Asthma durch Heuschnupfen

Durch Heuschnupfen verursachtes Asthma

Die Diagnose: Der Arzt erhält erste Hinweise auf die Erkrankung, indem er die Symptome beschreibt. Schließlich ist es nur ein bisschen Heuschnupfen, denken viele Leute. Die Therapie wird während der allergiefreien Zeit durchgeführt. Aber Heuschnupfen ist keine triviale Krankheit. Auch Heuschnupfen kann zu Asthma führen.

Vernachlässigtes Heuschnupfen wird zu Asthma

Immerhin ist es nur ein wenig Heuschnupfen, dachten viele. Heuschnupfen kann in vier von zehn Faellen zu Asthma fuehren, das wissen nur wenige. Oftmals ist die Konsequenz eine Einschränkung der Lungenfunktionen. Vor allem bedenklich: Immer mehr Menschen, die von der Pollenfliege betroffen sind, haben es schwer. Auch wenn es immer mehr Menschen gibt, zeigt eine im Jahr 2013 durchgeführte Untersuchung, dass die Anzahl der Arztpraxen zur Behandlung von Allergikern in der Bundesrepublik rückläufig ist, denn das heißt, dass es sich für den Arzt nicht lohne, Allergiker zu betreuen.

Das können sich die Mediziner kaum noch leisten", sagt Schmidt-Weber. Städteplaner und Politik haben bisher kaum nach Pollen und Allergie bei der Bepflanzung von Städten gefragt. An Asthma leidet ein Mensch beinahe zweimal so oft wie ein Erwachsener; jedes zehnte ist erkrankt. Das liegt daran, dass ihre Atmungswege immer noch besonders empfindlich sind - deshalb haben sie öfter Erkältungen als die erwachsenen.

Bei Kindern, die auf einem Hof aufwachsen, viele alte Brüder haben oder früher im Kindergarten sind, ist die Gefahr von Asthma und Allergie geringer. In der Asthma- und Allergie-Ambulanz der Kinderklinik besteht ein enger Bezug zwischen dem frühzeitigen Umgang mit verschiedenen Keimen, der das Abwehrsystem stärkt, und der Eintrittswahrscheinlichkeit von Asthma und allergie.

Ein Gedanke: die Zugabe von Komponenten, die der Mikrobenvielfalt in ländlichen Gebieten ähnlich sind, zu Säuglingsnahrung, wie z.B. Vollmilchpulver. Eine solche frühe "Immunisierung" gegen Allergie könnte nach Schaubs Einschätzung mit Säuglingsnahrung mindestens zehn Jahre lang nicht möglich sein.

Heu-Fieber und Asthma: Was ist das? Was soll helfen? Gesund

Der Blütenstaub fliegt im Frühjahr - zum Leiden vieler Allergien. Aber was geschieht denn nun konkret im Organismus? Erkundigen Sie sich beim Allergenologen Florenz Bauers. Am Ende des Winters geht es los: Hasen, Erlen, Pappeln - Blütenstaubflug. Der Chefarzt für Neurologie und Allergene am Münchner Krankenhaus, Dr. med. Florian Bauer, erläutert im "Interview am Morgen", was Allergien bewirken können und wie es zu einer übermäßigen Reaktion des Abwehrsystems kommt.

ZZ: Mr. Bauer, wenn Ihnen die Nasenflügel laufen und Ihre Blicke am Anfang des Frühjahrs wässern, was ist das? Das ist wetterabhängig. Häufige Regenfälle zum Beispiel waschen Blütenstaub aus der Atemluft; bei Trockenheit und starkem Windeinfluss ist die Last höher. Aber auch die Temperaturen sind wichtig: Ab etwa 10°C fliegt der Blütenstaub durch die Stadt.

Ist es also draussen eiskalt, ist es eher ungewöhnlich, dass eine Blütenstauballergie für die laufende Nasenschleimhaut verantwortlich ist. Sie können dann in der Schnauze eines Allergenen auftauchen. Die Immunabwehr von Allergien führt zu einer Reaktion gegen so genannte Allergieauslöser, d.h. potentiell gefährliche Substanzen, in diesem Falle harmlose Bienenpollen.

Dann gibt der Organismus das Botenhistamin ab. Der Schleim der Schnauze quillt auf und erzeugt mehr Sekretion.... und die Nasenlaufen. Wodurch unterscheiden sich die normalerweise harmlosen Heuschnupfen von Asthma? Bei Asthma und Heuschnupfen handelt es sich um allergische Erkrankung. Das Heuschnupfen befällt den Oberkörper der Atmungsorgane, das Asthma den Unterkörper.

Beim Asthmapatienten findet im Grunde die selbe Wirkung statt, auch hier kommt dem Histamin eine besondere Bedeutung zu. Bei Asthmapatienten hat es aber auch Auswirkungen auf die so genannte extravasale Glattmuskulatur, d.h. die bronchiale Umhüllung. Wieso reagieren Menschen überhaupt auf Blütenstaub? Am Abend vor dem Zubettgehen kann es hilfreich sein, die Frisur zu reinigen und die Wäsche vor dem Zimmer abzuziehen, um so wenig wie möglich Blütenstaub hineinzutragen.

Ziel ist es, den Organismus schrittweise an das Allergieerreger zu gewöhnen. Idealerweise wird der Organismus das Allergieerreger akzeptieren und sich nicht mehr dagegen wehren. Problematisch ist nur, dass eine solche Behandlung wenigstens drei Jahre dauert; in manchen Fällen sind es fünf, bis sich der Organismus an den Blütenstaub gewoehnt hat.

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