Bronchitis Luftnot

Kurzatmigkeit der Bronchitis

Die typischen Symptome einer Bronchitis sind, wie bei Erwachsenen, ein quälender, zunächst trockener und unproduktiver Reizhusten, der von schleimigem bis eitrigem Auswurf begleitet wird. Am Anfang einer Bronchitis können Fieber, Atemnot und Gliederschmerzen auftreten. Atemnot zunächst nur bei erhöhter körperlicher Anstrengung, später auch bei geringster Belastung im Alltag und schließlich manchmal auch in Ruhe. Wenn die Bronchien dauerhaft verengt sind und zu Kurzatmigkeit, Husten und vermehrtem Auswurf führen, ist diese chronische Bronchitis eine der unter COPD näher beschriebenen chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen. Worauf beruht die Kurzatmigkeit: Lungenentzündung, Bronchitis, Asthma, Herzinsuffizienz?

Einfachste Exhalationstechnik unterstützt die

Die Luftwege sind bei chronischen Atemwegserkrankungen - wie chronischer Bronchitis, Asthma oder Emphysem - so eingeengt, dass die Luft nicht mehr unbehindert ein- und austreten kann. Eine leicht zu lernende Ausatmungstechnik kann helfen: die Dosierlippenbremse. Die Lungenmediziner der Deutsche Lungen-Stiftung (DLS) machen darauf hin. Lungenkranke können ihre häufige Kurzatmigkeit im Alltag besser bewältigen, wenn sie eine spezielle, leicht verständliche Ausatmungstechnik beherrschen: die sogenannte Dosierlippenbremse.

Die Lungenmediziner der Deutsche Lungen-Stiftung (DLS) machen darauf hin. "Bei chronischen Atemwegserkrankungen - wie chronischer Bronchitis, Asthma oder Emphysem - sind die Luftwege so eingeengt, dass die Atmungsluft nicht mehr unbehindert ein- und ausfließen kann", erklärt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Lungenheilkunde, Professor Dr. med. Harald Morr. Henning. "Die Ausatmung ist besonders schwierig, da die Lungen nach jedem einzelnen Schritt entlüftet werden."

Das erschwert das weitere Einatmen: Je weniger die tatsächlich auszuatmende Abluft aus der Lungenflüssigkeit ausströmen kann, desto weniger Raum bleibt in der Lungenflüssigkeit zum Ausatmen. Das Ergebnis ist ein immer größerer Luftmangel. Die dosierte Lipbremse hat nun den Auftrag, die Atemwege trotz Verschmälerung während der Atmung so weit wie möglich offen zu lassen, damit die ausgeatmete Atemluft besser aus der Lungenluft strömen kann und so wieder mehr Frischluft inhaliert wird.

Zum Anbringen der dosierten Lipbremse die Lefzen lose übereinander legen, so dass beim Einatmen durch den Rachen ein leises, schwingendes Fließgeräusch auftritt. "Um die Ausatemzeit bewußt zu erhöhen, ist es notwendig, die Atemluft schnellstmöglich abfließen zu lassen ", sagt er. Aus medizinischer Sicht beugt die Dosierlippenbremse einem Bronchialkollaps während der Atmung vor.

Dadurch entsteht ein dem Ausatmen entgegengesetzter Luftdruck, der sich von den obersten Luftwegen in die untersten Luftwege ausbreitet und so ein Kollabieren der kleinen Lungenröhren verhindert", erläutert er. Der Patient sollte die Lipbremse in allen körperlichen oder psychischen Belastungssituationen verwenden, in denen er nach eigener Erfahrung außer Atmen gerät - z.B. beim Treppen steigen, Einkaufstaschen tragen oder verschiedene Erregungsformen.

"Ausschlaggebend ist dabei, die Lipbremse als Vorsichtsmaßnahme zu Belastungsbeginn zu verwenden - nicht erst, wenn die Luftnot bereits da ist. Aber auch in Notsituationen ist die Beherrschung der Lipbremse eine unverzichtbare Unterstützung für die Linderung der akuten Luftnot und der damit einhergehenden Panik", unterstreicht er.

Lungen-Patienten können die Lippen-Bremse, andere Atmungstechniken und atmungsaktive Haltungen unter Leitung einer Lungen-Sportgruppe, während des Patienten-Trainings oder im Zuge der Rehabilitation einüben.

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