Insektenstichreaktion

Insektenstichreaktion

Bei Insektenstichen kommt es häufig zu juckenden, festen Knötchen mit oder ohne Umweltrötung, die lange anhalten können. Jeder kennt die lokale Insektenstichreaktion, das Jucken und Brennen, die leichte Schwellung. Die Insektenstiche, insbesondere von Bienen, können verschiedene allergische Reaktionen auslösen. Schätzungen zufolge sind bis zu drei Prozent der Menschen in Deutschland gegen Insektenstiche allergisch. Die Krankheitsbilder der Insektenstichreaktion sind in den meisten Fällen durch epidermal-dermale, gerötete, entzündlich infiltrierte, urtikarielle Papeln oder Plaques gekennzeichnet.

Insektenstichreaktion und

Basierend auf den Ergebnissen der klinischen Untersuchung wird eine hyperergische Insektenstichreaktion diagnostiziert. In diesem Fall entsteht eine rötliche Papula mit einem zentralen Blutungspunkt in der Regel schnell aus einem Bienenstock (= Urtica). Der Insektenstich ist in der Regel in Gruppen zusammengefasst, aber ungleichmäßig in unbekleidete Bereiche aufgeteilt. Oftmals kann das Tier (Käfer, Läuse, Flöhe, Mücken, Stechfliegen, Bienen, Wespen) nicht klar identifiziert werden.

Wanzenbisse, zum Beispiel, werden in der Regel an Körperstellen angeordnet, die durch Nachtwäsche freigelegt werden, sowie durch schlechten Gestank, Blutspuren und Wanzenausscheidungen im Schlaf. Hymenopteren sind in der Regel Schmerzen und verursachen starke Schwellung und Rötung. Weitere Folgeerscheinungen sind unter anderem eine lymphatische Entzündung, die Weiterleitung anderer Erreger ( "Plasmodien" oder "Borrelien") und eine systemisch bedingte Borreliose.

Für unkomplizierte Bisse wird eine örtliche Kühlung und antipruritische Behandlung (feuchte und entkeimende Kompressen, Polidocanol), eventuell in Verbindung mit örtlichen Corticosteroiden und systemischen antipruritischen Medikamenten (Antihistaminika) verwendet. Die Behandlung anaphylaktischer Reaktionen sollte nach den Richtlinien (AWMF-Register Nr. 065-025) erfolgen, je nach dem betroffenen Organismus und Ausprägung. Bei einer systematischen Insektenstichreaktion sollte der Patient über die Expositions-Prophylaxe informiert werden (geeignete Bekleidung, Abwehrmittel), ein Notfallset mit Adrenalin-Autoinjektor tragen und an einen Arzt verwiesen werden.

Gezielte Immuntherapien (= Hyposensibilisierung) mit Bienengift bzw. Wespengift sind in Verbindung mit einer nachgewiesenen Sensitivität gegen das verursachende Giftsignal angezeigt. Für lokale hyperergische Reaktionen sind kein Notfallset, keine Allergie-Diagnostik und keine Unterempfindlichkeit erforderlich. Der Patient bekommt Desinfektionshüllen und eine Emulsion mit Methylprednisolonaceponat (1 x/d) für max. 7 Tage sowie ein H1-Antihistamin in Drop-Form.

Insektenbisse (Übersicht) - Altmeyer Lexikon

Giftige Reaktionen: "normale" Reaktionen des (nicht allergischen) Körpers auf einen Stich: Schmerzen, Jucken, Narbenbildung. Insektenstiche bestehen manchmal über einen längeren Zeitraum als juckender, stecknadelkopfgroßer, oft zerkratzter Biss. Nach einem Insektenstich kommt es kaum zu lebensbedrohlichen Reaktionen (100-1000 Bisse). Außergewöhnliche Reaktionen: Das sind Reaktionen, deren zugrundeliegender Krankheitsverlauf nicht klar geklärt werden kann.

Immunkomplexe Anaphylaxe, neuropsychogenische Reaktionen oder Unverträglichkeitsreaktionen werden unter dem Gesichtspunkt der Vaskulitiden, Serumkrankheiten, Nephropathien oder Urtikaria erörtert. Bei der chronischen lymphatischen Blutkrebserkrankung können oft abgestorbene oder blasenbildende Insektenstiche beobachtet werden. Allergien: Die allergischen Reaktionen werden in lokale und systemische Reaktionen untergliedert. Es können epidermische Reaktionen (Spongiosa, epitheliale Nekrose) auftreten. Die Spezielle Immunstherapie (SIT) mit Hautflüglergift ist eine gut tolerierte und hocheffektive Prophylaxe für insektengiftsensibilisierte Patienten.

Repellents (chemische Insektenschutzmittel) schützen nicht. Schrecken Sie die Tiere nicht von den Nahrungsquellen fern, besonders nicht bei Hektik. Seien Sie an Tagen mit heißem und feuchtem Wetter besonders sorgfältig, da die Tiere bei diesem Wetter agressiv sind. Fenster am Tag verschlossen lassen oder mit Insektennetzen absichern. Achten Sie auf verborgene Schädlinge (besonders im Schlafzimmer oder in Schuhen).

Beim Annähern an Ungeziefer oder in der Nähe von Nestern voreilige oder auffällige Bewegung meiden und zögern!

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