenmeinung kann eine Verbindung von genetisch bedingten Ursachen, die den Menschen besonders empfindlich für die Krankheit machen, und Umwelteinflüssen das Entstehen einiger Krankheiten, darunter beispielsweise von Sarkoidosen, begründen. Bei 35% aller Menschen mit interstitieller Lungenerkrankung wurden Umwelteinflüsse aufgedeckt.

Die Lungenentzündung ist auf das Inhalieren von aktiven Substanzen am Arbeitsort zurück zu führen, die zu einer starken Vernetzung und Aushärtung ( "Fibrose") der Lungen führt. Die klassischen Verursacher sind Quarzstäube (Silikose), Kohlestaub (Kohlenstaub) und Asphalt (Asbest). Aufgrund des Wandels in der Industrie sind diese Krankheiten seltener geworden. Häufigste Ursache sind Staubbelastungen durch schimmeliges Gras ("Dreschlunge") oder Brieftauben oder andere Vogelarten ("Vogelzüchterlunge").

Gewisse Arzneimittel zur Therapie anderer Erkrankungen können auch interstitielle Lungenkrankheiten verursachen. Diese beinhalten: Amiodaron ( "unregelmäßiger Herzschlag"), Bleomyzin (ein Chemotherapeutikum ), Metotrexat (zur Arthrosebehandlung ) und Stickstofffurantion (zur Harnwegsinfektion). Eine interstitielle Lungenerkrankung kann nur dann vermieden werden, wenn ihre Ursachen bekannt sind.

Fachleute wollen in Zukunft herausfinden, welche Menschen besonders empfindlich für das Entstehen einer Lungenerkrankung sind, um auf dieser Grundlage individuell vorbeugende Maßnahmen ergreifen zu können. Der Befund wird mittels Thoraxröntgen und Computertomografie (CT) erstellt. In der Regel manifestiert sich die interstitielle Lungenerkrankung in großen Knötchen, einem Netzmuster oder einer allgemeinen Verschwommenheit.

Die hochauflösende Computertomographie kann bei der Bestimmung der speziellen Form der Lungenerkrankung durch Analyse der genauen Expression des Lungeschattens mithelfen. In der fortgeschrittenen pulmonalen Fibrose kann die Lungen ein "Wabenmuster" haben. Das liegt an der weitgehenden Vernichtung der Alveolen und der Entstehung kleiner zystischer Räume in der Lungen.

Lungenfunktionsuntersuchungen und der Sauerstoffgehalt im Körper sind auch für die Diagnostik und Verlaufskontrolle der Lungenerkrankung von Bedeutung. Für eine exakte Diagnostik der Lungenerkrankung ist eine chirurgische Biopsie der Lunge notwendig, bei der Gewebeproben genommen und unter-sucht werden. Interstitielle Lungenkrankheiten werden mit entzündungshemmenden Mitteln (z.B. Steroiden) und Narbenpräparaten behandelt.

In anderen, wie der Idiopathie der pulmonalen Fibrose, ist dies nicht der Fall. 4. Auch in den höheren Stadien der Erkrankung können Rehabilitationsprogramme für die Lunge und den Blutkreislauf vonnöten sein. Ungeachtet der Therapie verschlechtern sich einige interstitielle Lungenerkrankungen sukzessive. Untersuchungen zeigen, dass 5 Jahre nach der ersten Diagnose 20% aller Patientinnen und Patienten nach wie vor am Lebensende sind, während 80-100% aller Patientinnen und Patienten mit einer überempfindlichen Lungenentzündung oder -arkoidose noch am Lebensende sind.

Die interstitielle Lungenerkrankung stellt eine wachsende Last für die Gesundheitssysteme da. Zur besseren Versorgung mit diesen Krankheiten ist eine verstärkte Bereitstellung spezialisierter Dienste notwendig. Zur Verbesserung der Vorbeugung und Therapie sind großmaßstäbliche Untersuchungen über die genetische Ursache von Lungenkrankheiten notwendig.

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