Bronchitis mit Grünem Auswurf

Lungenentzündung mit grünem Auswurf

später wird der Schleim grüngelb und zähflüssig. zu einer Raucherkrankheit wie chronischer Bronchitis oder COPD. In der Bronchitis tritt nach zwei bis drei Tagen ein schmerzhafter Husten auf. Der Auswurf kann weiß bis gelb sein. Gelbgrüner Auswurf deutet auf eine akute bakterielle Infektion hin.

Ursache des akuten Hustens

Ein akuter Erkältungshusten dauert nicht mehr als acht Monate. Der Hustenleitfaden soll bei der Versorgung und Therapie von Menschen mit Akuthusten überflüssige Diagnosen und Medikamente verhindern und statt dessen den Stellenwert der symptomatischen Patientenanamnese und des Arzt-Patienten-Dialogs für den Verlauf der Erkrankung hervorheben.

Der 41jaehrige H., ein Bankangestellter, war erkrankt. Das anfängliche mäßige, mäßige Fieber am Abend (38,1oC), Halsschmerzen und Kopfweh sind vorüber, die Kälte hat nachgelassen, aber der Erkältungshusten anhält an. Am Tag kommt es zu gelb-grünem Auswurf, in der Nacht häufiger zu irritierendem Erkältungshusten, der den ruhigen und entspannten Schlaf beeinträchtigt.

Da sie sich nicht mehr richtig schlecht fühlen kann, hat sie ihre Arbeit wieder aufgenommen, aber sie ist besorgt, weil der Hust seit einer ganzen Stunde ungebrochen ist. Was sind die Gründe für einen plötzlichen Erkältungshusten? In der Allgemeinmedizin ist der akute Erkältungshusten eine der häufigste Beratungsursachen[1] und Infektionen der Atemwege machen in der Bundesrepublik bis zu einem Viertel aller Krankheitstage[2] aus.

In der hausärztlichen Praxis wird ein Akuthusten in 60% der Fällen durch eine akut auftretende Infektion der Atemwege oder eine akut auftretende Bronchitis verursacht[1]. Eine Erkältung und eine akut auftretende Bronchitis lassen sich nicht eindeutig unterscheiden. Steht eine verlängerte Hustensymptomatologie mit Sputum im Vordergrund und kommt über einige Tage moderates Fieber hinzu, ist eine akutere Bronchitis wahrscheinlicher.

Weitere Gründe für einen Akuthusten und vermeidbare Gefahrenstellen können in der Regel anhand des entsprechenden Krankheitsbildes unterschieden werden (vgl. Tab. 1). Das Krankheitsbild deutet im aktuellen Falle am wahrscheinlichsten auf eine akut auftretende Bronchitis hin. Meist kann ein Akuthusten nur durch symptombezogene Untersuchungen und Untersuchungen klassifiziert werden.

Im Falle einer Erkältung oder akuter Bronchitis sind keine weiteren fachlichen Abklärungen nötig. Die Unterscheidung zwischen einer viralen und einer Bakterienbronchitis ist mangels Therapiefolgen nicht vonnöten. Für die Diagnostik der Bakteriengenese oder die Unterscheidung von Lungenentzündung und Bronchitis hat die Sputumfarbe keinen Aussagewert[3, 4].

Ein Sputumtest auf akute Bronchitis bei ansonsten gesundem Erwachsenem ist nicht zweckmäßig, da eine Antibiotikatherapie in der Regel unterbleibt. Erkältungshusten ist ein störendes und stressiges Phänomen, das in der Regel auch nach Abklingen anderer Erkältungssymptome andauert. Deshalb haben die Betroffenen oft einen klaren Wunsch nach Therapien ("muss endlich besser werden!").

