Allergie auf Obst

Obstallergie

Allergien gegen Obst (Äpfel, Kiwi etc.), Gemüse (Karotten, Tomaten etc.), Getreide und Hülsenfrüchte sind weit verbreitet. Eine Kreuzallergie auf Obst und Gemüse ist häufig mit einer Pollen- oder Latexallergie verbunden. Birkenpollenallergiker geben beispielsweise an, dass sie nach dem Verzehr von Äpfeln Juckreiz und ein pelziges Gefühl auf Lippen und Gaumen verspüren.

In Säuglingen und Kleinkindern überwiegt die Allergie gegen Kuhmilch, Hühnerei, Fisch und Erdnüsse. Junge Menschen und Erwachsene hingegen reagieren besonders häufig auf pflanzliche Lebensmittel wie rohes Obst, Nüsse oder Gewürze.

Reaktionen auf Obst und Gemüsesorten

Menschen, die an Heu-Fieber erkrankt sind, können oft auch auf bestimmtes Obst und Gemüse Allergien auslösen - eine so genannte Kreuzallergie. Allergische Reaktionen, die noch nicht oder noch nicht ausgeprägt sind, können im Alltagsleben Pollenallergien auslösen. Zahlreiche Pollen-Allergiker haben so genannte Kreuzallergie und sprechen auch auf gewisse Nahrungsmittel an. "Da einige Eiweiße aus Obst und Gemüse ähnlich aufgebaut sind wie Pollen, wird auch hier das Abwehrsystem angeregt.

Bei einer Grasallergie kann ein prickelndes oder brennendes Gefühl auf der Haut oder im Maul und in der Kehle von Soja und Nüssen auftreten. Das für eine Kreuzallergien charakteristische Mundallergiesyndrom (OAS) kann sehr verschiedene Symptome haben - auch lebensbedrohliche Schwellung im Kehlkopfbereich", erläutert Professor Dr. med. Leif F. Walter von der Berufsgenossenschaft der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Die Betroffenen sollten die wichtigen Nahrungsmittel nicht nur aus der Nahrung nehmen, sondern auf jeden Fall einen HNO-Arzt konsultieren.

Blütenstaub und Kreuzallergien: Auch in Obst und Gemüsen sind sie vorhanden.

Yachthafen-Oppermanns Einkaufen mit einem roten Bleistift im Kopf: Der 33-Jaehrige ist gegen Birkenstauballergie. Zugleich aber auch auf Nahrungsmittel, die nichts mit Birken zu tun haben: Eine Besonderheit sind Karotten: "Rohe Mohrrüben wirken nicht in der Pollensaison, in der Zeit der Pollenfreiheit ", sagt er.

Experten schätzen, dass die Anzahl der Pollen-Allergiker, die wie Maria Oppermann an so genannten Kreuzallergieerkrankungen erkrankt sind und auch auf gewisse Nahrungsmittel ansprechen. Laut dem Bundesverband Allergie und Asthma (DAAB) spricht zumindest jeder zweite Allergiker auf gewisse Obst- und Gemüsesorten an. "Wie typisch für viele Betroffene das Prickeln und Zerkratzen in den Kehlen ist, schildert DAAB-Sprecherin Sonja Lömmel: "Am besten ist es, die Kehle mit einer Bürste zu senken.

Birken, Gras, Beifuß und Ambrosia sind daher für Kreuzallergie gegen bestimmte Früchte und Gemüsesorten bekannt. Kleinere Proteinbausteine im Blütenstaub können beim Menschen eine Allergie hervorrufen. Bei manchen Obst- und Gemüsesorten gibt es allergische Auslöser, die mit denen im Blütenstaub zusammenhängen. Ein Beispiel dafür liefert Frau Dr. med. Sonja Lömmel: "Der Baublock in Birkenholz findet sich auch in Karotten, Staudensellerie, Soya, Kernobst und Steinobst.

Fachleute denken darüber nach, warum die Anzahl der Kreuzallergieerkrankungen innerhalb einer ganzen Familie so stark zunimmt. "Kaum ein Kongreß geht dahin, wo wir uns stundenlang, ja sogar tagelang keine Sorgen machen", sagt Prof. Dr. Ludger Klimak vom Allergie-Zentrum. Die wenigsten Patientinnen und Patienten, die zu uns kommen, kennen diesen Zusammenhang: "Die meisten von ihnen sagen: Ich weiß, dass ich Heu-Fieber habe.

Nun bin ich gekommen, weil ich nicht viel essen kann", sagt er. Querreaktionen können ganzjährig stattfinden, d.h. auch - wie bei Yachthafen-Opermann - ohne Birkenstaub. Äpfel sind nicht nur Äpfel, wie Frau Dr. med. Sonja Lömmel beschreibt: "Je weniger Polyphenole, desto öfter die Allergene", sagt sie, "das geht bis zum Allergiker.

Wer ernsthaft reagiert, kann an den Konsequenzen der Allergie erdrosseln oder an Kreislaufstörungen sterben", sagt er. Wie wichtig das kleinste Details bei der Suche nach Hinweisen ist, macht Klimak deutlich: "Wie wird der Apfel kultiviert, wenn er ernten wird. Es gibt bis zum Versand und zur Aufbewahrung viele Einflussfaktoren, wie z.B. Veränderungen der Zutaten und Allergie.

Laut DAB gibt es noch weitere Einflussfaktoren, die allergische Erkrankungen mitbestimmen: So kann es z.B. sein, dass sich der Körper in einem bestimmten Bereich der Haut befindet: Ob sportlich, mit Pollen oder alkoholisch.

Mehr zum Thema