Fibrose Lunge Behandlung

Behandlung der Fibrose Lunge

In der Behandlung der Lungenfibrose mit medikamentöser Therapie. Trigger, mit oder ohne Lungenfibrose (siehe Reaktionsmuster I.a, I.b und I.g.

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Chloridkanalstruktur geklärt

Als vielversprechendes Target für die Entwicklung wirksamer Wirkstoffe gegen Mukoviszidose wird dieses Eiweiß angesehen. Cystische Fibrose ist eine schwerwiegende erbliche Erkrankung der Lunge, für die noch keine Therapie gefunden wurde. Krankheitsursache ist eine Störung des Chlorkanals CFTR. Dadurch wird die Ausscheidung von Chlorid in einigen Zellen des Körpers vermieden, das die Schleimhaut in der Lunge abtrocknet.

Eine vielversprechende Therapie ist die Aktivierung eines weiteren Ionentransporters - des Calcium-aktivierten Chlorid-Kanals TMEM16A. Das TMEM16A zählt zu einer Familie von Proteinen, deren Angehörige entweder negative Chlorid-Ionen als lonenkanäle oder Membranlipide als Scramblasen durch die Zellmembran leiten. Forscher des Instituts für Biochemie haben nun zum ersten Mal die Struktur des Chlorid-Kanals TMEM16A aufgedeckt.

"Die Molekülstruktur des Membrans ist von großer Wichtigkeit für die zielgerichtete Medikamentenentwicklung zur Behandlung der Mukoviszidose", sagt Dutzler. Die Chloridkanäle TMEM16A kommen in unterschiedlichen Körperorganen vor und spielen eine bedeutende Rolle für die Chloridsekretion in der Lunge, die Muskelkontraktion und die Schmerzempfindung.

Die allgemeine Struktur des Channels ähnelt zwar den Scrambler-Blasen, doch gibt es deutliche Differenzen in der Porenzone in beiden Teilbereichen. An diesem Punkt haben Scram-Blasen eine der Membran zugekehrte Polarrille, an der die Ladung sträger der Fette durch die Membran geleitet wird. Bei TMEM16A dagegen bilden die gleichen Bereiche einen proteinumschlossenen Sanduhrkanal, der in Ermangelung von Calcium verschlossen ist.

Das Binden von positiven Calciumionen in der unmittelbaren Umgebung eröffnet den Weg und lässt negative Chlorid-Ionen durch die Membrane fließen. "Diese Aktivierung ist einmalig, weil die angebundenen Calciumionen die Strukturen und die elektrostatische Eigenschaften des Channels unmittelbar beeinflussen", erläutert Cristina Paulino, die erste Autorin. Mit den Ergebnissen zu Aufbau und Funktion von TMEM16A wird diese wichtige Eiweißklasse verstanden und ein vielversprechender Weg für die Medikamentenentwicklung gegen Mukoviszidose geebnet.

"Werden in Zukunft Stoffe entdeckt, die zur Kanalaktivierung beitragen, könnte TMEM16A den Chloridsekretionsdefekt im Lungegewebe korrigieren", sagt Raimund Dutzler.

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