Geflügelpest mv Stallpflicht

Vogelgrippe mit Zwangsunterbringung

sowie allgemein in der Vogelkrankheitsverordnung festgelegt. In Belgien, Italien und Frankreich sind jedoch bereits neue Fälle von Vogelgrippe bei Hausgeflügel aufgetreten. In Mecklenburg-Vorpommern entfällt die Pflicht, sich im Haus aufzuhalten. In Mecklenburg-Vorpommern gab es keine neuen Ausbrüche von Hausgeflügel.

Geflügelpest in MV: Backstube droht: Stabile Pflicht oder Bestrafung

Die Diskussion über ein Ende der Verpflichtung, einen Stall in MV zu haben, geht weiter. Die Landwirtschaftsministerin will Unbefugten eventuelle Ausgaben auferlegen und weist auf Gefährdungen hin. Bundeslandwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) drohte den Bezirken im Konflikt um die Aufhebung der Stallpflicht, dass sie im Falle eines erneuten Ausbruchs der Geflügelpest bei den Tieren selbst Entschaedigungskosten zu zahlen haetten.

Damit hat Backhaus auf die Ablehnung von drei der sechs Bezirke reagiert, nur auf Wunsch der Geflügelzüchter und nach einer Einzelfalluntersuchung von der Stallpflicht freizustellen. Lediglich für Gebiete mit begrenztem Risiko wie z. B. Ruheplätze für Zugvögel oder Gemeinschaften mit nachgewiesener Vogelgrippe-Infektion gelten weiterhin strikte, stabile Anforderungen. Die Bezirksverwalter und Bezirksärzte dieser drei Bezirke warfen Backhaus vor, das Risiko einer Infektion mit dem hoch ansteckenden Vogelgrippevirus H5N8 zu unterbewerten und sich von "postfaktischem Wissen" führen zu lassen. 19.

Gegenwärtig würden im Lande mehrere tausend Zugvögel ruhen. Wenn sich jetzt Küken und Vögel im Freiland befinden, sagen Experten, dass das Infektionsrisiko 28 -mal größer ist, als wenn sie drinnen sind. Aus diesem Grund hatte sein Amt die bereits vorgesehene Abschaffung der Haushaltverpflichtung aufschoben. "Wir sind für 15 Mio. Stück Vieh in den Geflügelfarmen des Landes verantwortlich", sagte Backhaus, der morgen in Schwerin mit Bezirksverwaltungen und Tierärzten zusammentreffen wird.

In der Mecklenburgischen Seelandschaft waren mehrere hundert Bewerbungen für das Ende der Pflichtställe eingetroffen, die nun individuell entschieden werden muessten. Rund 11.000 Privatbesitzer außerhalb der Risikogebiete hatten die Möglichkeit, Hähnchen, Ente und Gans wieder ins Freiland zu bringen, mussten diese Genehmigung aber auf Anweisung des Bundesministeriums aufheben. "Das Dekret ist klar", betont Backhaus und fordert diese auch auf.

Vorpommern müssen Hennen, Ente, Gans und Pute seit vier Monate im Stall gehalten werden.

Stabile Verpflichtung in Mecklenburg-Vorpommern beseitigt - Geflügelpest noch nicht überstanden

Einige Bezirke kündigten am vergangenen Wochenende an, dass die Stallpflicht für Nutzgeflügel nur an Stellen in Küstennähe, am Rande von Gewässern oder in der Flussniederung gelten soll. Ebenfalls für Gewerbebetriebe, in denen viele tausend Exemplare untergebracht sind, gelten laut Berichten weitere strenge Stallpflicht. Anstelle von Einzelfälle auf prüfen, wurde nun für ganze Gebiete die stabile Verpflichtung aufheben.

Ebenfalls dort wird die stabile Verpflichtung mit Ausnahmen der so genannten Risikobereiche mit vielen Wildvögeln und Virennachweisen aufhoben. Das Landratsamt von VorpommernRügen gab bekannt, dass Veterinärbehörde mit voller Kraft an einem Verfügung arbeitet, um die Verpflichtung des Stalls zu lockern. In welchen Bereichen des Distrikts wird am kommenden Tag die Pflicht zur Innenhaltung aufhoben.

"Es wird bis dahin von Anträgen auf Freistellung von der stabilen Voraussehpflicht empfohlen", hieß es in einer Mitteilung. Backhaus hatte am folgenden Tag eine nationale Stallpflicht für Nutzgeflügel verhängt Das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Riemsinsel erkennt inzwischen keine Hinweise darauf, dass die Krankheit in Deutschland abklingt. Alleine in den zurückliegenden sieben Tagen gab es deutschlandweit 60 Positivbefunde bei Wildvögeln, sechs Ausbrüche in Geflügelbeständen sowie einen Vogelgrippenfall in einem Tierpark, sagt eine Pressesprecherin des BIBB für tiermedizinische Untersuchungen.

Die Gesellschaft hält hält weiterhin an ihrem Einschätzung vom 14. Januar 2008 fest, in dem ein hohes Registrierungsrisiko angenommen wird, und schlägt eine risikoorientierte stabile Verpflichtung vor. Ausnahmeregelungen sind unter gewissen Voraussetzungen und auch allgemein unter Geflügelpestverordnung möglich. Die herannahende Frühling nährt hofft auf ein Verschwinden der Krankheit.

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