Hinzu kommt oft die Befürchtung, dass ein längerer Erkältungsreiz nicht mehr allein durch eine Erkrankung oder Bronchitis erklärbar ist, sondern durch eine ernste Erkrankung. Häufig unterschätzt der Patient die durchschnittliche Hustendauer von 18 Tagen[7]. Deshalb ist es von entscheidender Wichtigkeit, den Betroffenen über die gutartigen Symptome und den spontanen Verlauf einer Infektion der Atemwege zu informieren.

Unglücklicherweise kann bei keinem medikamentös therapeutischen Ansatz eine Reduktion oder Entlastung des Hustens nachgewiesen werden. Es gibt keine Hinweise auf eine wirksame Behandlung des akuten Hustens bei den oft konsumierten, rezeptfreien Schleimlösern wie Azetylcystein oder Ambroxol[9]. Anti-Tussiva wie Kodein wirken nicht besser gegen Erkältungskrankheiten als Placebo, aber ihre beruhigende Auswirkung kann den Schlaf in der Nacht verbessern[10].

Sie können daher im Einzelfall - unter Berücksichtigung der jeweiligen Benachteiligungen, z.B. der Suchtgefahr - für besonders empfindliche Personen, die nachts einem reizbaren Husten ausgesetzt sind, kurzzeitig verschrieben werden. Bei einzelnen Pflanzenarzneimitteln, z.B. Thymian-Efeu und Myrtolpräparaten, ist in Untersuchungen eine bestimmte Entlastung bei Hustenleiden nachgewiesen[11, 12], der einzige klinische Einfluss sollte gegen die Ausgaben abgewägt werden, die der Betroffene zusammen mit dem Betroffenen für die Zubereitungen zu zahlen hat.

Diese Produkte sind eine Behandlungsoption für Patientinnen und Patienten mit dringendem Therapiebedarf. Doch da hier weder Nebeneffekte noch entsprechende Aufwendungen zu befürchten sind, können sie zur subjektiven Entlastung genutzt werden. Bei akuter Bronchitis kommt es durch die Gabe von Antibiotika nur zu einer geringfügigen Verkürzung der Erkrankung um weniger als einen Tag. Deshalb sollte bei akuter Bronchitis kein Mittel verschrieben werden, auch wenn dies häufig von Patientinnen mit gelb-grünem Auswurf erhofft wird.

Sie sollte von der Sorge befreit werden, dass hinter dem hartnäckigen Erkältungshusten eine schwerwiegendere Krankheit steckt, und es sollte darauf hingewiesen werden, dass das Abwehrsystem des Körpers für spontane Heilung sorgt, auch wenn es noch etwas geduldig ist. Für die Erleichterung, nicht-medikamentöse Therapien sind am wahrscheinlichsten zu versuchen. Wenngleich der Nachweis eindeutig ist, dass die Verabreichung von antibiotischen Mitteln bei akuten Erkältungskrankheiten mehr Schaden als Nutzen anrichtet, werden in Deutschland in nahezu der Hälfte aller Praxisfälle nach wie vor antibiotische Mittel verschrieben.

Fluorochinolone, die nicht für einfache Atemwegsinfektionen geeignet sind und ein erhöhtes Resistenzrisiko darstellen, werden bei jedem zehnten Patient verordnet[14]. Diese Gruppe von Medikamenten wird auch für die effektive Versorgung schwerkranker Menschen gebraucht. Dabei sind die Gründe klar: Im Hektikalltag der Praxis ist es nicht immer möglich, die Freizeit zu finden, einen Patient über die Unbedenklichkeit viraler Atemwegsinfektionen zu informieren, zugleich aber auch genügend Verständnis für Stresssymptome zu vermitteln und auf die Gefahr einer überflüssigen Antibiotikabehandlung hinzuweisen.

Der Hustenleitfaden soll zu dem ambitionierten Bestreben der weiteren Reduzierung unnötiger Antibiotika-Rezepturen bei akutem Erkältungshusten durch Information und praktische Hilfsmittel (z.B. ein Merkblatt zur Patienteninformation) beizutragen.

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