Grippeimpfung

Grippeimpfung

Auf der Website des BAG werden Fragen zur saisonalen Grippe und zur Grippeimpfung beantwortet. Influenza-Impfung: Sie bietet einen sinnvollen Schutz gegen die saisonale Grippe. Die Grippeimpfung wird zur jährlichen Prävention der saisonalen Grippe eingesetzt. Sind Grippeimpfungen der beste Schutz vor Grippe? Am Robert-Koch-Institut (RKI) wird Menschen mit erhöhtem Krankheitsrisiko und Komplikationen empfohlen, sich gegen Grippe impfen zu lassen.

Grippesaison 2017/18: Funktioniert die derzeitige Grippeimpfung?

Grippeviren sind heute in Deutschland "mäßig aktiv". Dies ist die Bewertung der Arbeitsgruppe Influenza (AGI) am Robert-Koch-Institut (RKI) in ihrem derzeitigen wöchentlichen Bericht für die erste Januar-Woche 2018.

In Italien und Irland gibt es eine "hohe Aktivität" ihrer heimischen Influenza-Aktivitäten, während in den benachbarten Ländern Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich, die direkt deutsch sind, die Influenza-Aktivitäten mit denen in Deutschland verglichen werden können. Welche Virusstämme sind für die aktuelle Grippeepidemie mitverantwortlich? Nach Angaben des RKI beherrschen Grippeviren der Yamagata-Linie die Grippesituation.

Das National Reference Centre for Influenza (NRZ) hat in 59% aller Proben die Influenza B Komponente des Yamagata-Stammes gefunden. Einzig der vierwertige Schutzimpfstoff dient dem Yamagata-Virus, der dreiwertige nur dem Untertyp Victoria bei Influenza-B-Viren. Welche Rolle spielt das RKI bei der Beurteilung der Impfstoffe? "Es stimmt, dass die Schutzkomponente gegen die Yamagata-Linie in diesem Jahr nur im Quad-Impfstoff inbegriffen ist", erläutert Marieke Deegen vom RKI.

Wie steht es mit den Grippeimpfstoffen, die sich nur mit einem dreiwertigen Schutzimpfstoff schützen? Die B-Komponente des Dreifachimpfstoffs kann aufgrund der Cross-Immunität auch einen Teil des Schutzes gegen die Yamagata-Linie ausmachen. Ob das so ist und wie hoch der Schutzwert ist, kann noch nicht mit Gewissheit gesagt werden.

Die Grippeimpfung!

Der Grippeschutz lebt ein düsteres Dasein - kaum jemand will es. Vor allem in der laufenden Grippe-Saison 2017/18 bietet die Schutzimpfung mit 46% einen recht guten Schutz vor viraler Influenza. Der Impfschutz für die Grippeimpfung ist verrottet. Statt der von der WHO angepeilten 75 -prozentigen Impfrate bei den Älteren (bis 2010!), die durch eine entsprechende Ratsempfehlung aufgegriffen wurde, beträgt die Impfrate bei den Deutschen lediglich 34,8 Prozentpunkte (jüngste Daten: Grippe-Saison 2016/17).

In gewissem Maße hat die virale Influenza ihre Angst verloren: Die Zeugen der zerstörerischen Schweinegrippe (1918-1920) sind kaum lebendig, und selbst die 50 Mio. Todesfälle, die sie behauptet hat, sind - auf Wikipedia nachzulesen - recht anonyme. Aber das ist nicht der alleinige Grund: Die Menschen vertrauen der Grippeimpfung nicht: Sie befürchten unerwünschte Nebeneffekte und schützen ihre Impfnachlässigkeit mit einer niedrigen Impfwirkung.

In der aktuellen Grippesaison 2017/18 war das Grippevirus B der Yamagata-Linie die Hauptursache für Turbulenzen: Es beherrscht mit 75 % aller im Umlauf befindlichen Grippeviren das Geschehen - und die entsprechende Vakzinationskomponente beinhaltet in diesem Jahr nur die vierwertige Grippe-Impfung. Dass die GKV Patienten überwiegend mit dem dreiwertigen Impfstoff impfen, hat natürlich auch die bereits jetzt flackernden Flammen der "Zweiklassenmedizin" angezündet.

Die STIKO hatte sich jedoch bis vor wenigen Jahren nicht ausdrücklich für eine Vierfachimpfung der Influenza eingesetzt; bisherige Discount-Verträge der Krankenversicherungen für ausschliesslich dreifach geimpfte Grippeimpfungen haben zur bevorzugten Vakzination mit dem 3fach-Impfstoff der Versicherungsnehmer beigetragen.

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