Dauer eines Alkoholentzugs

Die Dauer des Alkoholentzuges

Mit der Dauer des vorangegangenen Alkoholismus nimmt die Intensität der Entzugserscheinungen zu. Reguläre Behandlungsdauer nach neuesten Erkenntnissen (Richtlinien) ca. drei Wochen. Wenn der Alkoholentzug länger dauert, spielen Drogen oder andere somatische Faktoren als Alkohol eine Rolle. Die Schwere und Dauer der Erkrankung sowie die Anzahl der bereits durchgeführten Entzugsbehandlungen haben Einfluss auf die Schwere der Entzugserscheinungen.

Die Dunkelziffer ist sehr hoch und der Alkoholkonsum ein integraler Bestandteil unserer Gesellschaft, so dass genaue Schätzungen schwierig sind.

Entziehung oder Entschlackung des Organismus

Der überwiegende Teil der Alkoholentnahmen erfolgt ohne ärztliche Vorkehrungen. Nur etwa 10 - 20% aller Erkrankten haben in vielen Pflegebereichen Kontakte zu süchtigungsspezifischen Institutionen, aber über 80% haben Kontakte zu ihrem Familienarzt. 0-48 Stunden 24-150 Stunden. neben den Symptomen des Alkoholentzuges spielt auch die (bereits bestehende) Vergiftungserscheinung von Alkohol während der Entzugszeit eine wichtige Rolle: Angstdepressive Beschwerden treten oft erst zwischen dem 10. und 24.

Die Alkoholiker weisen auch wochenlang nach dem Rückzug noch deutliche Änderungen in ihrer Schlaf-Architektur auf. Die kognitiven Leistungseinschränkungen sind auch nach einigen Tagen und Tagen noch erkennbar. Nach dem Trinken erfolgt die Normierung der pathologischen Laborwerte innerhalb von 2-5 Tagen. Etwa 2 Woche nach der Alkoholentnahme normalisiert sich der erhöhte systolische Druck. Auch nach drei Schwangerschaftswochen kommt es zu einer Erkrankung der Hypothalamus-Hypophyse und der Nebennierenrinde.

Nach 3 Schwangerschaftswochen sind auch noch Erkrankungen der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse da.

Erfolgreiche Alkoholentzug: Entgiftung und Alkohol-Entwöhnung

In der folgenden Abbildung sind die Inhaltsstoffe unserer 28-tägigen Intensiv-Therapie beispielhaft dargestellt: Die Alkohol-Krankheit ist eine der am weitesten verbreitetsten Suchtkrankheiten in Deutschland; etwa 15.000 Alkoholkranke versterben jedes Jahr an den Folgen eines übermäßigen Alkoholexzesses. Alkoholismus ist verbunden mit Schande, Schuld, Gewissensbisse und Bangen. Der professionelle Alkoholabzug oder die Alkohol-Therapie ist für viele Menschen der einzig mögliche Weg, ihrer Abhängigkeit zu entgehen und ein enormer, bedeutender Fortschritt in eine verbesserte, von Alkohol freie Zeit.

Die Entwöhnung beinhaltet die Entgiftung des Alkohols, die anschliessende Entwöhnung und die Nachbehandlung. Grundbedingung für den Therapieerfolg ist die Einsicht, dass man ein alkoholisches Problem hat und Hilfestellung braucht. Falls das eigene Lebensumfeld Alkoholabhängige vom Alkoholkonsum abzuhalten sucht, ist es notwendig, dass der Betreffende die Förderung akzeptiert, aber dennoch die Entscheidung zum Alkoholabzug aus freiem Ermessen ergreift.

Oftmals wird versucht, ganz normal mit dem Alkoholgenuss aufhören und zuhause ein sogenanntes "cold withdrawal" zu machen. Symptome des Entzugs sind u. a. Schweißausbrüche, Beben ( "Zittern"), Brechreiz, Schlaflosigkeit, Nervosität, zwanghaften Alkoholgenuss, Reizbarkeit und Depression. Dies wird auch als Warmentnahme bezeichnet. Die Alkoholiker werden in einer Suchthilfe von erfahrenen Spezialisten und Therapeuten unterstützt, die ihnen zusammen mit dem zuständigen Pflegepersonal die Furcht vor den eventuellen Konsequenzen und Beschwerden der Alkohol-Therapie abnehmen.

