Allergische Spätreaktion

Spätreaktion allergisch

Grundsätzlich treten bei Allergien zwei mögliche Reaktionen auf. Nach dem Kontakt mit dem Allergen beginnt die sofortige Reaktion innerhalb kurzer Zeit. Eine späte Reaktion tritt erst Stunden nach Kontakt mit dem Allergen ein. Typ IV-Allergene sind in der Regel keine großen Moleküle wie Proteine, sondern Metalle oder einfachere Chemikalien. Allergische Frühreaktionen, aber auch allergische Spätreaktionen!

Lebensmittelallergie: Allergische frühe und späte Reaktionen

Dr. Katharina Neemat, Spezialistin für Pädiatrische Pneumologie und Allergene im Rahmen des Kinderzentrums Dresden-Friedrichstadt (Kid) über allergische frühe und späte allergische Reaktion auf Lebensmittelallergien! Allergische Allergien können bei Lebensmittelallergien sehr frühzeitig, direkt nach dem Kontakt mit Allergenen sowie verhältnismäßig verspätet auftreten. Wie allergische frühe und späte Allergien spürbar werden können und wie eine aussagekräftige Diagnose auszusehen hat.

Herr Dr. Neemat, wie treten frühe allergische Reaktionen bei Kinder auf? Frühe allergische Reaktionen sind die häufigste Form der Reaktionen auf IgE-vermittelte Lebensmittelunverträglichkeiten. Eine allergische Erkrankung kann dann binnen zwei Stunden nach dem Kontakt mit dem Allergen auftreten, oft in den ersten 30 min. Frühe allergische Reaktionen können die Atemwege, die Oberhaut und den Magen-Darm-Trakt betreffen.

Eine allergische Allergie mit mehreren Organsystemen ist die Erkrankung. Wie kommt es zu späten Allergien bei Kleinkindern? Späte allergische Reaktionen treten mit einer bestimmten Zeitverzögerung bei der Absorption des Allergenes durch die Lebensmittel auf. Der Mindestabstand liegt bei 6 Std., aber oft tritt die allergische Erkrankung erst am Folgetag oder übermorgen auf.

Späte allergische Reaktion kann zu klinischer Reaktion auf der Oberhaut und/oder dem Magen-Darm-Trakt führen. Wenn die späten Allergien den Verdauungstrakt betreffen, führt dies zu dünnem Stuhl, Durchfall und gelegentlich zu Magenschmerzen. Kinder mit neurodermitischer Entzündung können einen neuen Ekzemrückfall erleiden oder vorhandene, hellere Herde von Ekzemen können sich ausbreiten und der Zustand der Haut verschlechtern.

Man unterscheidet zwei Arten von späten Allergien, die IgE-vermittelten und die nicht-IgE-vermittelten. Dabei gibt es oft auch Kombinationsmöglichkeiten von Allergien und späten Reaktionen, die oft nicht erkannt werden, da die frühe Reaktion meist rasch therapiert wird und daher nicht einmal zu einer späten Reaktion führen kann. Kannst du ein Beispiel für eine Mischung aus frühzeitiger und später Allergie geben?

Falls ein Neurodermitiker und Hühnereiallergiker das Hühnereiallergen unbeabsichtigt einnimmt, z.B. weil es Rühreier knabbert, kann es als sofortige Reaktion und als späte Reaktion sechs oder einen Tag später zu einer Neurodermitisattacke oder einer allgemeinen Verschlechterung der Haut führen.

Selbst wenn die späten Reaktionen in punkto klinischer Symptome schwächer sind als die frühen Reaktionen, werden sie befürchtet, da die zeitliche Korrelation aufgrund des verspäteten Auftretens der Krankheitssymptome verhältnismäßig schwierig zu bewerten ist. Eine weitere Komplikation im Hinblick auf den Nachweis ist, dass bei manchen Lebensmittelallergien verspätete Reaktionen erst nach einer bestimmten Anzahl oder nach einer wiederholten Aufnahme von Allergenen auftreten; dies ist z.B. bei Getreide oder Kuh-Milch möglich.

Liegt es nicht vielmehr bei nicht allergenen Lebensmittelunverträglichkeiten vor, dass die Mengen der nicht verträglichen Lebensmittel für die Reaktionen entscheidend sind? Das ist prinzipiell richtig und könnte ein Argument dafür sein, dass Lebensmittelunverträglichkeiten, die durch Allergien und nicht durch Allergien verursacht werden, oft durcheinander gebracht werden. Selbst bei nicht durch IgE verursachten Unverträglichkeiten sind Quantität oder erneute Aufnahme von Allergenen entscheidend für die Entwicklung einer späten Allergie.

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