Bakterieller Husten

Der Bakterienhusten

Die Antibiotika wirken nur bei bakteriellen Infektionen und sind daher in der Regel nicht für viral bedingte Erkältungen ohne Superinfektion geeignet. Trotzdem werden sie auch viel zu oft bei banalen Infektionen mit Husten eingesetzt. Bei Erkältungskrankheiten beginnen die Patienten in der Regel nach zwei bis drei Tagen mit dem Husten. Häufig ist der Husten schmerzhaft. Wird eine bakterielle Infektion hinzugefügt, wird der Auswurf gelblich bis grün.

Body & Mind - Husten, Halsschmerzen, Erkältung - Warum wirken antibiotische Mittel nicht - Pulse

Bei Husten, Erkältung oder Halsentzündung wollen Sie ein Mittel, das "einfach hilft". Deshalb fordern viele Menschen ein Antibiotikum, in der Erwartung, dass es ihnen besser und rascher geht. Allerdings wirken sie nur in einem von zehn solchen FÃ?llen. Beide können durch einen Virus oder ein Bakterium erkranken. Egal ob Erkältung, Halsentzündung, Gesichtsschmerz, Ohrenschmerzen oder Husten: Die Behandlung ist gleich geblieben - denn die Ursache für solche Erkrankungen sind in 90-prozentigem Maße Erreger.

Erreger sind die geringsten Erreger, sie setzen sich nur aus genetischem Material und einer Proteinhülle zusammen. Sie haben keinen eigenen Metabolismus, weshalb ihnen die Reproduktionsfähigkeit mangelt. Dafür nutzen sie einen Trick: Sie nutzen eine lebendige Zelle aus. Bei einem Virus handelt es sich um einen echten Schädling, der in die Zellen eindringt, ihr genetisches Material weitergibt und die Zellen dazu zwingt, noch mehr Bakterien zu züchten.

Virusinfektionen ändern sich sehr rasch. Sie sind nicht nur 100-mal größer als ein Virus, sie haben auch eigene Stoffwechselzellen. So können sie sich selbst reproduzieren, brauchen also im Gegensatz zu einem Virus keinen Host. Wenn unser körpereigenes System abgeschwächt ist, kann es zu Infektionen durch Bakterie kommen. Antibiotika sind Medikamente, die den Metabolismus von Keimen gezielt beeinflussen und zerstören.

Es gibt keinen Metabolismus, der durch ein Antibiotikum zerstört werden könnte. Daher ist die Antibiotikabehandlung hier unangebracht - unser Abwehrsystem muss sich gegen den Schädling behaupten. Schließlich können Sie sich präventiv gegen diverse Krankheitserreger absichern. Impfungen geben unserem Organismus die Gelegenheit, das betreffende Erreger zu " kennenlernen " und dagegen vorzugehen.

Selbst wenn die Differenzen zwischen Virus und Bakterium kaum größer sein könnten: Bei Atemwegsinfektionen wie Husten, Erkältungen oder Halsschmerzen ist die Differenzierung "viral" oder "bakteriell" problematisch. Bakterienkomplikationen sind häufig, wenn eine Kälte mehr als fünf bis zehn Tage andauert oder sich der Krankheitsverlauf verschlimmert. Außerdem: Eine Viruskälte "wandert", eine Bakterienkälte ist gleich geblieben und wird immer ärger.

Die lockere Handhabung bei der Verabreichung von antibiotischen Mitteln ist riskant. Verordnen die Mediziner ihren Patientinnen und Patienten zu großzügig, können Keime eine schädliche antimikrobielle Resistenz ausbilden. In einer in ZÃ??rich durchgefÃ?hrten Untersuchung an 110 Hustenkranken zeigt sich, ob eine antibiotische Therapie Sinn macht oder nicht: Das "C-reaktive Protein" ist ein Kennzeichen, ob entzÃ?ndliche AblÃ?ufe im Körper stattfinden.

Liegt der Messwert im Normalbereich und der Betroffene hat weder eine deutliche Kurzatmigkeit noch ein gleichzeitiges Auftreten von Krankheitserregern, ist die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Bakterieninfektion vernachlässigbar klein.

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