Um Entzugssymptome zu lindern, wird die Entgiftung durch Medikamente gefördert und gleichzeitig von psychologischer und pflegerischer Betreuung flankiert. Wir bevorzugen zum Beispiel die Verwendung von Distraneurin-Kapseln, die nicht auf ambulanter Basis verabreicht werden können, und die Verabreichung von antiepileptischen Medikamenten (z.B. Carbamazepin), um Anfälle zu verhindern. Grundsätzlich kann die Entgiftung mit Alkohol in jedem beliebigen Spital erfolgen.

Ähnlich wie in einer Suchthilfe werden Sie auch bei den Beschwerden des Alkoholentzuges während des Entzugs in einer Akut-Klinik professionell unterstützt. Damit der Alkoholkonsum auf Dauer gestoppt werden kann, ist es notwendig, nicht nur die körperliche, sondern auch die psychische und eventuelle Begleitkrankheiten zu behandel. Ein " kompetenter Rückzug " in einer Rehabilitationsklinik ist daher einem ambulanten Besuch immer zu vorziehen.

Eine qualifizierte Alkoholtherapie ist eine individuelle Behandlung und beinhaltet weit mehr als einen körperlichen Rückzug, der in der Regel nach 4 bis 5 Tagen erfolgt. Im Idealfall sollte sich der Trinker bereits während der Entgiftung des Alkoholes über den Anlass der Abhängigkeit und die eigene Funktionsweise des Alkoholes bewusst werden und diesen im Sinne einer psychischen Überwachung verarbeiten.

Eine fachkundige Alkoholbehandlung hält ca. 3 bis 4 Monate an. Ein Ausweg aus der Alkoholsucht ist schwer und verläuft in mehreren Teilschritten. Die Alkoholiker durchlaufen unterschiedliche Stadien der Mehrdeutigkeit. Diese variieren von Person zu Person, umfassen aber immer eine Vision, ein Verständnis des Themas, die Intention, vom Alkoholkonsum wegzukommen, eine Konkretisierung und die Festigung der Alkoholabstinenz.

Der Einblick in den Alkoholismus und die Suche nach Hilfe sind die ersten schweren Etappen zu einem alkoholfreien Dasein. Wenn Sie selbst Suchtsymptome bemerken, können Sie eine eventuelle Abhängigkeit von Alkoholika diagnostizieren und bei Ihrem Arzt melden. Dann konfrontiert der betreuende Arzt den Patienten mit den Ergebnissen der Untersuchung und empfiehlt ihm, mit dem Alkoholkonsum zu stoppen oder einen kurzen Eingriff durchzuführen.

Auch die weitere Behandlung des Alkoholkonsums, zum Beispiel die Auswahl einer geeigneten Alkoholbehandlung oder gar die Aufnahme in eine Entziehungsklinik, kann diskutiert und anstoßen werden. Viele Alkoholiker beschließen erfahrungsgemäß, sich erst nach einem längeren Verfahren einer Alkoholismustherapie zu unterziehen. Erst wenn der Organismus und die Seele schwer in Mitleidenschaft gezogen werden oder alle sozialen Beziehungen abgebrochen sind, ist Enthaltsamkeit eine Option für viele Alkoholiker.

Neben physischen und psychosomatischen Krankheiten wie Verlust des Führerscheins oder des Arbeitsplatzes, Therapiebedingungen, Trennungen des Ehepartners oder bevorstehender Kinderentzug kann der Alkoholabzug auch durch erfahrene oder drohende Folgen ausgelöst werden. Die Entnahme sollte immer unter medizinischer Kontrolle stattfinden, vorzugsweise aber in einer Suchthilfe als "qualifizierter Entzug". Die Dauer der Entgiftung hängt von den jeweiligen Anforderungen ab, die im Zuge einer ausführlichen Erstuntersuchung eruiert werden.

Zu den diagnostischen Bereichen gehören Innere Medizin, verschiedene Funktionsprüfungen, Laboruntersuchungen, Ultraschall- und EKG-Untersuchungen. Bei der Entgiftung wird der gesundheitliche Zustand des Alkoholabhängigen von den behandelnden Ãrzten genauestens Ã?berwacht, so dass bei einem Komplikationsfall oder schweren Entzugssymptomen umgehend gehandelt werden kann. Bei den meisten Kliniken wird die Stärke der Entzugssymptomatik und der daraus folgende Therapiebedarf auf der Alkoholentnahmeskala (AES) bewertet.

