Allergie Auswirkungen

Die Allergie-Effekte

Der schlimmste Effekt einer allergischen Reaktion ist ein anaphylaktischer Schock. Es gibt heute fast keine Familien, die nicht betroffen sind. Eine Allergie auf Naturkautschuklatex tritt häufig im Freien auf, wenn die Arbeitsfähigkeit in Ihrem Sport eingeschränkt ist und somit verstärkt mit dem Allergen in Kontakt kommt. Im folgenden Lexikoneintrag geht es auch um die Behandlungsmöglichkeiten und die Auswirkungen von Allergien auf die tägliche Ernährung.

Folgen des Klimawechsels als Allergie-Risikofaktor

Seit einiger Zeit wird der Klimawechsel auch vermehrt als Einflussfaktor für pollenbedingte Atemwegsallergien erörtert. Aufgrund steigender durchschnittlicher Temperaturen beginnen bestimmte Arten nun früher als vor 25 Jahren zu blühen. Darüber hinaus breiten sich immer mehr allergieauslösende Arten aus, die bisher nicht in der Bundesrepublik beheimatet waren, wie Beifuß-Ambrosie (Ambrosia, lat. ragweed artemisiifolia).

Außerdem wurde festgestellt, dass nicht nur eine Erhöhung der Temperatur in der Luft, sondern auch der Konzentrationen von atmosphärischem Kohlendioxyd (CO2) zu einem erhöhten Pollenflug von allergenen Pflanzenspezies inklusive Ambrosiapflanzen führen. Gesamthaft deuten verschiedene Untersuchungen darauf hin, dass es einen Bezug zwischen dem Klimawechsel und einer weltweiten Erhöhung der Zahl allergischer Erkrankungen der Atemwege gibt.

Es ist mit einem weiteren Zuwachs und einer zunehmenden Schwere der Krankheiten zu rechnen. Nicht nur die Temperatur der Luft und die CO2-Konzentration scheint hier eine wichtige Rolle gespielt zu haben, sondern auch die mit dem Klimawechsel verbundene Zunahme von Schadstoffen wie z. B. Sauerstoff und feinem Staub.

Allergie - Ursachen, Wirkungen, Therapien, Prävention

In den Industriestaaten sind mind. 20% der Menschen gegen jede beliebige Chemikalie immun - mit zunehmender Neigung! Die Anzahl der Betroffenen wird allein in der Bundesrepublik auf 26 Mio. Personen geschätz. Eine Allergie ist eine übermäßige Reaktion des Körpers auf unbedenkliche Fremdstoffe. Je nach Typ der Auslöser können diese Fehlsteuerungen zu sehr verschiedenen individuellen klinischen Bildern wie z. B. Heu-Fieber, Konjunktivitis, Hautausschlag, Magen-Darm-Beschwerden und Bronchialasthma führen. 2.

Manchmal sind Allergien auch lebensgefährlich - wenn ein so genannter Schock auftritt. Die Allergie tritt auf, wenn das menschliche Organismus reagiert und auf einmal gesundheitlich unbedenkliche Substanzen angreift, die in der Umgebung oder in der Ernährung vorhanden sind. Derartige Überempfindlichkeiten können durch verschiedene Substanzen wie z. B. Pollen, Tierhaar, Hausstaubmilben, Insektengift, Arzneimittel, Lebensmittel, Konservierungsmittel und chemische Substanzen auslösen.

Der erste Schritt einer Allergie ist die Sensitivierung, die durch einen einzigen Hautkontakt mit dem Allergieerreger erreicht werden kann. Bei den Atemwegen oder anderen Gewebeteilen begegnet das Allergieerreger einem gewissen Zellentyp, den Fresszellen, und wird in kleine Fragmente zersetzt. Stimuliert durch Signalsubstanzen bilden gewisse Abwehrzellen - die B-Lymphozyten (oder B-Zellen) - dann große Anteile eines Eiweißstoffes, die so genannten IgE-Antikörper, die exakt auf die Allergenstruktur abgestimmt sind und sich mit ihr mischen.

