Copd Exazerbation

coppd exacerbation

Als Exazerbationen werden Verschlechterungen der Gesundheit bei chronischen Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD bezeichnet. Die Verhinderung der Verschlechterung der Lungenerkrankung COPD ist das zentrale Therapieziel. So vermeiden Sie COPD-Exazerbationen - hier! Die COPD ist eine sich permanent verengende Lungenerkrankung und steht für "Chronic Obstructive Pulmonary Disease". Der Gesundheitszustand kann sich bei COPD immer wieder verschlechtern.

Verschlimmerungen als Vorhersagefaktor

Verschlimmerungen der COPD sind durch eine akut auftretende Verschlechterung der Grunderkrankung mit einer Erhöhung der Atemnot und oft auch des Sputums charakterisiert. Die Früherkennung und adäquate Behandlung von Verschlimmerungen ist für die Vorhersage des Betroffenen von entscheidender Bedeutung. Je stärker und anhaltender die Exazerbation, desto höher ist das Risikopotenzial für weitere Verschlimmerungen, was zu einer erhöhten Mortalität führt.

Die Frage, ob und wenn ja, welche antibiotischen Mittel eingesetzt werden, ist abhängig von der Schwere der Exazerbation. COPD verursacht Entzündungen und Umbau der kleinen Luftwege sowie die Zerstörung des Lungenparenchym zur Durchflussbegrenzung. Die COPD ist funktional nach FEV 1 klassifiziert. Zusätzlich werden der Ausmaß der Atemnot und die Frequenz der Verschlimmerungen in die neue Einstufung der Stadien nach GOLD[2] einbezogen.

Damit wird die Bedeutung der Exazerbation für die Krankheitsprognose unterstrichen. Mehr als zwei Verschlimmerungen pro Jahr führten somit bereits zu einer Klassifizierung der COPD in die höchste Kategorie der COPD oder D. Im Zusammenhang mit der akute Verschlimmerung der COPD (AE-COPD) verschlechtert sich die Lungenblähung[3]. Dies wiederum ist ein prognostischer Faktor[4]: Patientinnen und Patienten mit einem erhöhten intrathorakalen Volumen und reduzierter Inspirationskapazität (in der Regel "rosa Puffer") haben eine geringere Lebensdauer im Gegensatz zu Blähungen.

Besonders bei Patientinnen und Patienten mit gleichzeitiger Bronchialüberreaktivität, die zu einem schnellen Ansteigen des Atemwiderstandes führt, besteht das Risiko einer pulmonalen Hyperinflation während der COPD-Exazerbation. Diese asthmaähnliche Verlaufsform ist erneut mit einer schlechteren Lebenssituation, häufigeren Therapien und einer erhöhten Sterblichkeit angesichts der häufigeren Verschlimmerungen verbunden[4, 5, 6]. Daher ist es für diese Gruppe von Patientinnen und Patienten besonders bedeutsam, Verschlimmerungen zu verhindern.

Gemäß den GOLD-Richtlinien - Aktualisierung 2015[2] - wird die Dauerbehandlung der COPD in den Stadien A und B, die entweder durch häufiger auftretende Verschlimmerungen oder starke Funktionsstörungen charakterisiert sind, mit einer Kombinationstherapie von lang wirksamen Betamimetern und/oder Anticholinern zusammen mit inhalierten steroidalen Mitteln durchgeführt. Die Exazerbation der COPD ist nach den GOLD-Richtlinien[2] "ein akuter Vorgang, der durch eine Verschlimmerung der Atemwegsbeschwerden eines Menschen über die alltäglichen Schwankungen hinaus und zu einem Wechsel in der medikamentösen Therapie führen kann.

"Laut Áaron S. D. u. a.[7] lassen sich zwei Arten der Exazerbation unterscheiden." Patientinnen und Patienten mit einem schnellen Beginn der Symptome am ersten Tag und Maximalsymptomen am zweiten Tag, während die andere Patientengruppe die ersten Verschlimmerungssymptome erst nach einem prodromalen Stadium von drei Tagen und oft erst nach weiteren drei Tagen die wichtigsten Symptome zeigt.

Die erste Verschlimmerungsform mit früherer und ausgeprägterer Symptomatik weist eine schnellere Genesung nach vier bis fünf Tagen auf, die zweite kann neun bis zehn Tage dauern. Bei der COPD ist die COPD-Exazerbation ein wichtiger prognostischer Faktor[8]. Nach der ersten Exazerbation zum Beispiel gibt es nur noch eine 5-Jahres-Überlebensrate von 40 %.

Bei der zweiten Exazerbation nimmt der Gesundheitszustand rasch ab und die Sterblichkeit steigt in den darauf folgenden Tagen. Je stärker die bestehende Funktionsbeeinträchtigung (nach FEV1), um so größer ist das Risiko[9]. Vereinfacht ausgedrückt: Je stärker die COPD, um so mehr Verschlimmerungen treten auf. Das hat auch Auswirkungen auf das Ergebnis der Erkrankung, so dass das Leben nach einer früheren Exazerbation bei Patientinnen mit einem hohen GOLD-Gehalt signifikant verkürzt wird[9].