Während einer anschliessenden Alkohol-Entwöhnung in unserer Entwöhnungsklinik werden bei der Erstuntersuchung zusammen mit dem Patient ein individuelles Therapiekonzept und die Behandlungsziele erörtert. Der Rückzug wird nach dem Etablieren einer nachhaltigen Therapiebeziehung von 5 individuellen und 5 Gruppen-Therapien pro Woche durchlaufen. Vor allem werden die Ursachen der Sucht untersucht und die Gründe, warum der Alkoholiker die Suchtstoffe bisher brauchte und wie er selbst den Alkoholgenuss beibehält.

Es werden die neuesten Entzugssymptome beobachtet und die Auslöser psychologischer und psychosozialer Ursachen (Biographie, Alltagsleben, Familien, Arbeit, etc.) im Zuge der individuellen Therapie besprochen. Bei der Alkoholentnahme ist der abschließende Arbeitsschritt das Absetzen des Alkohols. Die physische AbhÃ?ngigkeit wird in dieser Zeit Ã?berwunden, aber eine psychische AbhÃ?ngigkeit von der Suchtsubstanz bleibt bestehen. Im Regelfall startet nun im Zuge einer langfristigen Rehabilitationsmaßnahme die so genannte Absetzphase, die in der Regel 3 bis 4 Monaten andauert und oft mit einer mehrwöchigen Wartefrist einhergeht.

Die Betroffenen lernen zusammen mit Psychologinnen und -wissenschaftlern, wie sie in ihr bisheriges süchtigungsfreies Dasein zurückfinden und auf Dauer enthaltsam sind. Als Alternative zur eben genannten Vorgehensweise bieten wir in unserer Suchthilfe eine Entwöhnungsbehandlung an, die unmittelbar an die Entgiftung des Alkohols anknüpft, so dass eine kontinuierliche multi-professionelle Therapie garantiert ist und die Alkohol-Therapie innerhalb kürzester Zeit abläuft.

Dass der Süchtige sich während seines vorherigen Aufenthaltes in unserer Klinik vollständig für sein Problem mit Alkohol öffnet, ist daran gewöhnt. Dadurch werden Rezidive während der Wartezeiten, in denen der Therapieresistenz des Alkoholikers wieder zunehmen kann, umgangen. Eine nahtlose Zusammenarbeit mit dem gleichen Behandler ermöglicht eine intensivere Untersuchung des Problems im Sinne einer individuellen Therapie.

Wenn diese Zusammenhänge die Ursache des Alkoholmissbrauchs sind, ist auch ein Familiengespräch unbedingt vonnöten. Wenn andere Krankheiten wie Depression, Angst oder Verhaltensauffälligkeiten eine wichtige Funktion in der Abhängigkeit haben, werden diese als Teil des therapeutischen Gesamtkonzepts behandelt. Damit man nicht in die alten Verhaltensweisen zurückfällt und einen Rezidiv erleidet, ist eine umfassende und konsistente Nachbehandlung nach einem gelungenen Alkoholabzug sehr bedeutsam.

Hierzu zählt auch die Therapie von psychischen, psychosomatischen und somatischen Begleiterkrankungen, z.B. durch ambulantes Gespräch mit einem Folgetherapeuten. Eine weitere wichtige Komponente des Alkoholentzuges sind die Selbsthilfe-Gruppen, in denen die Beteiligten untereinander Erfahrungsaustausch, gegenseitige Förderung und Auffassungsgabe haben. Hier wird ganz offen über das Themengebiet Spiritus und die damit zusammenhängenden Problemstellungen gesprochen, was nur ganz vereinzelt in der Gastfamilie oder im Bekanntenkreis möglich ist.

Oft entwickeln sich intensivere Sozialkontakte, die die erste schwere Zeit nach dem Entzug des Alkohols erheblich vereinfachen können. Haben Sie weitere Informationen zum Thema Alkohol-Entzug, wollen Sie unsere Anlage kennen lernen oder endlich mal aussteigen?

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