Copd 3 Lebenserwartung

Kopd 3 Lebenserwartung

Die FEV1-Werte (Ein-Sekunden-Kapazität) beeinflussen unter anderem die Lebenserwartung. Abhängig vom verbleibenden FEV1-Wert kann die Lebenserwartung für COPD geschätzt werden: FEV1 > 1,25 Liter 10 Jahre - FEV1 0,75 - 1,25 Liter 5 Jahre - FEV1 < 0,75 Liter 3 Jahre. intrathorakales Gasvolumen und reduzierte Inspirationskapazität (meist "rosa Puffer") haben eine geringere Lebenserwartung als Patienten mit weniger Blähungen. Es wird geschätzt, dass 3 bis 5 Millionen Menschen in Deutschland und bis zu 600 Millionen weltweit an COPD leiden.

Behandlung der chronischen Atemwegserkrankung (COPD)

Inhaltsangabe: Die Sauerstoff-Therapie ist für die akute Verschlechterung (Exazerbation) der COPD und als langfristige Therapie bei vorhandener Hyperoxämie angezeigt - vorausgesetzt, die therapeutische Wirkung ist nachgewiesen. Richtig angegeben, reduziert die Langzeit-Sauerstofftherapie die Mortalität. Die Beatmung von Atemwegsinsuffizienz kann nichtinvasiv ( "non-invasiv", d.h. mit speziellen Masken) oder invasive ("nach Trachealintubation") erfolgen. Der chirurgische Eingriff (Volumenresektion, Lungentransplantation) ist für ausgewählte Patientinnen und Patienten mit Lungenemphysemen reserviert.

Die Anzahl der Verschlimmerungen wird durch N-Acetylcystein reduziert. Schutzimpfungen (gegen Grippe, Pneumokokken) verringern die Krankheitsanfälligkeit von Patientinnen mit COPD. Einführung: Die pharmakotherapeutische Behandlung der COPD wurde in Teil 1 detailliert behandelt (siehe auch Abschnitt 3.2.2.2). Im zweiten Teil werden die langfristige Sauerstoff-Therapie, palliativ- und nicht-pharmakologische Therapiemaßnahmen und Vorbeugung vorgestellt.

Therapeutischer Erfolg wird vermutet, wenn ein Wert von mehr als 60 mm Hg (7,98 kPa) oder eine Sättigung des Sauerstoffs von mehr als 90 % (1, 2) erreicht wird. Zu unterscheiden ist zwischen der in Notfällen erforderlichen Sauerstoffbehandlung und der Langzeit-Sauerstofftherapie für Patientinnen und Patienten in einer stabilen Krankheitsphase.

Sauerstoff-Therapie zur Verschlimmerung der COPD: Neben der medikamentösen Therapie und allgemeinen Maßnahmen erfordert die Sauerstoff-Therapie eine Sauerstoff-Therapie. Anwendung von Sauerstoff bei einem Wert von 60 mm Hg (7,98 kPa) und einem pH-Wert von 7,35; Blutgaskontrolle 20 min und 3 h nach Beginn der Therapie zum Ausschluss von Hyper-Kapnie. Sollwert bei O2-Anwendung: PAO2 60 mm Hg (7,98 kPa).

Für den Fall, dass es sich um einen Wert von 60 mm Hg (7,98 kPa) und einen Wert von 7,35 (< 7,26 nach 4) handelt: Indikationen bevorzugt für nicht-invasive Ventilation oder für intubative und mechanische Ventilation (siehe unten). Sauerstoff-Langzeittherapie: Lungenerkrankungen mit Hypoxemie verschlimmern die "Lebensqualität", reduzieren die Leistung und steigern die Mortalität. Diese vier Kenngrößen zu optimieren, ist das erklärte Bestreben der Langzeit-Sauerstofftherapie.

