Bei Lungenentzündung

Für Lungenentzündung

Hierzu gehören Lungenentzündung und Pleuritis, aber auch Herz- und Bronchialasthma. Pneumonie ist eine Entzündung des Lungengewebes. Im Falle einer Lungenentzündung müssen Sie immer einen Arzt aufsuchen, er ist nicht zur Selbstbehandlung geeignet. Dr. Hans-Georg Dercken behandelt im Pius-Krankenhaus in Oldenburg Patienten, die aufgrund einer schweren Lungenentzündung ins Krankenhaus gekommen sind.

Die Lungenentzündung ist eine der häufigsten Erkrankungen:

Erkrankungen von A bis C

Lungenentzündung ist die am häufigsten auftretende Infektionserkrankung, die in den Industriestaaten zum Tod führt. In der Regel wird sie durch Keime, in den seltensten Fällen durch Krankheitserreger, Schimmelpilze oder z.B. Nahrungsaufnahme ausgelöscht. Krankheitserreger der Lungenentzündung können auf unterschiedliche Weise in die Lungen gelangen: Alle Menschen haben unterschiedliche Keime in Mund und Rachen.

Wenn sich viele Keime im Mund oder Rachen befinden, z.B. durch schlechte Mundpflege oder Eiter, können sie in die Lungen eindringen und eine Lungenentzündung verursachen. Die schlucken beim Fressen und das Futter kommt in die Lungen. Dies kann auch zu einer Lungenentzündung kommen. Die Wimpern befördern wie eine Fahrtreppe die Schleimhaut und damit auch die Verunreinigung von der Lungenseite zum Larynx, wo sie verschluckt werden.

Wenn diese Wimpern in ihrer Wirkung beeinträchtigt sind (z.B. bei Rauchern) oder wenn zu viel viskoser Schlamm entsteht (z.B. bei chronischer Bronchitis), ist der Reinigungsvorgang beeinträchtigt und Krankheitserreger können sich in der Luft ansammeln. Vor allem beim Aushusten verbreitet eine infizierte Person die Krankheitserreger um sich herum. Wenn sie von anderen inhaliert werden, kann es zu einer Lungenentzündung kommen.

Selten migriert der Krankheitserreger aus anderen entzündlichen Zentren des Körpers über die Blutbahn in die Lungen. Ältere oder ernsthaft erkrankte Menschen sind besonders von einer Lungenentzündung bedroht, weil ihr Immunsystem abgeschwächt ist oder ihre Lungen nicht richtig gelüftet werden (z.B. durch flache Luft im Bett).

Infolge der Entzündungen ist der Sauerstoff-Austausch in der Luft schwierig. Eine Lungenentzündung verheilt bei ansonsten gesundem Menschen meist ohne Probleme. Ist das Herz jedoch schwach oder ist die erkrankte Person schwach oder erkrankt, kann eine Lungenentzündung eine Gefahr darstellen: Entzündliche Änderungen im Lungengewebe behindern die Durchblutung der Lungen erheblich.

Die Folge sind Stauungen in den Lungengefässen und damit ein Anstieg des Blutdruckes in der Lungengegend. Die rechte Hälfte des Herzens, die das Herz in die Lungen pumpen, hat mit diesem Bluthochdruck zu kämpfen. Steigender Luftmangel und Kurzatmigkeit können zu einer Lungeninsuffizienz führen. Bei schwerwiegenden Erkrankungen ist daher eine Beatmungsmassnahme erforderlich.

Dies kann zu einer Eiteransammlung im Lungegewebe, einem sogenannten Lungenabszeß, führen. Wenn sich durch Brustfellentzündung zwischen Brustfell und Brustfell eine Eiteransammlung bildet, ist die Bewegung der Lunge zudem behindert. Wenn die Krankheitserreger in die Blutzufuhr gelangen, entsteht eine Fäulnis. Ähnliches gilt für die Tuberkulose der Lunge. Lungentumore können auch Symptome einer Lungenentzündung auslösen.

Im Verdachtsfall sollte ein Facharzt aufgesucht werden, da eine frühe Verabreichung von Antibiotika notwendig ist. Diverse allgemeine Maßnahmen haben eine unterstützende Wirkung: Einreiben der Lunge, z.B. mit Alkohol, verbessert die Ventilation gesunder Lungenpartien und unterstützt den Husten. Wenn Sie die beschriebene Symptome verspüren, konsultieren Sie Ihren Hausarzt oder Pharmazeuten.

