Atemaussetzer im Schlaf Gefährlich

Atemstillstand im Schlaf Gefährlich

Ein ständiges Gefühl der Müdigkeit kann auch gefährliche Folgen haben. Das Schnarchen ist nicht unbedingt gefährlich, denn das Aufwachen in der Nacht (siehe Kapitel Ursachen) bringt nicht mehr die nötige Erholung. Auch das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls ist erhöht.

Welche Gefahr besteht für die Atmung beim Einschlafen?

Beim Schlaf-Apnoe kommt es während der Dunkelheit zu einer Vielzahl von Apnoen mit einer Länge von mehr als 10 s. Nicht einer der vielen Atemstillstände ist die große Gefährdung, sondern deren Konsequenzen. Weil sie - vom Schläfer unbeachtet - immer wieder Belastungsreaktionen im Organismus auslösen. Dies erhöht langfristig das Herzinfarktrisiko.

Laut einer Untersuchung waren 65 Prozent der Betroffenen des plötzlichen Herztodes Schlafapnoetiker. Schnellere, aber ebenso drastische Auswirkungen haben können Ermüdung und Konzentrationsschwäche während des Tages. Die Fehler- und Unfallgefahr steigt. Der Mangel an Schlafregeneration begünstigt die Tendenz zum Mikroschlaf am Rad. Ungefähr 12% der tödlich verlaufenden Unfälle sind auf Schlafstörungen zurückzuführen.

So lange die Pausenhäufigkeit beim Atmen auf 5 pro Std. Schlaf begrenzt ist, liegt diese noch im Grünbereich. Wenn jedoch die Atemfrequenz stoppt und die Atemfrequenz (Apnoe-Hypopnoe-Index) auf über 10 pro Std. ansteigt, muss gehandelt werden. Doch bei einem starken Schlaf-Apnoe- Syndrom sind mehrere hundert Atemstillstand pro Tag keine Seltenheit. Nicht selten. Es wurden bereits bis zu 200 Atemaussetzer pro Std. festgestellt.

Atemstillstand bei Nacht: Gefahrensituationen

Schlafapnoen treten oft auf, erhalten wenig Aufmerksamkeit und werden oft nicht therapiert. Verdächtig: Ab ins Schlaf-Labor. Denn das Hirn braucht nur wenige Gehminuten ohne Luftsauerstoff, und zu viele Atempausen während des Schlafes - die so genannte Apnoe - schaden ihm. Im Schlaf entspannt sich das Tuch, im Lendenwirbelbereich kann der Hinterteil der Lunge in die Kehle abrutschen.

Dabei ist es ein Mangel an Kontrolle über das Hirn, der einen Atemstopp und damit eine mittlere Apnoe auslöst. Die Atmung stoppt oft 100 bis 500 Mal in der Dunkelheit. Der Schlaf ist für die Erkrankten nicht mehr eine Erleichterung. Das Hirn erkennt den Ausnahmezustand und warnt den Schläfer. Hierdurch wird der natürliche Schlaf gestört.

Am Tag schläft er oft in den Tiefschlaf - sehr gefährlich beim Fahren. Im Verdachtsfall wird dem Patienten in der Regel zunächst ein kleines Meßgerät zur Verfügung gestellt, das während der Dunkelheit unterschiedliche Messwerte aufnimmt. So kann der Doktor sehen, ob die Beatmung während der Dunkelheit aufhört. Wenn innerhalb einer vollen Stunde mehr als zehn Atempausen von zehn Minuten oder mehr auftreten, ist eine Apnoe wahrscheinl.

Die Ärztin oder der Ärzt verweist den Betroffenen an ein Schlafmittel. Hier wird der Pflegebedürftige während der Dunkelheit an diverse Meßgeräte in einem schlafenden Labor angebunden. Erfasst werden die verschiedenen Organtätigkeiten wie Gehirnwellen (Elektroenzephalogramm, EEG), Augenbewegung, Herzaktivität (Elektrokardiogramm, EKG), Muskelaktivität an Bein und Kinnpartie (Elektromyogramm, EMG), Nasenatmung, mögliches Geschnarche, Atmungsbewegungen von Brust und Unterleib sowie der Blut-Sauerstoffanteil.

In den meisten Fällen kann eine Apnoe mit Sicherheit diagnostiziert werden. Häufig sind es aber nicht nur die weichen Gewebe des Gaumen oder der Lunge, die die Atemarbeit mindern. Bei der obstruktiven Apnoe, bei der die obere Luftleitung nicht genügend Sauerstoff durchlässt, gibt es viele Gründe. Während des Schlafes entspannen sich die Muskeln in den Atemwegen während der Krankheit so sehr, dass sie dem durch Inhalation und Kollaps verursachten negativen Druck nicht mehr widerstehen können.

Eine Reihe von Toxinen kann auch Schlafapnoen verursachen. Oft kommen Menschen aus beruflichen Gründen mit diesen Gefahrstoffen in Berührung. Es werden nicht alle Schlafapnoen hinreichend therapiert. Das hat für den Betroffenen fatale Konsequenzen. Sie kann zu hohem Blutdruck, Herzanfall, Hirnschlag oder plötzlichem Tod führen. Schlafapnotika sind weniger widerstandsfähig und versterben früher als normale Menschen.

Wird ein beruflicher Grund vermutet, ist die Berufsgenossenschaft unverzüglich zu informieren und ein Berufskrankheitsbericht einzureichen. In den meisten Fällen kann die Obstruktion der Apnoe allein keine vollständige Minderung der Erwerbsfähigkeit erklären, da die Behandlung in der Regel sehr effektiv ist und eine partielle Rehabilitation möglich ist.

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