Sollte das Allergieerreger in der Zwischenzeit nicht mehr vorhanden sein, findet diese Etappe ohne Beschwerden statt. Bei erneutem Umgang mit derselben Prüfsubstanz binden die Allergene jedoch sekundenschnell an die IgE-Antikörper auf den Mast- und Kornzellen und lösen so die Ausschüttung großer Histaminmengen und anderer Entzündungssubstanzen aus. Sie führen dann zu den befürchteten Allergiesymptomen:

Je nach Bestandteilen des betroffenen Abwehrsystems können bei wiederholtem Umgang mit der Auslösesubstanz sofort Allergien entstehen - dann wird von einer sofortigen Wirkung gesprochen -, sie können aber auch erst nach vielen Arbeitsstunden oder Tagen erfolgen; es ist dann eine Nachreaktion. Bei einem erneuten Verschwinden des Allergens (wie z.B. bei Pollen aus saisonalen Gründen) lassen die Beschwerden ebenfalls nach.

Jedoch hat das Abwehrsystem ein " Speicher ", so dass bei einem erneuten Umgang mit der Substanz die Symptome wiederkehren. Es kann lebensgefährlich sein, wenn ein Allergieerreger in großen Stückzahlen in die Blutzirkulation eindringt. Die explosionsartige Freisetzung der entzündlichen Stoffe kann dann bei einem Allergienpatienten zu einem anaphylaktischen Stoß führen, der im ungünstigsten Falle durch Kreislaufschwäche oder Ersatz zum Tode führen kann.

Die erhöhte Inzidenz von Allergie, insbesondere in den Industrieländern, könnte aber auch dadurch erklärt werden, dass in hoch entwickelten Staaten gewisse Bereiche des Abwehrsystems aufgrund hoher hygienischer und gesundheitlicher Standards "unterfordert" sind und sich kontraproduktiv gegen unbedenkliche Stoffe ausrichten. Bei Allergikern, bei denen beide Eltern eine Allergie haben, kommt es mit einer Häufigkeit von ca. 60% zu einer Allergie.

Vor kurzem haben Forscher festgestellt, dass eine gewisse Genmutation (in der Anleitung für den Interleukin-4-Rezeptor) die Allergiewahrscheinlichkeit verzehnfacht. Besonders oft sind gewisse Substanzen an Allergieprozessen betroffen. Kontaktallergene (kommen mit der Außenhaut in Berührung): z.B. Schurwolle, Wolle, Seide, Farbstoffe, Lösemittel, Kosmetika, Wundsalben, Tropfen, Kontaktlinsenreiniger, Pflanzenausscheidungen, Latexprodukte, Metalle wie z. B. Zinn, Kupfer, Neusilber oder Blei.

Lebensmittelallergene: Grundsätzlich kann jedes Lebensmittel eine Allergieauslöser sein. Abhängig von ihrem Vorkommen haben die Allergieauslöser (siehe auch Allergene) Auswirkungen auf: das Auge: Conjunktivitis, oft in Zusammenhang mit Heu-Fieber (allergische Rhinitis). Nasenschwamm: Es ist in der Regel das erste Glied, das mit einem Atemwegsallergen in Berührung kommt.

In der Regel werden aber auch die tieferen Luftwege berücksichtigt, was zu schwerwiegenden Atembeschwerden führt. Die bronchialen Röhren: Oft sind Allergien der bronchialen Röhren erst beim Ausatmen als Trillerpfeifen spürbar. Der Magen-Darm-Trakt: Vor allem bei Kleinkindern werden häufig Verdauungsstörungen (Durchfall, Blähungen) festgestellt, die durch Allergien auf Kuhmilchprotein, Ei und Fische und viel weniger häufig auch auf Fenchel- und Kamillentees verursacht werden.