Bei der COPD ist die Sauerstoff-Langzeittherapie die einzigste Form der Therapie, bei der unter den nachfolgend genannten Bedingungen (Patientenauswahl, Anwendungsdauer) eine Verlängerung des Lebens gewährleistet ist (Evidenzgrad A). Es gibt eine Anzeige für eine langfristige Sauerstofftherapie: Wurde eine kardiovaskuläre Hypoxemie, d.h. ein PO2 < 55 mm Hg (7,3 kPa) zumindest drei Mal in ca. 4 Wochen, im Ruhezustand bei therapierten Patientinnen und Patienten in stabiler Phase der Erkrankung festgestellt (Evidenzstufe A).

Es gibt auch eine Anzeige bei PaO2-Werten zwischen 56-60 mm Hg (7,3-8 kPa), wenn simultan eine Polyglobulia und/oder koronare Lungenerkrankung mit und ohne Rechtsherzversagen vorkommt. Ein Rückgang der Mortalität bei COPD-Patienten mit PaO2-Werten > 55 mm Hg (7,3 kPa), auch bei Polyglobulia und/oder Korpulmonal, ist durch diese Behandlung jedoch nicht klar dokumentiert (siehe Tabelle 1).

Nachteil: erhöhte Elektrizitätskosten für den Betroffenen; nur für weitestgehend wohnungsgebundene Erkrankte. Vorteile: große Patientenflexibilität, große O2-Durchflussmengen möglich. Diese Auswahl hängt von den jeweiligen Umständen des Pflegebedürftigen ab (Verträglichkeit des Anwendungssystems, Anatomie). Neben der möglichen Erhöhung des Sauerstoffgehalts auf 60 mm Hg ist die Grundvoraussetzung für die Sauerstoff-Therapie, dass das PCO2 nicht signifikant zunimmt ( "Müdigkeit und/oder Somnolenz") und dass der Pflegebedürftige eine gute Nachgiebigkeit aufweist.

Deshalb sind in der Endphase der COPD anxiolytics indiziert. Dabei sollte die Vorhersage auch mit dem Betroffenen und seiner Angehörigen diskutiert werden, um eine Grundlage für die weitere Behandlungsplanung zu haben. Empfehlenswert ist es, die Ideen und Anliegen des Betroffenen zu erfassen, z.B. in einer Vollmacht. Der Patient hat keine Möglichkeit, an der Gestaltung seines krankheitsbedingten Lebensstils mitzuwirken, wenn er nicht weiß, was ihn erwartet.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Prognosen der COPD nach der ersten Dekompensierung genauso schlecht sind wie bei der Neubildung. Respiratorische Insuffizienz-Patienten mit steigender Hyper-Kapnie und verminderter Wachsamkeit, die sich unter pharmakotherapeutischer Behandlung einschließlich O2-Verabreichung nicht verbessern, benötigen eine Belüftung. Man unterscheidet zwischen nicht-invasiver Ventilation (NIPPV) und Trachealintubation mit Ventilation.

Noninvasive Beatmung: Teilweise entlastende Beatmungen mit nasalen oder oralen Nasenmasken bei wachem Patient haben mehrere Vorteile: In der täglichen Praxis treten Schwierigkeiten auf, weil die Betroffenen die Belüftung zunächst schlecht annehmen (7). Patientinnen und Patienten mit Heimbeatmung bei COPD haben aufgrund der Auswahl schwer kranker Patientinnen und Patienten eine allgemein ungünstige Vorhersage mit einer fünfjährigen Tödlichkeit von etwa 50-60% (8).

Zusammen mit der Langzeit-Sauerstofftherapie bewirkt sie eine Verbesserung der Arterienblutgase während des Tages, der Schlafeffektivität und der "Lebensqualität" (Evidenzstufe A; 9). Bei andauernder schwerer Atemnot mit progressiver Hyper-Kapnie (PaCO2> 50 mmHg), lebensgefährlichen Störungen des Säure-Basen-Haushaltes (Azidose), erhöhter Wachsamkeitseinschränkung und wenn keine oder keine Möglichkeit zur Durchführung der Trachealintubation und Belüftung besteht, ist eine Notfallbeatmung notwendig.