Die Exazerbationsbehandlung muss darauf abzielen, die Nachwirkungen zu minimieren, sowohl die akute Beeinträchtigung der Atemwegssymptome einschließlich der Ateminsuffizienz als auch die Langzeitfolgen mit einer weiteren Funktionsverschlechterung, weiteren Verschlimmerungen und Mortalitätserhöhung. Häufigste Ursachen der Exazerbation sind Virusinfektionen der Atemwege oder Entzündungen des Tracheobronchialsystems.

Bei Patientinnen mit einer indikationsbedingten Lungeembolie muss mit einer Häufigkeit von 25% gerechnet werden. In der deutschen S3-Richtlinie zur Diagnose und Therapie von Infektionen der oberen Atemwege[14] wird die Stockley-Klassifikation der Verschlimmerungen verwendet: Art II: Anstieg der Atemnot, möglicherweise bei Auswurf und eitrigem Auswurf.

Bei häufigen Verschlimmerungen ( 3/Jahr), einem Therapieausfall oder schweren Krankheiten mit multiresistenten Keimen empfiehlt sich die Durchführung einer mikrobiologischen Sputumuntersuchung mit dem Empfehlungsniveau Z. Bei mittelschwerer Exazerbation mit starker Kurzatmigkeit, schlechter Allgemeinbefinden, Bewusstseinsstörungen, Zunahme der Ödeme / Cyanose und neuen Herzrhythmusstörungen ist eine statist....[14] Indikation.

Neben der schnellen Therapie ist es auch notwendig, den Betroffenen so zu schulen, dass er im Falle einer Exazerbation die Beschwerden und den Krankheitsverlauf durch Eigenmedikation mitgestalten kann. Ist die Sauerstoffsättigung niedrig und wird der Pflegebedürftige noch nicht mit einer Sauerstoff-Therapie behandelt, kann dies ein Anlaß sein.

Wenn die Sättigungswerte sich weiter verschlechtern, sollte auch hier die Anzeige für eine stationäre Versorgung gegeben werden. Mit Steroiden wird eine schnellere Genesung, eine bessere Versorgung mit FEV 1 und SO2 erreicht, das Rezidivrisiko, ein Therapieversagen und möglicherweise ein verlängerter Krankenhausaufenthalt reduziert. Pflegebedürftige mit Asthmaüberlappungssymptomen und schweren Behinderungen sollten sich einer Steroidbehandlung über einen längeren Zeitraum oder mehrere Male am Tag unterziehen.

Bei leichter COPD-Exazerbation sollte die antibiotische Behandlung nur bei funktioneller COPD Stufe 3 (FEV1: 30 - 50 % des Targets) oder 4 (FEV1: unter 30 %) und 4 (Stockley Stufe II) angewendet werden; bei mäßiger Exazerbation der COPD wird eine Antibiotikatherapie für die COPD Stufe 2 empfohlen, während bei schwerer AE-COPD immer eine Antibiotikatherapie eingesetzt werden sollte[14].

Bei leichter AE-COPD (ambulante Therapie) mit Stocksley I und COPD Stufe I bzw. I ( (FEV1: weniger als 50 %) wird die Verabreichung eines Aminopenicillin ohne ß-Lactamasehemmer, z.B. Affinicillin oder A, angeraten; als Alternativ kann ein Macrolid oder Tetrazyklin in Erwägung gezogen werden[14]. Die antibiotische Behandlung bei stationären Patientinnen und Patienten, d. h. bei mittelschwerer und schwerer AE-COPD, wird entsprechend dem individuellen Gefährdungsprofil (Risiko von Pseudomonaden, Bronchiektasien, Atembedarf) durchgeführt.

Bei allen für die antibiotische Therapien indizierten Arten der AE-COPD muss eine angemessene Wirkung gegen Lungenkokken beobachtet werden, da dies eine häufig auftretende Erkrankung ist. Bei einer ausgeprägten bronchialen Blockade während der Exazerbation, die nicht auf die Ersttherapie reagiert, ist die stationäre Versorgung indiziert.

Jüngsten Angaben zufolge wird durch die Verabreichung von Azithromyzin, das eine immunmodulatorische Wirkung hat, eine weitere Exazerbation verhindert[17]. Es gibt jedoch bisher keine Empfehlung für den Routineeinsatz, so dass die Indikationen im Einzelfall festgelegt werden müssen. Es gilt, einen Verschlimmerungsplan für den Betroffenen zu erstellen und ihn dementsprechend zu trainieren.

Dadurch kann der Verlauf der Exazerbation und die Prognosen positiv beeinflußt werden[18]. Leichte AE-COPD kann auf ambulanter Basis, mittlere und starke AE-COPD auf stationärer Basis therapiert werden. Es gibt eine Anzeige für Antibiotika bei erhöhter Atemnot und eitrigem Auswurf, starker AE-COPD und Atmung. Bei der Differentialdiagnose müssen andere Gründe der Exazerbations-Auslösung (Herzdekompensation, Lungenembolien etc.) berücksichtigt werden.

Verschlechterungen unter Behandlung sowie moderate und starke Verschlimmerungen müssen im Krankenhaus behandelt werden.

Auch interessant

Mehr zum Thema