Infektexazerbierte Copd

Ansteckung verschlimmert Copd

Verschlimmerte COPD ist der medizinische Notfall einer Lungenerkrankung. Exazerbation der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) wird als akute, potenziell lebensbedrohliche Erkrankung definiert. Besonders bei akuten Verschlechterungen (Exazerbationen) der COPD ist eine Behandlung mit Antibiotika sinnvoll. Die akuten Exazerbationen der COPD sind mit einer erheblichen Morbidität und Mortalität verbunden. Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) und Asthma bronchiale gehören zu den häufigsten Lungenerkrankungen unserer Gesellschaft.

Woran kann man eine verschlimmerte COPD erkennen?

Verschlimmerte COPD ist der ärztliche Notstand bei Lungenerkrankungen. Hier erfahren Sie, wie Sie eine verschlimmerte COPD feststellen, was im Ernstfall zu tun ist und wie Sie Verschlimmerungen verhindern können. Woran kann man eine verschlimmerte COPD feststellen? In vielen COPD-Patienten verläuft die Erkrankung in Episoden - so genannten Eskalationen.

Bei exazerbierter COPD kann in kürzester Zeit ein rasches Voranschreiten der Beschwerden des Hustens, Sputums und der Kurzatmigkeit sowie eine deutliche Verschlechterung der Lungenfunktionen beobachtet werden. Welches Verfahren ist bei COPD hilfreich?

EPOC Exacerbierte - Era túnel?

Verschlimmerte COPD ist der ärztliche Notstand bei Lungenerkrankungen. Hier erfahren Sie, wie Sie eine verschlimmerte COPD feststellen, was im Ernstfall zu tun ist und wie Sie Verschlimmerungen verhindern können. Verschlimmerte COPD - Was tun? Bei einer Verschlimmerung kommt es auf die Schwere der Erkrankung an. Geringfügige Verschlimmerungen mit niedrigem COPD-Schweregrad (I oder II) können von trainierten Patientinnen und Patienten gut bewältigt werden.

Im Falle mäßiger Verschlimmerungen sollte so schnell wie möglich ein Facharzt konsultiert werden, der über weitere Massnahmen wie die Verabreichung von Cortison oder antibiotischen Mitteln entscheidet. Eine weitere Sauerstoff-Therapie kann auch bei starker COPD (III und IV) indiziert sein. Im Falle von schwerwiegenden Verschlimmerungen mit starker Kurzatmigkeit sollte der Pflegebedürftige so schnell wie möglich ins nächstgelegene Spital eingeliefert werden.

Hierbei kann man entscheiden, ob eine ambulante oder gar intensive Pflege erforderlich ist oder ob die Versorgung auch im ambulanten Bereich weitergeführt werden kann. Abhängig von der Stärke der Verschlimmerung kann eine Versorgung des betreffenden Pflegebedürftigen auf der intensivmedizinischen Station erforderlich sein. Als Ursachen für eine intensive medizinische Versorgung kommen schwerwiegende Kurzatmigkeit (respiratorische Insuffizienz), mangelnde Reaktion auf eine Notfalltherapie und eine drastische Abnahme der Lungenfunktionen in Frage.

Welches Verfahren ist bei COPD hilfreich?

Verschlimmerungen als Vorhersagefaktor

Verschlimmerungen der COPD sind durch eine akut verschlechterte Erkrankung mit einer Erhöhung der Atemnot und oft auch des Sputums charakterisiert. Die Früherkennung und adäquate Behandlung von Verschlimmerungen ist für die Vorhersage des Betroffenen von entscheidender Bedeutung. Je stärker und anhaltender die Verschlimmerung, desto höher ist das Risikopotenzial für weitere Verschlimmerungen, was zu einer erhöhten Mortalität führt.

Die Frage, ob und wenn ja, welche antibiotischen Mittel eingesetzt werden, ist abhängig von der Schwere der Erkrankung. COPD verursacht Entzündungen und Umbau der kleinen Luftwege sowie die Zerstörung des Lungenparenchym zur Durchflussbegrenzung. Die COPD ist funktional nach FEV 1 klassifiziert. Zusätzlich werden der Ausmaß der Atemnot und die Frequenz der Verschlimmerungen in die neue Einstufung der Stadien nach GOLD[2] einbezogen.