Eine häufigere Ursache sind Allergieerkrankungen gegen Obst, Schalenfrüchte, Nüsse, Gemüsesorten oder Kräuter. Sie ist das grösste Teil des Organs und steht in direktem Umweltkontakt. Die allergischen Wirkungen zeigen sich auf verschiedene Weise: In der Regel gehen diese Beschwerden mit Jucken oder Verbrennen einher. Sicherlich handelt es sich dabei um eine Allergie, aber auch die psychosomatischen und genetischen Aspekte sind von Bedeutung.

Allergie-induzierte Ekzeme betreffen nicht nur die obere, sondern auch die untere Hautschicht. Der ganze Organismus: Der anaphylaktische Schlag wirkt sich auf den ganzen Körper aus. Sie tritt meist nur dann auf, wenn verhältnismäßig große Allergenmengen unmittelbar in die Haut eindringen, z.B. bei Insektenbissen oder Medikamenteninjektionen. Lebensmittel- oder Tierhaarallergene verursachen in der Regel keinen Aufprall.

Ohnmachtsanfälle können ohne Maßnahmen entstehen, in schwerwiegenden Ausnahmefällen bis hin zum Herzinfarkt und respiratorischen Stillstand. Die ohne ersichtlichen Anlass auftretenden Beschwerden der Oberhaut, der Schleimhäute, der Atmungsorgane und des Verdauungstrakts können Allergiesymptome sein. Misstrauisch sind vor allem Hautausschläge, Anschwellen und Dellen, juckende Augen und Fremdkörpergefühle, Niesen und laufende Nasen, "pfeifende" Atmungen, Reizungen des Hustens und straffe Atemzüge sowie Durchfall und Magenkrämpfe.

Es macht viel Sinn, ein Allergietagebuch zu erstellen, in dem alle Substanzen, mit denen man in Kontakt kommt oder die man verzehrt hat und die die Allergie auslösen können, festgehalten werden. Allerdings sollte die Diagnostik "Allergie" immer dem versierten Spezialisten vorbehalten bleiben, da nur er die Beschwerden richtig interpretieren und von anderen klinischen Bildern (z.B. Vergiftung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten) unterscheiden kann.

Nützlich ist es, wenn man die Beschwerde im Dialog mit dem Allergenologen in einen lokalen und/oder regionalen Kontext stellen kann und dadurch in der Lage ist, eventuelle Allergene (z.B. Kurzatmigkeit bei Tieren ) eingrenzen kann. Die Ärztin oder der Arzt versucht dann, aus der Vielzahl der Allergene das richtige Allergen für den Betroffenen zu eruieren.

Es wird ein Tröpfchen einer allergenen Lösung auf die Schale gegeben und mit einer kleinen Lanze zerkratzt. In Minutenschnelle lässt sich anhand der Hautreaktionen erkennen, ob der Betroffene auf die jeweilige Chemikalie anspricht. Am dritten Tag findet die abschließende Bewertung statt: An der Applikationsstelle des gewünschten Allergens hat sich eine kleine Kontaktdermatitis entwickelt.

In vielen FÃ?llen kann anhand einer Blutentnahme festgestellt werden, gegen welche Substanz(en) der Betroffene Antikörper in welchem Umfang produziert. Ab und zu kann es notwendig sein, einen so genannten Allergen-Provokationstest aufzustellen. Die Patientin wird unter Kontrollbedingungen (z.B. durch Inhalation von Inhalationsallergenen) mit dem suspekten Allergieerreger in Kontakt gebracht und die Reaktionen werden vom behandelnden Arzt mitverfolgt.

Zum Glück kommt es aber nur dann zu Allergiesymptomen, wenn der Betroffene mit "seinem Allergen" in Berührung kommt. In vielen FÃ?llen können die Beschwerden dadurch gelindert oder gar ganz vermieden werden (Mutterschaftsurlaubstherapie). In vielen Formen von Allergie (z.B. Allergie gegen Tierhaare, Medikamente und bestimmte Lebensmittel) kann der Mutterschaftsurlaub sehr gut verlaufen, in anderen - z.B. bei Allergie gegen Stäube oder Blütenstaub - ist ein vollständiger Mutterschaftsurlaub nahezu ausgeschlossen.

