Depression nach Rauchentzug

Die Depression nach Raucherentwöhnung

Durch die E-Zigarette habe ich selbst mit dem Rauchen aufgehört. Die Raucher erleben Reizbarkeit, Angst und Depression, wenn sie lange Zeit nicht geraucht haben. Auch sieben Jahre nach dem Rauchstopp erleidet jeder zweite Ex-Raucher immer noch einen Rückfall. Wenn die Nikotinkonzentration nach dem Rauchen allmählich abnimmt, spürt der Raucher das Bedürfnis nach der nächsten Zigarette. Erst wenn man den Rauch aufhört, kann man ihn endlich brechen.

Nicht-Raucher: Reiner Absetzstoff - world

In beiden Kriegen hat mein Grossvater für sein Heimatland gestritten, acht Kindern das Leben geschenkt, eine Kinderschule geführt und 48 Stück am Tag raucht . Seine Ärztin sagte, dass sein Heimatland, seine Schüler und die Schulen bald ohne ihn auszukommen hätten, wenn er nicht gleich mit dem Tabakkonsum aufhören würde. Er hat es geschafft - aber er hat seine Lieblingszigarette nicht aufgegeben.

Ihm wurde eine Kippe aus dem Wald geschnitzt. Während eines Espressos am Morgen, nach einer Mahlzeit, beim Ablesen oder Fernsehschauen, legte er sie in den Munde, zog sie fest und seufzte jedes Mal bequem. Er stellte sich auf einen Ascher und tat so, als würde er ihn veraschen. Ich habe das rauchen aufgegeben, als ich 12 war.

Mit pulsierendem Herz schlagen wir uns in die Sträucher, um die Ruhepausen in Nebel umzuwandeln. Mit noch mehr Herzklopfen und dem Wunsch, an einen ruhigen Ort zu gehen, habe ich mich nach ein paar Umzügen verabschiedet. Ich habe nach einem außergewöhnlich langen Aufenthalt das Gelübde abgelegt, solche Dinge nie wieder anzurühren.

Seit zehn Jahren war ich Rauchen - genug für ein ganzes Jahr.

Rauchentwöhnung verstärkt die Seele

Das Fehlen von Tabak ist nicht nur eine Verbesserung der körperlichen Verfassung - die Stimmung bessert sich auch in der Folge. In einer Metaanalyse hat eine britische Forschungsvereinigung 26 Untersuchungen zur mentalen Verfassung von Patientinnen und Patienten vor und nach einem konsistenten Rauchverbot untersucht. Sie untersuchten das Entstehen von Ängsten, Depressionen und Streß zwischen sieben und neun Jahren nach Beginn der Abstinenz.

Die Folge: "Angstgefühle, Depressionen und Streß kommen nur sieben Wochen nach einer Rauchpause viel weniger häufig vor als bei Studienteilnehmenden, die weiter rauchen. Zugleich steigt die positive Wirkung und Stimmung bei Nikotinabhängigen nachhaltig an und erreicht eine bessere psychologische Gesamtlebensqualität im Gegensatz zu Nichtrauchern ", so Dr. Hering, Vorstand des Berliner Lungenfacharztes Dr. med. Thomas Zimmermann.

"Irrtümlicherweise denken viele Menschen, dass das Rauchen von Zigaretten dazu beitragen kann, Streß abzubauen und ihre Laune zu mildern. Denn der chronische Tabakgenuss ändert die Signalübertragung zu den nikotinsensitiven Bindungen des Gehirns langfristig", erklärt Dr. Hermann Zimmermann. "Sobald dieser Kreislauf durch einen beständigen Rauchstop unterbrochen und der Nikotinabzug gelingt, überwiegt nach Ansicht der Forscher die positive Wirkung auf die Seele der Ex-Raucher", unterstreicht Dr. Hermann Zimmermann.

"Mit dem abnehmenden Bedarf an Rauch werden Zeichen von innerer Belastung immer weniger, so dass letztlich auch äußerer Belastung besser gegengesteuert wird. Zahlreiche Hausärzte und Lungenmediziner betreuen und betreuen Rauchern, die mit dem Tabakkonsum aufhören wollen. Mittel- und längerfristig werden die größten Enthaltsamkeitsraten durch drogengestützte Raucherentwöhnung in Verbindung mit verhaltenstherapeutischer Selbstkontrolle erreicht.

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