Copd ii

KOPD II

Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung Typ II (COPD) ist durch eine anhaltende Luftstrombegrenzung gekennzeichnet. Ein Training zu Hause ohne Unterricht ist für Menschen mit leichter COPD geeignet. Dies trotz der Tatsache, dass die körperlichen Einschränkungen der Betroffenen in der COPD-Stufe I und II kaum spürbar gewesen sein dürften. Bei der Stufentherapie der COPD werden Patienten ab Schweregrad I bei Bedarf kurzwirksame Bronchodilatatoren empfohlen (Akut- und Notfalltherapie). Lang wirkende Bronchodilatatoren werden auch bei Severity II eingesetzt.

Wintersport trotz COPD II und Aspiration

Selbst wenn Sie an einer Atemwegserkrankung erkrankt sind, sollten Sie im Sommer nicht auf den Wintersport ausweichen. Weil das Training an der frischen Luft nicht nur den Allgemeinzustand fördert, sondern auch die Abwehrkräfte. Der Skilanglauf zum Beispiel ist eine Wintersportart, die für Menschen mit Atemwegskrankheiten sehr gut geeignet ist. Durch diesen sportlichen Einsatz trainierst du deine Luftwege sanft, verbesserst deine Gesundheit und tust etwas für dein Herz-Kreislauf-System.

Bouldering ist auch ein sportlicher Wettkampf, der das regelmässige Atemholen unterstützt und Spass macht. Sie können diesen Wintersport im Freigelände oder in einer Sporthalle ausprobieren. Diese Sportart kann sowohl im Hochsommer als auch im Herbst betrieben werden und bietet Ihnen die Möglichkeit, mit der ganzen Familie Spass zu haben. Diese Sportart erlaubt es, sich an der frischen Luft zu bewegen, macht Spass und ist auch für Lungenkranke nicht allzu schwer, da der Eisstift nur 4,3kg wiegt.

Beim Wintersport sollte man immer durch die eigene Nasenatmung gehen, damit nicht zu viel Kaltluft in die Lungen gelangt: Die langsame Nasenatmung erwärmt und spendet der kalten Atemluft Feuchtigkeit, bevor sie die Lungen erreicht. Allerdings sollten Sie bei einer Temperatur von über zehn°C keine Outdoor-Sportarten ausprobieren!

Psychologische Effekte der COPD auf die Lebenssituation

In seiner Vorlesung auf dem 10. Fachsymposium Lung am 2. Sept. 2017 in der Schoenklinik Berchtesgadener Land in Schoenau am Koenigsee und am Lehrstuhl fuer Pneumatische Sanierung an der Philipps-Universitaet Marburg. Jüngste Ergebnisse konzentrieren sich auch auf Angstzustände und Panikattacken. Angesichts der Bedrohung des Hauptsymptom der COPD, der Kurzatmigkeit, ist es nicht verwunderlich, dass sich eine gegenseitige Konditionierung oder Stärkung von körperlicher (eingeschränkter Atmung) und geistiger Verfassung ("Kurzatmigkeit") auswirkt.

Es ist bekannt, dass bei fortschreitender COPD Kurzatmigkeit, Ängstlichkeit und Depressionen im Sinn eines Kreislaufs unabhängig werden können. Wovor haben die Patientinnen Furcht? Furcht vor Progression der COPD (Angst vor Progression), Furcht vor gesellschaftlicher Exklusion, Furcht vor Kurzatmigkeit (Dyspnoe) und Furcht vor physischer Betätigung. Außerdem wurde festgestellt, dass insbesondere Befürchtungen vor Bewegung und Verdauungsstörungen der physischen Betätigung entgegenstehen, so dass die Bereitschaft und Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigt sind.

Ängste und depressive Zustände treten in den Anfangsstadien der COPD auf. Schon die erste Auseinandersetzung mit der Diagnostik der COPD und vor allem mit dem Ausdruck "Emphysem" kann für die Betroffenen besonders erschütternd sein. Es ist nicht so sehr der eigentliche Todesfall, sondern die Form, in der Patientinnen und Patienten mit rezidivierenden Atemnotsituationen sterben, die ein erschreckendes Ärgernis darstellen.

Zusätzlich zur sofortigen Furcht vor schmerzhaftem Ersticken haben 78% der in unserer Praxis behandelten Personen angegeben, dass sie während der EoL-Phase Schmerz fürchten. Bei den meisten Patientinnen und Patienten wird behauptet, dass sie nie mit den Doktoren über ihre Befürchtungen geredet haben. Außerdem waren sie der Meinung, dass sie nicht gut genug über ihre Krankheit aufgeklärt waren. In einer nie veröffentlichten deutschen Studie soll sich herausgestellt haben, dass COPD bei Patientinnen und Ärztinnen und Ärzten einen sehr schlechten Ruf hat.

Möglicherweise auch, weil gerade sauerstoffabhängige COPD-Patienten ihre Krankheit als unangenehm und schändlich empfinden. Schon kleine Massnahmen in der Doppelverhaltenstherapie können zu einer deutlichen Reduktion von Ängsten und Depressionen beitragen. Bei einer unerträglichen Kurzatmigkeit kann schon ein kurzzeitiges Patientengespräch mit dem Versprechen einer niederdosierten Morphiumtherapie eine Erleichterung sein.

Die bloße Auseinandersetzung mit solchen Fragen, die Relativierung oft übertriebener Zukunftsangst und vor allem Behandlungsversprechen für die naheliegende Zeit, entlastet die Betroffenen oft massiv. In Kooperation mit der PatientInnenorganisation Lungenemphysem - COPD Germany hat der COPD-Deutschland e. V. einen Patientenleitfaden zum Thema: COPD - Wirkungen auf das Alltagsleben, Psychologie und Wohnqualität veröffentlicht, den Sie im Messezelt 3 am Messestand 1 kostenfrei beziehen können.

Vorlesung von Herrn Dr. med. Dr. med. Klaus Kenn, Oberarzt der Universitätsklinik für Lungenheilkunde, Allergien, Schlafmedizin am Klinikum Berlin Brandenburg in München und Lehrbeauftragter für Lungenheilkunde an der Philipps-Universität München, am Sonnabend, 2. 9.00-17.00 Uhr in Hattingen, Deutschland.

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