Damit wird die Bedeutung der Verschlimmerung für die Krankheitsprognose unterstrichen. Mehr als zwei Verschlimmerungen pro Jahr führten somit bereits zu einer Klassifizierung der COPD in die höchste Kategorie der COPD oder D. Im Zusammenhang mit der akute Verschlimmerung der COPD (AE-COPD) verschlechtert sich die Lungenblähung[3]. Dies wiederum ist ein prognostischer Faktor[4]: Patientinnen und Patienten mit einem erhöhten intrathorakalen Volumen und reduzierter Inspirationskapazität (in der Regel "rosa Puffer") haben eine geringere Lebensdauer im Gegensatz zu Blähungen.

Besonders bei Patientinnen und Patienten mit gleichzeitiger Bronchialüberreaktivität, die zu einem schnellen Ansteigen des Atemwiderstandes führt, besteht das Risiko einer pulmonalen Hyperinflation während der COPD-Exazerbation. Diese asthmaähnliche Verlaufsform ist erneut mit einer schlechteren Lebenssituation, häufigeren Therapien und einer erhöhten Sterblichkeit angesichts der häufigeren Verschlimmerungen verbunden[4, 5, 6]. Daher ist es für diese Gruppe von Patientinnen und Patienten besonders bedeutsam, Verschlimmerungen zu verhindern.

Gemäß den GOLD-Richtlinien - Aktualisierung 2015[2] - wird die Dauerbehandlung der COPD in den Stadien A und B, die entweder durch häufiger auftretende Verschlimmerungen oder starke Funktionsstörungen charakterisiert sind, mit einer Kombinationstherapie von lang wirksamen Betamimetern und/oder Anticholinern zusammen mit inhalierten steroidalen Mitteln durchgeführt. Die Verschlimmerung der COPD ist nach den GOLD-Richtlinien[2] "ein akuter Vorgang, der durch eine Verschlimmerung der Atemwegsbeschwerden eines Menschen über die alltäglichen Schwankungen hinaus und zu einer Veränderung der medikamentösen Versorgung führen kann.

Patientinnen und Patienten mit einem schnellen Beginn der Symptome am ersten Tag und Maximalsymptomen am zweiten Tag, während die andere Patientengruppe die ersten Verschlimmerungssymptome erst nach einem prodromalen Stadium von drei Tagen und oft erst nach weiteren drei Tagen zeigt. Bei der COPD ist die COPD-Exazerbation ein wichtiger prognostischer Faktor[8].

Nach der ersten Verschlimmerung gibt es beispielsweise nur noch eine 5-Jahres-Überlebensrate von 40 %. Bei der zweiten Verschlimmerung nimmt der Gesundheitszustand rasch ab und die Sterblichkeit steigt in den darauf folgenden Tagen. Je stärker die bestehende Funktionsbeeinträchtigung (nach FEV1), desto größer das Risiko[9].

Vereinfacht ausgedrückt: Je stärker die COPD, umso mehr Verschlimmerungen treten auf. Das hat auch Auswirkungen auf das Ergebnis der Erkrankung, so dass das Leben nach einer früheren Verschlimmerung bei Patientinnen mit einem erhöhten GOLD-Gehalt signifikant verkürzt wird[9]. Die Exazerbationsbehandlung muss darauf abzielen, die Nachwirkungen zu minimieren, sowohl die akute Beeinträchtigung der Atemwegssymptome einschließlich der Ateminsuffizienz als auch die Langzeitfolgen mit einer weiteren Funktionsverschlechterung, weiteren Verschlimmerungen und Mortalitätserhöhung.

Häufigste Ursachen der Verschlimmerung sind Virusinfektionen der Atemwege oder Entzündungen des Tracheobronchialsystems. Zusammenfassend lässt sich eine Infektionsauslösung in 70 - 80 % und eine Bakteriengenese in 25 - 50 % nachweisen. Bei Patientinnen mit einer indikationsbedingten Lungeembolie muss mit einer Häufigkeit von 25% gerechnet werden.

