Influenza Pandemie

Grippepandemie

Die Pandemie ist der weltweite Ausbruch einer Infektionskrankheit. Experten schätzen das Risiko einer Grippepandemie derzeit als relativ hoch ein. tengruppe "Influenza-Pandemieplanung" am Robert-Koch-Institut (RKI) ab Mai. Aber auch außerhalb der eigentlichen Grippesaison kann die Grippe ausbrechen und zu jeder Jahreszeit eine Pandemie auslösen. Pandemien werden von den großen Gesundheitsorganisationen als weitgehend beendet angesehen.

Geschichtliche Grippe-Epidemie

Influenzapandemien, d.h. das Vorkommen einer neuen Art von Influenzaviren, gegen die ein großer Teil der Population nicht gefeit ist und die von Mensch zu Mensch übertragen werden, treten in unregelmäßigen Zeitabständen auf. Vier Influenzapandemien ereigneten sich im Verlauf des zwanzigsten Jahrtausends. Am schwersten war die "Spanische Grippe" 1918/1919, die durch ein besonders giftiges Erreger vom Subtyp A/H1N1 ausgelöst wurde und zwischen 50 und 100 Mio. Menschen während drei Phasen tötete (Mortalität ca. 2-4%).

1957/58 kam es zur nächsten Grippepandemie, auch "Asiatische Grippe" genannt. Es wurde durch ein Virusinfektion vom Typ A/H2N2 ausgelöst. Schätzungsweise 20 Prozent der Erdbevölkerung waren von dieser Pandemie betroffen (Mortalität ca. 0,4 Prozent). Bereits zehn Jahre später kam es zur nächsten Grippepandemie. In der " Hong Kong Influenza " 1968/69 wurde das Influenzavirus der " Asian Influenza " durch ein neuartiges Influenzavirus A/H3N2 ersetzt (Letalität etwas niedriger als 57/58).

Seitdem ist dieser Typ auf der ganzen Welt im Umlauf. 1977 verbreitete sich ein seit 1957 nicht mehr im Umlauf befindlicher Typ A/H1N1 wieder über China und Russland, vor allem bei Kleinkindern. Die Pandemie hat jedoch zu keiner nennenswerten Übermortalität geführt. Außerdem konnte dieses 1977er A/H1N1 Virus das jahreszeitlich bedingte A/H3N2 Virus nicht ersetzen, und so kursierten beide Unterarten 32 Jahre lang Seite an Seite.

Im Jahr 2009 löste ein neues mexikanisches A(H1N1)-Virus (ursprünglich "Schweinegrippe" genannt) eine relativ leichte Pandemie aus. Die letztgenannte Pandemie wurde im September 2010 von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) ausgerufen. Seitdem hat das neue Erreger den Verdacht auf Influenzaviren A/H1N1. Allerdings ist der Subtyp 1968/69 A/H3N2 weiterhin im Umlauf. Aus der genetischen Variabilität der Influenza-A-Viren (Antigen-Shift) werden weiterhin neue Stämme und Unterarten entstehen, gegen die ein großer Teil der Menschen nicht gefeit ist.

Es ist schwer vorherzusagen, wann ein neuer Erreger und damit die naechste Pandemie auftreten wird.

Die schwerste Grippepandemie der Welt | Wissen | Thema

Durch den Ersten Weltkrieg, der von 1914 bis 1918 dauerte, starben rund 17 Mio. Menschen. Nach Schätzungen trug die 1918 aufgetretene und bis 1920 auch in den Inuit-Dörfern und auf der Insel um sich greifende Spaniengrippe 20 bis über 100 Mio. Menschen. Alleine im ehemaligen Kaiserreich soll die Spaniengrippe rund 4000 Menschen das Leben kosten - so viele Bewohner haben heute Augsburg und Regensburg zusammen.

Von 1918 bis 1920 entwickelte sich die Hispanoamerikanische Influenza zur schwersten Grippepandemie der Welt. Influenza wird auch Influenza oder Influenza bezeichnet und wird durch ein Virus ausgelöscht. Grippeviren sind hoch ansteckend und werden durch Tröpfchen- oder Kontaktinfektionen weitergegeben. Influenza tritt in der Regel plötzlich auf und führt zu hohem Fieber, Schüttelfrost, Erkältung, Husten, Kopfschmerzen, Schmerzen in den Gliedmaßen und Muskeln.

Bei bereits geschwächtem Organismus haben die Keime eine leichte Aufgabe und können zu weiteren Folgekrankheiten wie Herzmuskel und Lungenentzündung werden. Wo die Erkältung herkam, ist nicht eindeutig klar - aber wahrscheinlich nicht aus Spanien. Die Pandemie hat der berühmte Wissenschaftler Wilfried Witte, Berlin und leitender Arzt der Charité, erforscht. Es wird vermutet, dass die Influenza im Maerz 1918 erstmals Studenten und Soldatinnen in Kansas, USA, getroffen hat.

