Atemaussetzer im Schlaf ohne Schnarchen

Atemstillstand im Schlaf ohne Schnarchen

vor allem um gefährliche Apnoen (Atemstillstände) zu vermeiden und der Patient schläft ruhig - ohne Schnarchen und Atemstillstand. Zahnmediziner können Ihnen helfen, ruhiger zu schlafen. Schlafapnoe ohne Schnarchen ist ebenfalls möglich. Die Schlafstörungen bei Kindern sind kein "harmloses" Problem.

Schlafen Medizin| Zahnpraxisfelde | Dr. Volker Wettlin

Und was habe ich als Zahnärztin mit Ihrem Schlaf zu tun? In der eingängigen Formel: "Schnarchen Sie noch oder schläfst du? "Wir alle wissen, wie sehr es für Jung und Alt zählt, genügend und erholsamen Schlaf zu bekommen. Wird die Schlafqualität lange Zeit beeinträchtigt, hat dies negative Auswirkungen auf unseren Allgemeinzustand, unsere Leistung und unsere Gesundheist.

Ein weit verbreiteter Begleiter zum Einschlafen ist das Schnarchen. Dies stört nicht nur andere, sondern kann auch eine bisher unentdeckte Apnoe (d.h. Apnoe = Atemstillstand) verbergen. Dieses Schlaf-Apnoe kann ernsthafte Konsequenzen haben wie: Rund 30 Mio. Menschen schnarchen in der Nacht auf verschiedenen Ebenen. Was verursacht Schnarchen? Im Schlaf entspannen sich alle Muskel- und Weichteile.

Schnarchen kommt auf. Das Schnarchen ohne Atemstillstand wird als Primärschnarchen bezeichnet. Allerdings ist die hinderliche Schlafappnoe, OSA genannte, bei etwa 5% aller Schnarchern ein Gesundheitsrisiko. Was verursacht Schlafapnoen? Prinzipiell muss zwischen zentraler und obstruktiver Atemstillstandssituation differenziert werden. Bei der Zentralform handelt es sich um eine Fehlfunktion des Hirns, bei der Obstruktionsform um eine Verschiebung der obersten Atmung.

Ein vollständiger Zusammenbruch von Muskulatur und Weichteilgewebe führt zu einem völligen Verschluss der Atmungswege im Hals mit Stagnation des Luftstroms und gleichzeitig zu einer erfolglosen Belastung der Halswirbel. Vergrösserte Poypen und Rachenmandel sind bei Kleinkindern oft für die Verengung der obersten Atmungswege mitverantwortlich. Adipositas ( "hoher BMI-Körpermassenindex", sich verengende Fettablagerungen auch in den Atemwegen ), Alkoholgenuss am Abend und verspätetes üppiges Essen können die geschilderten Erscheinungen erheblich verschärfen.

Diese Erweckungsreaktionen (Arousals) verursachen eine Beeinträchtigung des Schlafprozesses mit einer Erhöhung des Blutdrucks und der Herzrate und deren Einwirkungen. Der übliche und bedeutsame Ablauf der unterschiedlichen Schlafphasen (Traumschlaf, Leichtschlaf und Tiefschlaf), die mehrfach in einer einzigen Übernachtung durchgeführt werden, ist nicht mehr gegeben. Über die vielen Wachreaktionen am Morgen weiss man in der Regel nichts, sondern fühlt nur die Konsequenzen des nicht entspannenden Nachtschlafs.

Ihr oder er sagt uns, welcher "Lärm" in der Nacht erzeugt wird und ob der erschreckende "Frieden" dazwischen große Sorge bereitet. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von guten Schnarch-Apps, mit denen ein nächtlicher Check einfach und komfortabel ist. In interdisziplinärer Kooperation mit Schlafärzten (Fachärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Lungenmedizin, Innenmedizin, Neurologen) wird eine Spezialuntersuchung vorgenommen (Kardio-Respiratorische Polygraphie).