In der deutschen S3-Richtlinie zur Diagnose und Behandlung von Infektionen der oberen Atemwege[14] wird die Stockley-Klassifikation der Verschlimmerungen verwendet: Art II: Anstieg der Atemnot, möglicherweise bei Auswurf und eitrigem Auswurf. Bei häufigen Verschlimmerungen ( 3/Jahr), einem Therapieausfall oder schweren Krankheiten mit multiresistenten Keimen empfiehlt sich die Durchführung einer mikrobiologischen Sputumuntersuchung mit dem Empfehlungsniveau Z.

Bei mittelschwerer Verschlimmerung mit schweren Atembeschwerden, schlechter Allgemeinbefinden, Bewusstseinsstörungen, Zunahme der Ödeme / Cyanose und neuen Herzrhythmusstörungen[14] Neben einer schnellen Therapie ist es ebenfalls notwendig, den Betroffenen so zu trainieren, dass er im Falle einer Verschlimmerung die Krankheitssymptome und den Krankheitsverlauf durch Eigenmedikation mitbestimmen kann.

Ist die Sauerstoffsättigung niedrig und wird der Pflegebedürftige noch nicht mit einer Sauerstoff-Therapie behandelt, kann dies ein Anlaß sein. Wenn die Sättigungswerte sich weiter verschlechtern, sollte auch hier die Anzeige für eine ambulante Versorgung gegeben werden. Mit Steroiden wird eine schnellere Genesung, eine bessere Versorgung mit FEV 1 und SO2 erreicht, das Rezidivrisiko, ein Therapieversagen und möglicherweise ein längerer Krankenhausaufenthalt reduziert.

Pflegebedürftige mit Asthmaüberlappungssymptomen und starker Behinderung sollten sich einer Steroidbehandlung über einen längeren Zeitraum oder mehrere Male am Tag unterziehen. Bei leichter COPD-Exazerbation sollte die antibiotische Behandlung nur bei funktioneller COPD Stufe 3 (FEV1: 30 - 50 % des Targets) oder 4 (FEV1: unter 30 %) und 4 (Stockley Stufe II) angewendet werden; bei mäßiger Verschlimmerung der COPD wird für die COPD Stufe 2 eine Antibiotikatherapie empfohlen, während bei schwerwiegender AE-COPD immer eine Antibiotikatherapie angewendet werden sollte[14].

Bei leichter AE-COPD (ambulante Therapie) mit Stocksley I und COPD Stufe I bzw. I ( (FEV1: weniger als 50 %) wird die Verabreichung eines Aminopenicillin ohne ß-Lactamasehemmer, z.B. Affinicillin oder A, angeraten; als Alternativ kann ein Macrolid oder Tetrazyklin in Erwägung gezogen werden[14]. Die antibiotische Behandlung bei stationären Patientinnen und Patienten, d. h. bei mittelschwerer und schwerer AE-COPD, wird entsprechend dem individuellen Gefährdungsprofil (Risiko von Pseudomonaden, Bronchiektasien, Atembedarf) durchgeführt.

Bei allen für die antibiotische Therapien indizierten Arten der AE-COPD muss eine angemessene Wirkung gegen Lungenkokken beobachtet werden, da dies eine häufig auftretende Erkrankung ist. Bei einer ausgeprägten bronchialen Blockade während der Verschlimmerung, die nicht auf die Ersttherapie reagiert, ist die stationäre Versorgung indiziert.

Jüngsten Angaben zufolge wird durch die Verabreichung von Azithromyzin, das eine immunmodulatorische Wirkung hat, eine weitere Exazerbation verhindert[17]. Es gibt jedoch bisher keine Empfehlung für den Routineeinsatz, so dass die Indikationen im Einzelfall festgelegt werden müssen. Es gilt, einen Verschlimmerungsplan für den Betroffenen zu erstellen und ihn dementsprechend zu trainieren.

Leichte AE-COPD kann auf ambulanter Basis, mittlere und starke AE-COPD auf stationärer Basis therapiert werden. Es gibt eine Anzeige für Antibiotika bei erhöhter Atemnot und eitrigem Auswurf, starker AE-COPD und Atmung. Verschlechterungen unter Behandlung sowie moderate und starke Verschlimmerungen müssen im Krankenhaus nachvollzogen werden.

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