Der hatte sich am vierten Tag des Jahres 1918 fieberkrank angemeldet. Dann verbreitete sich das Erregervirus über Truppentransporter nach Europa. "Spanisch " Influenza? Die erste Nachricht aus Spanien kam am Abend des 21. April 1918 in der Tageszeitung "El Sol" in Madrid, dass Massen von Menschen an einer mysteriösen Erkrankung leiden. Sogar der damals in Spanien lebende Alfonso XXIII. war daran gestorben.

"Die Krankheit beginnt mit Erkältungskrankheiten wie z. B. Erkältungskrankheiten, Kopfschmerzen, Husten und Schmerzen in den Gliedmaßen und endet für viele mit einer Bakterienpneumonie und dem Absterben. Die eigentliche Ursache der Influenza, das Grippevirus, wurde erst 1933 von drei Wissenschaftlern in London aufgedeckt. "Die Sterbetafeln waren W-förmig, meint die Molekularbiologin und Wissenschaftspublizistin Gina Kolata in ihrem Roman "Influenza - Die Suche nach dem Virus": "Babys und Kleinstkinder unter fünf Jahren, Ältere zwischen 70 und 74 Jahren - und eine bemerkenswerte Zahl von robusten 20- bis 40-Jährigen waren erkrankt.

Die Menschen, die kurz vor ihrem Tode an der Spaniengrippe litten, wurden teilweise bläulich, weil ihre Lungen versagten. Wir wissen heute, dass die Influenza von 1918 als allgemeine Influenza begonnen hat, sich aber dann geändert hat. Zuerst war die Spaniengrippe laut Wilfried Witte verhältnismäßig harmlos: Bei der ersten Infektionswelle im Frühling 1918, gegen Ende des Ersten Weltkrieges, wurden viele Menschen krank, hatten etwa drei Tage lang Frösteln und hohes Fieber, aber nur wenige Sterben.

"lm Okt. 1918 hatte der Wurm Wien erobert. Mit steigendem Temperaturanstieg und zunehmender Kurzatmigkeit porträtierte Schiele die Verstorbenen. Drei Tage später, am 31. oktober, verstarb er ebenfalls an der spanische fluppe. Die einzige Person, die der Spaniengrippe entgehen konnte, war jemand, der jemals mit einem vergleichbaren Krankheitserreger zu tun hatte und hinreichend gesund war.

Dies könnte nach Ansicht der Forscher auch die Ursache dafür sein, dass die Influenza besonders viele 20- bis 40-Jährige mitgerissen hat: Menschen, die 1918 unter 20 oder über 40 Jahre alt waren, hatten als Kind jahreszeitlich bedingte Influenzawellen erlebt, deren Krankheitserreger denen der Spaniengrippe erinnerten. Das lmmunsystem war bereits präpariert. Doch als die 20- bis 40-Jährigen 1918 noch Kleinkinder waren, zirkulierten andere Grippeviren.

Für die Spanish Flu wurden sie leicht zu Opfern. Machte die Spaniengrippe das lmmunsystem verrückt? Im Jahr 2007 publizierte ein amerikanisch-japanisches Forschungsteam den Verdacht, dass die Spaniengrippe das Abwehrsystem der Patienten überreagiert hat, so dass ihre Abwehr gegen den eigenen Organismus gerichtet war und unter anderem das Gewebe der Lunge zersetzt wurde.

Mit dem rekonstruierten Erreger von 1918 konnten sie dies bei Affen beweisen das könnte auch der Grund dafür sein, warum so viele Jugendliche, ja sogar kräftige Menschen umkamen. "Genauso wie 1918 wird es nicht wieder vorkommen", sagt Silke Buda, Grippeexpertin am Robert-Koch-Institut (RKI). Die Mediziner konnten nicht viel gegen die oft tödliche bakterielle Lungenentzündung nach der Erkältung tun:

Wie die Spanische Grippe war. Gina Kolata: Influenza. Auf der Suche nach dem Erreger. Das RKI untersucht die akuten Erkrankungen der Atemwege und konzentriert sich auf potentiell Pandemieviren. In China wird das grösste Pandemiepotenzial derzeit dem Vogelgrippevirus H7N9 zugeordnet. "Doch diese Beurteilung heißt nicht, dass es dieses Übel sein wird", sagte Buda.

Sollte es zu einer neuen Pandemie kommen, könnten Fachleute Schutzmassnahmen vorschlagen und mit einem eigens dafür vorgesehenen Vakzin eine Impfung einleiten. Das konnte man 1918 nur erträumen. Spanisch Influenza - Ein Bildungsspiel für Pandemien: 14/022018, 18/05 Uhr, IQ - Science and Research, Bayern vor 2/100 Jahren:

Bei der Spanischen Influenza gab es 50 Mio. Tote: 23.01. 2018, 20.00 Uhr, gesundheitliche Probleme!

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