Die Lungenentzündung kann - je nach Krankheitserreger und Zustand des Patienten - verschieden schwerwiegend sein. In den meisten Faellen sind Arzneimittel Teil der Therapie. Im Grunde genommen, wenn Sie eine Lungenentzündung haben, sollten Sie es immer ruhig angehen: Zigarettenfreies Rauchen sollte bei einer Lungenentzündung eine Selbstverständlichkeit sein. Fragen Sie Ihren Hausarzt vorab, wie diese Verfahren ausgeführt werden und ob sie für Sie geeignet sind.

Bei starkem Schleimhusten kann Ihr Hausarzt Mukolytika einnehmen. Sie sollen den Mucus auflösen und ihn fließen lassen. Vor Gebrauch konsultieren Sie Ihren Hausarzt! Besonders kleine Babys, Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem und alte Menschen brauchen oft eine ambulante Therapie, weil sie besonders ansprechbar sind.

Bei schwerwiegenden Erkrankungen kann es erforderlich sein, die Patientinnen mit zusätzlichem Atemsauerstoff zu versorgen oder zu beatmen. Die Ärztin oder der Arzt prüft genau, ob eine stationäre Versorgung erforderlich ist. Antibiotikabehandlung & Co. Lungenentzündung kann durch unterschiedliche Krankheitserreger hervorgerufen werden - in den meisten FÃ?llen sind es sogar Keime, besonders Lungenkokken.

Die Verabreichung von Medikamenten ist umso schneller, je schneller es gelingt, mögliche Probleme zu vermeiden. Bestenfalls weiß der behandelnde Arzt am Anfang der Therapie, welcher spezifische Pathogen für eine Lungenentzündung zuständig ist. Die Lungenentzündung schreitet schnell voran und kann einen heftigen Lauf haben, so dass der behandelnde Arzt auch dann noch Arzneimittel einnimmt, wenn der Pathogen noch nicht bekannt ist.

Die Ärztin oder der Arzt prüft, welcher Krankheitserreger vermutlich betroffen ist und verordnet ein verdächtiges und höchstwahrscheinlich wirksames Gegenmittel. Ist der Krankheitserreger genau identifiziert, kann er das Arzneimittel bei Bedarf durch ein noch wirkungsvolleres Mittel ersetzt oder ergänzt werden. Nur bei regelmäßiger Einnahme können Medikamente richtig funktionieren.

Schlucken Sie das Medikament in gleichen Abständen (z.B. alle 12 Std., wie von Ihrem Hausarzt verordnet). Selbst wenn Sie sich nach ein paar Tagen viel besser fühlen: Hören Sie nicht auf, allein mit der Einnahme von Medikamenten aufzuhören, sondern so lange, wie der behandelnde Arzt es verschrieben hat.

Ansonsten kann es vorkommen, dass der Krankheitserreger gegen das Arzneimittel widerstandsfähig wird und nicht mehr richtig arbeiten kann. Tritt eine Lungenentzündung während des Krankenhausaufenthaltes auf (sog. Nasokomiale Lungenentzündung), ist es üblicher, dass ein Arzneimittel unwirksam wird, weil der Krankheitserreger dagegen widerstandsfähig geworden ist. Damit der Krankheitserreger wirklich absterben kann, verbinden Mediziner oft mehrere Wirksubstanzen.

Ein Antibiotikum wirkt nur gegen das Bakterium. Aber auch andere Krankheitserreger wie z. B. Virus oder Pilz können eine Lungenentzündung auslösen, aber viel weniger häufig. Eine Antibiotikatherapie wäre in diesem Falle unwirksam. Die Viruspneumonie, d.h. die durch das Virus verursachte Lungenentzündung, kann kaum durch Drogen beeinflusst werden. Pilzbedingte Lungenentzündungen können mit Antimykotika bekämpft werden.

Auch bei einer durch das Virus verursachten Lungenentzündung können in einigen FÃ?llen antibiotische Mittel hilfreich sein, nÃ?mlich dann, wenn sich eine Bakterieninfektion auf der Grundlage einer Viruspneumonie entwickelt hat, weil der Körper geschwÃ?cht ist (sog. Superinfektionen der Bakterien). Eine Lungenentzündung wird meist durch Lungenkokken verursacht. Menschen mit erhöhtem Pneumokokkenrisiko, wie z.B. Menschen, deren Abwehrkräfte ( "Immunsystem") abgeschwächt sind (z.B. nach Organtransplantationen oder HIV-Infektionen), die an Krankheiten des Herzens, der Lungen, der Leber, der Nieren oder des Nervensystems oder an Zuckerkrankheiten erkrankt sind.

Influenza steigert die Gefahr einer Lungenentzündung.

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