Ambulanter Alkoholentzug Ablauf

Verfahren zur ambulanten Alkoholentfernung

Das ist der Verlauf der neuen Therapie: die trotz Suchterkrankung noch in einer relativ stabilen, intakten Umgebung (Zuhause, drogenfreies soziales Umfeld) leben und einen strukturierten und arbeitsreichen Alltag haben. Was sind die Vorteile einer ambulanten Entwöhnung? Sie werden ärztlich begleitet und medizinisch betreut. Im Vorgespräch mit unserem Oberarzt informieren wir Sie über den Verlauf des ambulanten Entzugs sowie über die zu erwartenden Entzugserscheinungen.

Ein Rückzug in der eigenen Ferienwohnung - Sonstiges - Panoramabild

Einige Alkoholiker wären für den Rückzug gerüstet. Das ist das Ergebnis von Herrn Dr. med. Ralph Wilde, Familienarzt in der Oberengstringer Klinik, und Herrn Dr. med. Peter Wagner, Diplompsychologe in der Kreissuchtberatungsstelle des Dietikons. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen, dem Ernährungsberater und Familienarzt Dr. med. Konrad Gimm und Dr. med. Bea Kapaul aus der Suchttherapie, haben sie ein neuartiges Therapiekonzept erarbeitet, das Suchtkranken in ihrer Heimatregion eine neue Art von Rückzug bietet.

Dabei werden sie nicht monatelang aus ihrem gesellschaftlichen Umfeld gerissen, wie es bei einem Klinikaufenthalt der Fall ist. Ambulante qualifizierte Alkoholentnahme mit dem Namen Alkoholika-Limattal, kurz gesagt mit dem Namen Aqel. Und so funktioniert die neue Therapie:

Der Suchtkranke wird vom behandelnden Arzt ärztlich behandelt und vom Therapeuten über die individuellen Maßnahmen informiert, nachdem er sich entschieden hat, sich zurückzuziehen. Bei Nichteinhaltung einer Vereinbarung wird das Progamm angehalten. Ein ambulanter Rückzug dauert etwa drei Monaten und ist in drei Perioden unterteilt: Während der Entwöhnungsphase steht der Rückzug und die Genesung von der Abhängigkeit sowie die Behandlung der Entzugssymptome im Mittelpunkt.

Bei der sogenannten Build-up-Phase - die ein bis zweiwöchig andauert - geht es um die Gründe, die zu Alkoholmißbrauch und um präventive Maßnahmen zur Abwehr des Griffs auf der Trinkflasche führten. Zum Abschluss der Behandlung wird das Studium mit einem Beurteilungsgespräch beendet. Die ärztliche und ggf. auch psychische Nachsorge ist möglich und wird vom zuständigen Familienarzt oder Psychologe durchgeführt.

Die Landesberatungsstelle für Suchtkranke sowie die dem Limmimed-Ärzte-Netzwerk angegliederten Allgemeinmediziner sind an der Arbeit von Acquel mitbeteiligt. Es bietet eine neue Art, die Alkoholabhängigen zu kontaktieren und sie zu ermutigen, sich zurückzuziehen. Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner sind mit ihren Pflegebedürftigen vertraut und sehen sie oft im Jahr. Sie haben immer wieder mit Menschen zu tun, die sie verdächtigen oder ein Problem mit Alkohol aufspüren.

Die Allgemeinmediziner können laut Dr. med. Ralph Wilde den Betreffenden die Möglichkeit geben, mit Hilfe von Acquel (abgesehen von der ersten Woche) weiterhin am Arbeitplatz zu arbeiten und nicht wie bei einem stationären Klinikaufenthalt in einer der schweizerischen Rehabilitationskliniken aus ihrem gesellschaftlichen Milieu herauszuholen. Das Absetzen von Alkohol ist daher sehr gesellschaftlich akzeptabel und weitestgehend unbekannt, da sich die Patienten nicht in ihrer Umgebung zeigen müssen.

Trotz vieler Vorteile ist die stationäre Suchtbehandlung nicht für jeden Angehörigen zu haben. Wenn ein Alkoholsüchtiger bei uns einsteigen will, sollte er zunächst einmal in der Lage sein, aktiv mitzuarbeiten und ein solides und unterstützendes Milieu haben.

Die beiden Firmen gehen davon aus, dass es für schwer süchtige Menschen nach mehreren erfolglosen Entzugsbehandlungen ungeeignet ist. Zu Beginn jeder erfolgreichen Behandlung steht jedoch die Erkenntnis eines ernsthaften Alkoholproblems.

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