Fächerassoziierte Lungenentzündung (respiratorische Lungenentzündung), Barotrauma/volumetrisches Trauma, Prolongation der erforderlichen Intensivpflege, Erhöhung der Krankenhaussterblichkeit (17-30%), möglicher Vorteil und eventuelle Benachteiligungen und Schwierigkeiten von Beatmungsvorgängen werden dem Patient und seinen Verwandten sorgsam mitgeteilt. Lungenvolumenreduktionschirurgie (LVR): Sie wird nur bei ausgesuchten Patientinnen und Patienten mit einem fortgeschrittenen Lungenemphysem durchführt. Bis zum Abschluss der laufenden Untersuchungen zu Wirksamkeit, Vorhersage und Kosten-Nutzen-Verhältnis ist die Lungenentzündung derzeit noch als experimentelles palliativ-chirurgisches Verfahren zu betrachten, zumal bei vielen Patientinnen und Patienten der ursprünglich günstige Einfluss auf die Funktion der Lunge im Laufe von etwa 3 Jahren wieder nachlässt.

Lungen-Transplantation: Die Lungen-Transplantation (LTx) kann weiterhin als Ultimaverhältnis für Patientinnen mit starkem Ephysem durchgeführt werden. Unter der Voraussetzung, dass die strengen Selektionskriterien erfüllt werden, kann die " Lebensdauer " und die physische Widerstandsfähigkeit verbessert, nicht aber die Lebenserwartung erhöht werden. Zu den klassischen Krankheiten für den Einsatz von COPD gehören weniger COPD, sondern eher Cystische Myome (Mukoviszidose), Lungenfibrosen und alpha1-Antitrypsinmangel-Emphysem in den schwerwiegenden Fällen.

Die Lungenrehabilitation ist heute in alle Therapie-Empfehlungen für Patientinnen und Patienten eingebunden, die sich trotz einer optimalen medikamentösen Therapie nicht oder nur ungenügend funktionell verbessern. Darüber hinaus sorgen Reha-Programme dafür, dass der Patient für chirurgische Interventionen bestens gerüstet ist oder dass die Genesung nach einer OP schneller erfolgt und der Behandlungserfolg weiter gesteigert und abgesichert wird (14, 15).

Außerdem sollen Schutzimpfungen Verschlimmerungen durch Infektionen vorzubeugen. Jeder Arzt muss sich intensiv um jeden einzelnen Patient bemühen (z.B. mit Hilfe der Ersatznikotintherapie; 29) und zusammen alle Anstrengungen, das soziale Klima dementsprechend zu gestalten, tatkräftig mittragen. Insbesondere N-Acetylcystein (aber auch andere Substanzen) ist mittlerweile als effektives Mittel zur Prävention von Verschlimmerungen der COPD (21, 26, 30) vor allem bei Patientinnen mit deutlich erhöhter Produktivität der Bronchien für mehr als zwei Monaten pro Jahr bekannt.

Grippeimpfung: Die Grippeimpfung reduziert die Erkrankungsrate und sekundäre Komplikationen (z.B. Lungenentzündung; Evidenzstufe A1; 18, 19, 20). Pneumokokkenschutz: Bisher ist es nicht sicher, dass die pneumokokkale Impfung die Verschlimmerung der COPD reduziert, zumal die Pneumokokken-Pneumonie bei COPD-Patienten nicht häufig ist. Eine positive Wirkung wird bei alten Menschen mit und ohne COPD vermutet; daher wird eine Pneumokokkenimpfung zur Risikominderung bei allen COPD-Patienten vorgeschlagen (Evidenzstufe D1; 21, 22).

Der Erfolg der Impfung nimmt auch hier mit steigendem Alter ab (22).

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