Es muss der Versuch unternommen werden, die Belastung so niedrig wie möglich zu gestalten, z.B. durch den Gebrauch von geeigneten Filtern (z.B. in Autos, Staubsaugern), durch die Benutzung allergikerfreundlicher Bettbezüge und milbenbeständiger Matratzenbezüge, durch die Vermeidung von Reisezielen mit starker Allergenexposition, durch Neugestaltung der Wohnräume (keine Teppichböden, wenig gepolsterte Möbel, nur feuchtes Staubwischen, usw.).

Probleme können auch bei einigen Lebensmittelallergien auftreten, da viele allergische Reaktionen in Lebensmitteln - besonders oft in Fertigerzeugnissen - wie z. B. Vollmilch, Ei und Sojazutaten verborgen und nicht deklariert sind. Wenn eine Wartezeit nicht oder nur unzureichend möglich ist, haben hohe Dosen von Calciumpräparaten eine vorbeugende und allergiehemmende Wirkung - insbesondere bei Hautallergie und Heuhaar.

Es ist darauf zu achten, dass das Arzneimittel regelmässig und noch vor dem Umgang mit dem Allergieerreger verwendet wird. Die lokale Applikation - auf der Haut oder durch Inhalation - von so genannten Glucocorticoiden wie Cortison bleibt eine große Bedeutung. Für die lokale Applikation muss auf die korrekte Dosis gesorgt werden.

Das Auftragen der Wundsalbe erfolgt in dünnen Schichten und muss temporär sein. Eine unsachgemäße Verwendung (z.B. länger als 14 Tage oder zu hohe Konzentration auf der Haut) führt zu einer "Verdünnung" der Epidermis. Akute allergische Erkrankungen mit schwerwiegenden und drohenden Beschwerden (z.B. Asthmaanfälle, Schockanfälle) erfordern im Einzelfall eine intravenöse Injektion von Glukokortikoiden.

Den Allergikern werden über einen längeren Zeitabschnitt kleine, allmählich ansteigende Anteile der allergenen Substanzen gespritzt, so dass die Hypersensibilität sinkt oder gar ganz abklingt. Allerdings hält die Therapie länger als drei Jahre an und wird vorzugsweise bei starken Heuschnupfen, Hausstaubmilbenallergie und Insektenstichallergie angewendet. Wenn ein allergischer Schlag droht, müssen Corticosteroide sofort als entzündungshemmende Mittel und als Kreislauf steigerer Wirkstoff verwendet werden.

Pflegebedürftige mit starken allergischen Reaktionen, z.B. auf Insektengifte, sollten immer ein Notbesteck mitführen, um einen anaphylaktischen Schlaganfall in allen Lebenslagen zu vermeiden. Zusätzlich sollte jeder Allergene einen vom Hausarzt ausgestellten Allergiepass mit sich haben. Hier werden die Substanzen aufgelistet, auf die der Betroffene anspricht. Allergenbelastung: Berührung mit Substanzen, die eine Allergie verursachen können.

Cortison: Hormonaler Bestandteil von Arzneimitteln; hat entzündungshemmende Wirkung und lindert die allergischen Reaktion; die Nebenwirkung tritt fast erst nach längerem Gebrauch auf, jedoch nicht bei örtlicher Applikation auf der Außenhaut oder beim Einatmen. Mastzelle: alkalische Körnerzellen; solche, die "verpackte" Entzündungssubstanzen wie z. B. histaminhaltige Granulate beinhalten und diese bei Berührung mit einem Allergieerreger auslösen. Die Allergie- und Umweltkrankheiten Art. e. V. German Society for Allergy and Immunity Research e. V. Allergy and Asthma Relief Organization e.V.

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