Es werden die Werte Atemfluss, Belastung von Brustkorb und Magen, Schnarchen, Pulsschlag, Sauerstoff-Sättigung des Bluts und die Körperposition (Rücken- und Seitenlage) im Schlaf mitprotokolliert. Die AHI gibt Aufschluss über die Zahl der Apopnoe (vollständige Atemstillstände) und Hypopnoe (teilweise Reduktion des Atemflusses), die in eine Schlafstunde umgewandelt wurden. Abhängig vom Resultat der Polygrafie bestimmt der Schlafarzt die für den einzelnen Patient optimale Behandlung.

Im Einzelfall kann eine Zusatzuntersuchung im Einschlaflabor für eine Übernachtung zur weiteren Klärung der bisher gesammelten Erkenntnisse indiziert sein. Neben den Derivaten der Polygrafie werden auch ein EKG und alle Schlafparameter im Hirn (EEG) mitprotokolliert. Bei den hier vorgestellten Methoden handelt es sich um obstruktives Schlaf-Apnoe und primäres Schnarchen!

Abgesehen von der allgemeingültigen Empfehlungen einer evtl. notwendigen Gewichtsreduzierung sind vor allem zwei Behandlungsverfahren möglich: Die geltende S3-Richtlinie (Volltext siehe hier) der Deutsche Forschungsgemeinschaft -Leitlinie für das Schlafen und die Schlafende Medizin (DGSM): Nicht-wiederherstellbare Schlaf/Schlafstörungen - Abschnitt "Schlafbezogene Atmungsstörungen" bietet neben der am weitesten verbreiteten Atemwegsdrucktherapie (PAP) in Gestalt des Continuous PAP-Modus (CPAP) mit Atemmaske die Versorgung mit einer mandibulären Protrusionsschiene für leichte und mittelschwere obstruktive Schlafapnoen (AHI unter 30 und BMI unter 30) und für das primäre Schnarchen.

Während der Maskenbelüftung werden die Oberluftwege während der ganzen Dunkelheit durch eine permanente Überdruckbelüftung über eine Atemschutzmaske offenhalten. Deshalb ist die Behandlung mit einer Protrusionsschiene (UPS) von großer Wichtigkeit bei leichtem und mittlerem Schweregrad sowie bei primärem Schnarchen und Maskenunverträglichkeit. Dies öffnet auch die Weichteile im Hals und verhindert einen Kollaps im Schlaf.

Die Luftströmung kann ohne Schnarchen die Lunge ungestört durchdringen. Sie sind einfach zu handhaben, bequem zu benutzen, vergleichbar mit Kinderspangen, die jeden Tag von mehreren hunderttausend Menschen eingenommen werden. Die Dokumente werden an ein auf "Schlafschienen" spezialisierte Zahnlabor gesandt. Hier werden die beiden Schienungen nach den Angaben des Arztes gefertigt und sind nach ca. 10 Tagen wieder in der Praxen.

Nachdem die Schiene eingesetzt und eine Akklimatisierungsphase durchlaufen wurde, muss nach ca. 6 Monaten eine neue polygrafische Prüfung (nächtlicher Schlafcheck zu Hause) erfolgen, um den Erfolg zu beurteilen. Nach der S3-Richtlinie sollten die Schienungen nur von schlafmedizinisch versierten Ärzten vorgenommen werden! Dr. Wettlin hat eine umfassende Weiterbildung bei der DGZS (Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Schlafmedizin) und der Deutsche Verein fu?r Sleep Research and Sleep Medicine (DGSM) durchlaufen.

Wie viel kosten die Behandlungen und wer erstattet sie? Bei einer Protrusionsschiene im Unterkiefer beträgt der Preis je nach Schienentyp ca. 1200 bis 1300 EUR. Das Schnarchen (Schnarchen ohne Atemaussetzer) ist keine Krankheit im Sinn des Gesetzesgebers und muss selbst erstattet werden. Bei obstruktiver Apnoe (mit Masken oder Schienen) erfolgt die Übernahme der Kosten nach individueller Entscheidung der Sozialversicherung.

Die Masken-Therapie wird als " Goldstandard " angesehen, so dass das Versprechen, die Schienenkosten zu decken, nicht immer " sofort " funktioniert. Die vielversprechenden Behandlungsmöglichkeiten bei primärem Schnarchen und obstruktiver Apnoe mit Protrusionsschienen im Unterkiefer sollen Ihnen bereits einen ersten Eindruck vermittelt haben.

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